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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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geringeren Mengen auch bei Borago officinalis und Anchusa officinalis gefunden, während ihn Vogl wederbei anderen Symphytum.Arten, noch bei anderen Boraginaceen nachweisen konnte. Die Wurzel (Schwarz»wurzel, Beinwurzel, Rainwurzel, Beerwurzel, Schmeerwurzel, Schmalzwurzel, Schamwurzel, Wallwurzel, Wald«wurzel, Ledwurzel, Milchwurzel usw.) wird im Herbst oder Vorfrühling ausgegraben und in Form von Press«saft, Extrakt, Absud, Destillat oder aus solchen dargestellter Pflaster, Pastillen usw. als Adstringens undeinhüllendes Mittel angewandt, äusserlich bei Quetschungen, alten Geschwüren, Gichtknoten, verhärtetenMilchdrüsen, Hautkrankheiten, früher besonders auch bei Knochen» und Leistenbrüchen, innerlich gegen Blut»speien, Ruhr, Durchfall, Harnbeschwerden, Brustverschleimung, Schwindsucht usw. Besonders der aus derWurzel durch Auskochen gewonnene Schleim war als blutstillend berühmt; mit Bleiweiss, Galmei usw. wurdedaraus auch eine Wundsalbe bereitet.Wenn man dies Kraut samt der wurtzel wol in dem wasser zu einemBad siedet, und die jungen Wittweiber darinnen bissweilen baden macht, so werden sie wider gleich als dieJungfrauen" (Zwinger). Die jungen Sprosse können wie Spargel, die jungen Blätter als Suppenwürze undSpinat zubereitet werden, die älteren auch (z. B. in Obersteiermark) zur Tabakstreckung verwendet werden.Auch den Digitalisblättern werden sie gelegentlich beigemischt. Als Futterpflanze hat Symphytum officinale

keine Bedeutung. Sie liefert ein schlechtes, rauhes Futter, dask \ \ 2 vom Vieh, sowohl frisch als getrocknet, verschmäht wird. Durch

r Entwässerung kann die Pflanze nach und nach vertrieben werden.

\ -J Ebenso wird sie durch Beschattung, besonders auch durch

t V C f nH Anbau von Hanf während 2 Jahren und jeweiler Aussaat von

WmUM weissem Senf nach der Heuernte zu bekämpfen gesucht.

den grauen Haaren bleiben häufig wie z. B. auchan denen von Phaseolus anfliegende oder aufkriechende Insekten|Vf hängen, nach Graebner besonders Maifliegen (Dilophus vul»

I nm garis). Die sehr nektarreichen Blüten sind homogam. Nur lang»

(m L ' Ä II reaSraii MW rüsselige Apiden und Schwebfliegen (Rhingia) können auf nor»

I M19 vS!|i8n\ fv/f malem Weg zum Honig gelangen, indem sie den an den Antheren

1 und Schlundschuppen gebildeten Kegel öffnen, in welchem sich der

M I Pollen schon vor dem Oeffnen der Blüten angesammelt hat.

III \ vjf lf Kurzrüsselige Hummeln und die Honigbiene rauben Nektar durch

I (i \i!/ 6 seitlichen Einbruch. Die Blütendauer schwankt nach Rossner

| \f zwischen 6 und 11 Tagen. Bei ausbleibendem Insektenbesuch kann

jj f iIf wahrscheinlich Selbstbestäubung eintreten, wenigstens bei ein»

l » zelnen Formen, von denen es lang» und kurzgriffelige gibt. Auch

rm JK I sehr kleinblütige Individuen (f. parviflörum Bedchaus) komment\ A /I vor. Die Nüsschen besitzen ein wohlentwickeltes Elaiosom und| \ ]i\/ werden durch Ameisen verbreitet, nach S er na nd e r s Versuchen

besonders durch Formica»Arten, im Süden auch durch Messorbarbarus. Künstlich kann die Art leicht durch Stecklinge undWurzelteilung vermehrt werden.

2334. Symphytum tuberosum X )L. Knollige Wall»würz. Taf. 219, Fig. 5 und Fig. 3162 und 3163.Staude mit ziemlich kurzem, schiefem, aufgrössere Strecken unregelmässig knollig angeschwol«lenem, fleischigem, hellbraunem Wurzelstock. Sprosseweich, gelblichgrün, ziemlich locker mit kurzen, ab»stehenden, weichen Borstenhaaren besetzt; die jungenSprosse ± drüsig. Stengel aufrecht, ± 2 bis 3 (l 1 /* bis5) dm hoch, einfach oder mit wenigen, oft nur alskleine Kurztriebe ausgebildeten Aesten, nur im Blütenstand regelmässig gegabelt, schwachkantig, ungeflügelt, mit meist nur 5 bis 7 normalen und einigen hochblattartig verkleinertenLaubblättern. Grundblätter meist bald vertrocknend. Stengelblätter mit i 1 bis 7 cm langem,

Fig.3162. Symphytum tuberosum L. «BlühendePflanze, b Fruchtender Spross. c Blüte durch-schnitten. d Frucht, e Nüsschen mit Elaiosomausfallend.

') Unter diesem sich auf das knollige Rhizom beziehenden Namen wurde die Art bereits vonClusius, Dalechamp, Mattioli, J. Bauhin u.a. beschrieben und abgebildet.