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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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Bergells und Misox anscheinend recht verbreitet, wenn auch oft übersehen), ausserdem nur ganz vereinzeltim Linthtal (Pantenbrücke) und im Berner Oberland (Giessbach, Trümmletental).

Allgemeine Verbreitung: Ganz Sibirien von der Mandschurei und Mongoleibis Ostrussland, Ostfinnland und Kola, Norwegen von Nordvaranger und dem Tarmfjord

70° 28' südlich bis zum Skiensfjord, in Schweden nur aneinzelnen Südbergen von Torne»Lappmark bis Dalarneund zum Taberg in Smäland, Karpatengebiet von Wol=hynien und Siebenbürgen bis in die Sudeten, Alpen vonNiederösterreich bis zum Dauphine (Gap), Apennin (beiModena). Die nur wenig abweichende var. Americäna(A. Gray) in Kanada und in den Nordstaaten der Unionbis Nebraska und Wyoming.

Lappula deflexa ist somit eine zirkumpolar=arktisch»alpineArt mit Hauptverbreitung im holarktischen Taigagürtel. Sowohl inden Zentralalpen, wo ihre Verbreitung an diejenige von GeraniumBohemicum erinnert, wie in Schweden, wo die Vorkommnisse an den.Südbergen* ähnlich denen von Myricaria u. a. auf alter Einwan.derung aus Norwegen beruhen (nach Andersson und Birg er.Den norrländska florans geografiska fördelning och invandringshistoria.Uppsala 1912, Karte pag. 361), hat die Art trotz lokaler Weiter,ausbreitung deutlichen Reliktcharakter.

Die Identität der Pflanze aus den Alpen und den Karpatenmit der nordischen ist bereits durch G. Wahlenberg, der die Art1810 als erster beschrieben hat, festgestellt worden. Die Heimat istwohl eher in Asien als in den Alpen oder in Fennoskandinavien zusuchen. L. deflexa ist eine typische Wildlägerpflanze, die wohl haupt.sächlich durch Wiederkäuer und Nager (z. B. Hasen) epizoisch ver»breitet wird. Oft wächst sie mit der im blühenden Zustand äusserstähnlichen Myosotis silvatica, Geranium Robertianum, Sedumannuum,Poa nemoralis usw. in schattigfeuchten Balmen, Hochstaudenfluren,Schlagflächen und ähnlichen Orten, die das Wild häufig aufsucht. Ienach dem Standort und der Jahreszeit zeigt die wohl meist zwei»jährige Pflanze ein sehr verschiedenartiges Aussehen. Trotz desgrossen Unterschiedes zwischen den starren, rauhhaarigen Pflanzen,wie sie z. B. an sonnigen Standorten in Niederösterreich vorkommen und den schlaffen, spärlich behaarten,breitblätterigen Formen alpiner Lägerbalmen lassen sich diese nicht als besondere Formen ausscheiden. Gaudin,der bereits auf diese grosse Variabilität aufmerksam machte, unterscheidet eine f. parviflöra (Gaudin), mitkleinen, hellblauen, denen von Myosotis collina ähnlichen Blüten (so am häufigsten) und eine f. gra ndi f 1 ör a(Gaudin) mit grossen, lebhafter gefärbten, an die von Myosotis scorpioides erinnernden Blüten. Von letzterer,die an feuchtere Standorte gebunden scheint und ausser in den Alpen auch im hohen Norden vorkommt,treten auch weissblühende Individuen auf (z. B. in Lägerbalmen im Unterwallis).

DCXI. Omphalödes 1 ) Moench. Gedenkemein, Nabelnuss. Franz.: Nombril

de Venus.

Einjährige und ausdauernde und dann oft rhizombildende, kahle oder schwach behaarteKräuter mit meist gestielten Grundblättern und mit nicht oder undeutlich gestielten Stengelblättern.Blüten meist ± lang gestielt, in arm= bis vielblütigen, traubenförmigen Wickeln, seltener einzelnin den Blattadiseln. Kelch 5=teilig, postfloral sich öfters vergrössernd. Krone blau oder weiss,mit sehr kurzer Röhre, stumpfen Schlundschuppen und ausgebreiteten, abgerundeten, in derKnospe sich dachziegelig deckenden Schuppen. Staubblätter sehr klein, mit stumpfen, nicht

') Von griech. ipyaXög [omphalös] = Nabel, also nabelförmig; wegen der schüsseiförmig einge-drückten Nüsschen.

Fig. 3101. Omphalödes linifolia (L.)Moench. a Habitus, b Blüte, c Frucht.