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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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Mitte inseriert und dasselbe überragend, auf dem Rücken meist glatt, stumpf gekielt, auf denKanten fein borstig oder + gezähnelt.

Die Gattung umfasst gegen 30 mit Ausnahme unserer Art und einer in Australien auf die GebirgeA siens und Amerikas beschränkte Arten. Von den nordamerikanischen Arten wird das einjährige E. barbi«gerum Gray (= Krynitzkia barbigera Fischer et MeyerJ mit weisser Krone zuweilen ähnlich wie Ompha.lodes linifolia alsWeisses Vergissmeinnicht" kultiviert. Von den asiatischen Arten sei E. densiflörumDuthie aus dem Himalaya (z. B. in der Nivalstufe des Mt. Everest) genannt. Bei dem arktischen E. capituli»florum fand Jackson in den Achseln der Rhizomsdiuppen gebildete Blüten.

2296. Eritrichium nänuni ') (Allioni) Schräder (= Myosötis nana All., = M. pauciflöraVitm., = Eritrichium Tergloviense Dalla Torre et Sarnthein non Kerner). Himmelsherold.

Franz.: Mousse bleue. Taf. 219, Fig. 2 und Fig. 3095, 3098e und 3104.

Polsterstaude mit langlebiger, l k bis l x /2 dm langer und 1 bis 3 mm dicker, starkverzweigter, holziger, schwarzer Pfahlwurzel und mit sehr ästigem, von schwarzbraunen Blatt»resten umscheidetem Erdstock. Sprosse von ziemlich langen, weichen Seidenhaaren grau»grün, ein dichtes, halbkugeliges bis ziemlich lockeres, ± 3 bis 10 cm breites und 1'/» bis3 (bis 5) cm hohes Polster bildend. Krautige Stengel 1 bis 2 (bis 3) cm lang, einfach, lockerwechselständig beblättert, gleich den Laubblättern locker abstehend behaart. Laubblätter

grösstenteils rosettig gehäuft, schmahspatelig, +4 bis 10 mm lang und l 1 /» bis 3 mm breit,stumpf oder kurz zugespitzt, ohne deutliche Ner»ven, bleichgrün, beiderseits behaart, im Winterverkahlend und sich bräunend, aber mehrereJahre erhalten bleibend. Blüten kurz gestielt,in 3= bis 6»blütigen, beblätterten, dichten Wickeln.Kelch fast bis zum Grund in 5 lineale, stumpfe,± 3 mm lange, seidig behaarte Zipfel gespal»ten. Krone mit kurzer, weisser Röhre, anfangskarmin=rotviolettem, dann leuchtend himmel»blauem, selten weissem, 7 bis 9 mm breitemSaum und lebhaft gelben, glatten Schlund»schuppen, spät abfallend. Staubblätter klein,von dem Schlundring verdeckt. Griffel mitkopfiger Narbe. Nüsschen eiförmig=tetraedrisch,i 2 1 /a mm lang, mit sehr kleiner Ansatzflächedem kegelförmigen Griffelpolster aufsitzend,an den beiden äussern, fast flügelartigen Kantenfransig»gezähnt, seltener nur spärlich gewimpert,sonst glatt, glänzend braun. VII, VIII.

In Felsspalten, auf Grus und im offenen Curvuletum der subnivalen und nivalenStufe der zentralen und südlichen Alpen. In den West» und Zentralalpen ausschliesslich aufkristallinem Gestein, Quarzit und kalkarmem Phyllit, in den Südostalpen dagegen auf Dolomitund Kalk. Meist nur zwischen 2500 und 3000 m, doch auch hoch über die Schneegrenzesteigend: am Piz Kesch in den Rätischen Alpen bis 3390 m, am Weisstor in den PenninischenAlpen bis 3620 m. In den Westalpen nur vereinzelt bis 2400 m herabgehend, in den Ostalpenöfters bis 2200 m, in der Moräne des Fornogletschers bis 2070 m, in Südtirol angeblich bis 1900 m.

Fig. 3095. Eritrichium nanum (All.) Schräder, in Spaltenvon Vesuvianschiefer am Piz Lunghin (Oberengadin). Phot.Apotheker A. Eisenlohr, Aubonne (Genfersee).

') E. nanum wurde zuerst von Boccone (vom Mt. Cenis), von J. J. Scheuchzer und Haller(unter Scorpiurus) von Allioni, Villars u. a. als eine Myosotis beschrieben.