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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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behaarter Spreite, mit + 6 bis S Paar bogigen, netzig verbundenen Fiedernerven. Blütenan 3 /4 bis 3 cm langen, aufgerichteten, postfloral verlängerten und nickenden Stielen in sehrlockeren, 2= bis 4=blütigen, unbeblätterten, in den Achseln der 2 (bis 4) obern, meist unge=stielten Stengelblätter sitzenden Trauben. Kelch bis über die Mitte in ziemlich spitze Zipfelgeteilt, grau behaart, zur Blütezeit 3 bis 4, postfloral bis 7 mm lang. Krone 8 bis 12(bis 16) mm breit, dunkel himmelblau, selten rein weiss, mit rundlichen, weissen, meist rotpunktierten Schlundschuppen. Klausen ± 3 bis 4 mm breit, fein behaart, mit grosser Ansatz»fläche und wulstigem, ungezähntem Rand. —• IV, V (an kühlen Standorten vereinzelt bis VII).

In feuchten Laubgehölzen in der montanen Stufe der Südostalpen und Südkarpaten,

anderwärts häufig als Zierpflanze gezogenund besonders in Auenwäldern und Parksvielfach eingebürgert.

In Deutschland nur verwildert, aberan vielen Orten vollständig eingebürgert, so inBayern (Hohenschwangau, Stockenweiler, umMünchen, Landshut, Mangfallauen bei Rosenheim,Neuburger Wald, Berg bei Lichtenfels, zwischenRoth und Georgengmünd, Schloss Thurn, Bayreuth,Schönbusch bei Aschaffenburg usw.), Sachsen,Schlesien (Liegnitz, Goldberg, Breslau), Ostpreussen(Ragnit, Königsberg), Westpreussen (Hoch»Pa»lesdiken), Posen, Brandenburg (Berlin, Gransee,Rheinsberg, Nauen, Oranienburg usw.), Schles.wig (Pulverholz, Neuwerk), Westfalen (Freuden»berg, Wolbecker Tiergarten, Rheine), im Rhein»tal (besonders auf Friedhöfen mehrfach, z. B. imElsass) usw. — In den Ostalpen wild wohl nurin der unteren Steiermark (Cilli, Tüffer, Römerbad,Steinbrück, Trifail, Gairach, Montpreis, Lichten»wald), in Kärnten (bei Klagenfurt und Feldkirchen),Krain, Friaul und Tirol (Val Vestino, bei Trient,Fig. 3106. Omphalodes verna Moench. Verwildert bei. Aadorf Bozen und Wilten.Innsbruck wohl nur verwildert),(Schweiz). Phot. Otto Zieg 1 e r. im übrigen Oesterreich und in den Sudeten»

ländern (z. B. Kosmanoser Park bei Jungbunzlau)nur verwildert, so in Ober» und Niederösterreich (z. B. Neuwaldegg, Kalksburg, an der Ybbs bei Rosenau, Föhrenwaldzwischen Neustadt und Neunkirchen), Salzburg (Heilbrunn), Vorarlberg (Feldkirdi, Amerlügen) und Liechten»stein (Bendern). — In der Schweiz bis gegen 1880 häufig kultiviert und bei Basel schon von Ha 11 erverwildert gefunden, jetzt nur noch selten, ± eingebürgert in den Kantonen Thurgau (bei Aadorf), St. Gallen(Bütschwil), Aargau (z. B. um Baden), Bern und Freiburg (Montbovon, Albeuve u. a.).

Allgemeine Verbreitung: Von den nördlichen Apenninen und den ItalienischenAlpen zerstreut bis zum Karst, Kroatien, für Siebenbürgen, Griechenland (Korfu) und dasSchwarzmeergebiet fraglich. In Mitteleuropa vielfach eingebürgert, nördlich bis Jütland, Born»holm und Ostpreussen.

O. verna ist somit ähnlich wie z. B. Stellaria bulbosa (vgl. Bd. III, pag. 354) eine illyrische Montan»pflanze, die in ihrem ursprünglichen Areal nur ausnahmsweise bis in die colline Stufe (z. B. bei Cerovlje inIstrien) herabsteigt. Während sie durch ihre Blüten auffallend an Myosotis scorpioides erinnert, zeigen dievegetativen Merkmale viel mehr Aehnlichkeit mit denen von Pulmonaria. Gleich diesen ist wohl auch unsereArt myrmekochori doch scheinen die Klausen nördlich der Alpen oft nicht zu reifen, sodass sich die Pflanze mitihren langen Ausläufern nur vegetativ vermehrt. S e r n a n d e r (brieflich) vermutet, dass die Pflanze selbststerilund anemochor (Bodenläufer) ist. Sie war bereits im 16. Jahrhundert als Zierstaude in Kultur, so um 1600zu Eichstätt als „Borrago minima, die grosse Blume Vergissmemnicht". Die Kultur bereitet auf frischem,besonntem oder etwas beschattetem Boden (besonders Lehm) keine besonderen Schwierigkeiten. Frostfrei über«winterte Topfpflanzen blühen an sonnigen Fenslern schon im Februar und März. Die Vermehrung geschiehttun besten durch Ausläufer, da die Nüsschen kaum über ein Jahr keimfähig bleiben. — Bei der Gartenforro