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2330. Pulmonaria angustifölia *) L. (= P. media Host, = P. variabilis var. angustifoliaGodron, = P. montäna Wulfen non Lejeune). Schmalblätteriges Lungenkraut.
Fig. 3150 a bis m, 3151 und 3152.
Wurzelstock sehr kräftig, mehrköpfig, mit langen, dicken Wurzelfasern. Sprossedunkelgrün, ziemlich dicht mit ungleichen gen Borstenhaaren und meist viel weniger zahl»reichen, kleinen und nicht klebrigen Drüsenhaaren besetzt. Stengel 1 bis 2 (bis 11) dm hoch.Rosettenblätter stets erst nach den Blütensprossen erscheinend, lanzettlich, ± allmählich in denBlattstiel verschmälert, Hb 1 bis 2 (bis 2V«) dm lang und 1 1 a bis 3 (bis 3 1 / a) cm breit, spitz,ganzrandig oder etwas buchtig, ohne deutliche Seitennerven. Stengelblätter unterhalb demuntersten Wickel 4 bis 7, mit abgerundetem Grund sitzend, i 3 bis 6 (bis 10) cm lang undi 1 bis 2 cm breit, sonst wie die Rosetten»blätter. Blütenstand aus mehreren beblätterten,auch zur Fruchtzeit ziemlich dichten, weich, abernie klebrig behaarten Wickeln zusammen»gesetzt. Blütenstiele sehr kurz, zur Fruchtzeitbis 1 (selten bis IV2) cm lang, sich herab»krümmend. Kelch zur Blütezeit 8 bis 9, zurFruchtzeit 10 bis 15 mm lang, fast bis zur Mittein 3=eckig=lanzettliche, grüne oder blau über«laufene Zipfel geteilt. Krone 12 bis 20 mm lang,anfangs karminrot, später lebhaft kobalt» bisazurblau, aussen kahl. Nüsschen eiförmig, 4 mmlang, glatt, hell lederbraun. — IV, V, in höherenLagen bis VII.
In Mager» und Fettwiesen, Zwergstrauch»heiden und lichten Wäldern von der montanenbis in die subalpine Stufe der Alpen und derMittelgebirge, selten auch im Tiefland und inder alpinen Stufe (im Wallis bis 2280 m, inOberengadin bis 2620 m). Sowohl auf Kalkwie auf kalkarmer Unterlage, bald nach derSchneeschmelze blühend.
Allgemeine Vpr hrei tu n ö . Vnn Fig. 3151. Pulmonaria angustifolia L. subsp. azureaO verureiiung. von (Besser), a Habitus poslfloral. — b Laubblatt der P. p i c t a Rouy.
Spanien und Frankreich bis fast ins ganze Rhein»
und Donaugebiet, nördlich bis England (Hampshire, Dorset, Wight), Mitteldeutschland, Däne»mark (selten auf Seeland und Langeland), Südschweden (Schonen, Smäland, Westergötland),Estland (angeblich auch im südlichsten Finnland), Witebsk; östlich bis Mittel» und Südrussland(bis ins Wolgagebiet); südlich bis zum nördlichen Kaukasus, zur unteren Donau, Serbien,Kroatien und Norditalien.
P. angustifolia gehört dem mitteleuropäischen Florenelement an. Sie umfasst mehrere, meist alsArten bewertete, aber bisher nicht scharf von den Bastarden zu trennende Unterarten, von denen für unsin Betracht kommen:
1. subsp. azurea (Besser) (= P. angustifölia L. s. str. et var. azurea Neilr. et var. austrälis Murr,= P. azurea Besser, = P. Clüsii Baumg., = P. angustäta Schräder, = B6ssera azurea Schult.). Fig. 3151 a.Stengel 17* bis 3 dm hoch, gleich den Laubblattern dicht mit weichen, abstehenden, die spärlichen, kleinenDrüsenhaare weit überragenden Borstenhaaren besetzt. Laubblätter nie gefleckt, spitz lanzettlich, die
') Von Clusius als Pulmonaria angustifolia coeruleo flore und P. III. austriaca und von C. Bauhinals Symphytum maculosum s. Pulmonaria angustifolia coerulea beschrieben.