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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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Neuman, = f. subm£rsa Glück), die anscheinend bei der var. slrigulosa besonders leidit entstehen, zeigenoft eine ungewöhnliche Ueppigkeit.* Die Stengel werden bis 1'/» m (bei der Landform höchstens 6 dm) lang, diemeist ganz kahlen Laubblätter 25 bis 82 mm (bei der Landform Ii bis 65 mm) lang und 7 bis 2i (bei derLandform 3 bis 12) mm breit. Bei der Landform überwintern meist nur die im ersten Jahr gebildeten Laub»blattrosetten in grünem Zustand, bei der Seichtwasser. und Wasserform häufig (namentlich in Grundwasser,bächen) die ganze Pflanze. Wenn die Landform bei steigendem Wasserstand in die Wasserform übergeht,werden die jungen Blütenstände in der Regel in Laubsprosse umgewandelt. Die Wasserform bleibt stetssteril, geht jedoch bei sinkendem Wasserspiegel wieder in die Landform über.

2. subsp. caespititia (DC.) Baumann (= M. palustris var. caespititia DC., = M. caespilosa var. grandi»flöra Gaudin ?, = M. grandiflöra B. et K., = M. caespititia Kerner, = M. palustris var. genuina subvar.

glareösa Doli, = M. Rehsteineri Wartmann). Fig. 3)21, 3122 und3123 e. Grundachse und Stengel sehr verkürzt, die Pflanze daherdichte Rasen bildend. Stengel meist nur 3 bis 8 (bei Wasserformenbis 12) cm hodi, stielrund, gleich den Laubblättern spärlich ange.drückt behaart bis ganz kahl. Laubblätter spatelig, ± 2 bis 4 cmlang und 4 bis 12 mm breit. Pro Stengel meist nur ein ziemlichdichter, armblütiger Doppelwickel. Kelch oft bis zur Mitte geteilt,± so lang wie der Blütenstiel. Krone ± 6 bis 10 mm breit, anfangsrosa, dann leuchtend himmelblau, zuweilen rosa bleibend. Nebenhomogamen Zwitterblüten auch Pflanzen mit nur weiblichen. Charakter»pflanze der Litorelleten im Grenzgürtel des Bodensees (vom Rhein,mündungsgebiet bis an den Untersee und rheinabwärts bis Tössegg,vereinzelt bis Basel und bis zum Kaiserstuhl, Genfersee (Promenthoux,Nyon, Coppet usw.), Langen, und Luganersees (angeblich auch amMonte Ceneri und im Maggia« und Verzascatal; doch handelt es sichwahrscheinlich bei sämtlichen Tessiner Pflanzen im Gegensatz zudenen des Bodensees nur um nicht erbliche Modifikationen dervorigen Unterart). Am Genfersee wurde die Pflanze von Gaudin,am Bodensee von Saut er entdeckt. Sie ist gänzlich unabhängigvom Kalkgehalt des Bodens j denn sie wächst ebenso gut zwischenFurchensteinen und Kalkalpenablagerungen am Boden» und Untersee,wie auf dem kalkfreien Sand, und Kiesstrand des Lago Maggiore, anbeiden Seen fast ausschliesslich im Grenzgürtel des „überschwemm,baren Hanges" mit Litorella uniflora, Ranunculus reptans und Eleo»charis acicularis. Während am Bodensee zufällig durch das Hoch,wasser in die Seewiesen geschwemmte Exemplare zugrunde gehenund sich die dortige Pflanze auch in Kultur (Versuche von Wart«mann, Baumann und Gams) als völlig konstant erwies, tretenam Langen» und Luganersee am Uebergang zu den Seewiesen (inGesellschaft von Mentha Pulegium und Gratiola officinalis) Ueber»gänge zur var. strigulosa der vorigen Unterart auf. Ein wesentlicherUnterschied gegenüber dieser besteht darin, dass die Wasserformenstets klein bleiben und höchstens 12 cm Länge erreichen. Besondersan frühzeitig überschwemmten Orten werden oft in Menge nur 4 bis5 mm breite, weibliche Blüten gebildet (Gynodioezie). Auch 4.zähligeBlüten kommen vor. Am Langensee blüht die Pflanze im Herbst regelmässig zum zweitenmal, am Bodenseenur sehr selten. Sie kommt hier selten zur Fruchtreife, vermehrt sich dagegen ausgiebig vegetativ (Hydrochorie).Als Zierpflanze wird sie schon seit längerer Zeit zur Bekleidung feuchter Grotten kultiviert. Die Herkunftder neoendemischen Bodenseepflanze ist unbekannt.

3. subsp. caespitösa (K. F. Schultz) Hermann (= M. linguläta') Lehm., = M. caespitösa K. F. Schultz,= M. scorpioides var. parviflöra Wahlenbg., = M. uliginösa Schräder, = M. palustris var. pratensis Wallr.,subsp. caespitösa Beckhaus et f. caespitösa Beck). Fig. 3123 a bis c. Zweijährig, angeblich auch l.jährig odermehrjährig, doch stets mit bleibender, büschelig verzweigter Primärwurzel und ohne Ausläufer. Stengelstielrund, ± 1 bis 4 dm hoch, bei den Landformen meist aufrecht, ästig (selten einfach: f. s i m p 1 e x Neuman),gleich den Laubblättern i abstehend behaart, selten fast kahl (f. glabriüscula Rouy), bei den Wasserformen

Fig. 3123. Myosotis scorpioides L. subsp.caespitösa (C. F. Schultz) Hermann, a Wurzelund Grundblätter, b Bliitenspross. c Kelch. —Kelche der subsp. d palustris (L.), e caes-pititia (DC.), / laxa (Lehm.) floral und g post-floral.

l ) Dieser Name ist ein Jahr älter (1818), aber ohne Diagnose publiziert.