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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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Tafel 219.

Fig. 1. Lappula echinata (pag. 2139). Habitus.

1 a. Fruchtstachel stärker vergrössert.

,, 1 b. Fruchtknoten.

1 b* und 1 c. Staubbeutel von vorn und hinten.

1 d. Frucht.

2. Eritrichium nanum. (pag. 2134). Habitus.

2 a. Blüte im Längsschnitt.

2 b. Fruchtknoten.

2 c. Laubblatt.

3. Asperugoprocumbens (pag.2136). Habitus.

Fig. 3 a. Frucht.

4. Symphytum officinale(jpa.g.222$). Habitus.

4 a. Blüte im Längsschnitt.

4 b. Staubblätter.

4 c. Fruchtkelch.

4d. Fruchtknoten.

5. Symphytum tuberosum (pag. 2226). Ha-bitus.

5 a. Frucht.

5 b. Teilfrucht.

Südamerika von Virginia bis Chile weit verbreitete Art, die auch auf den Hawaiischen Inseln, im Kapland,in Nordwestafrika und in Australien ± eingebürgert und vereinzelt auch schon in Europa (Montpellier, CampoMarzio bei Triest, Ludwigshafen am Rhein) beobachtet worden ist. Allgemein bekannte Zierpflanzen sindH. Peruvianum L. (= H. odorätum Moench), der Vanille.Hellotrop, franz.: Fleur des Dames, herbe duSaint Fiacre (Fig. 3093) und das nahe verwandte H. corymbösum Ruiz de Pavon (= H. grandiflörum Don),beides Halbsträucher bis Sträudier aus Peru. Beide ihres Vanilledufts wegen lange Zeit beliebte, jetzt etwasaus der Mode gekommenen Arten eignen sich sowohl als Gruppenpflanzen für Freilandbeete wie für dieZimmerkultur, in der sie bei Temperaturen von 8 bis 15° und in leichter, aber nährstoffreicher, feuchter Erdedas ganze Jahr über blühen. Besonders von dem 1740 durch Jussieu eingeführten H. Peruvianum sind einegrosse Zahl von Gartensorten erzielt worden, wie die lilafarbigenAnna Turrel",Triomphe de Liege",LaPerle", die dunkelvioletteRoi des Noirs", die dunkelblauef. Vol«taireanum hört.", die weisseWhite Lady" u. a. Im Besitz vonThum und Taxis in Lautsekin sind bis 50 Jahre alte Hochstamm»formen mit einem Stammumfang von 45 cm am Boden und 35 cmin 1 m Höhe, einem Kronendurchmesser von 2'/« m und einemKronenumfang von zirka 8 m. Im Winter empfiehlt sich Bedeckungmit Mistbeetkasten und Decken von Stroh, Mist oder Lohe. DieVermehrung erfolgt im Gebiet fast nur durch Stecklinge, ähnlich wiebei Pelargonium. Beide Arten sind z. B. im Oberrheintal wiederholthalb verwildert gefunden worden, das weniger häufig kultivierte,weil schwächer riechende H. corymbösum z. B. beim Friedhofvon Mannheim 1909. Aus den Blüten wird das herrlich duftendeätherische Oel (Heliotropiumöl) gewonnen, das in der Parfümerie zurBereitung von Pomaden und Essenzen verwendet wird. MitH. corymbosum zeigt grosse Aehnlichkeit die in ähnlicher Weisekultivierte Cochränea anchusifölia (Poiret) Gürke (= Tourne«förtia heliotropioides Hooker) aus Brasilien. Die auf Südamerikabeschränkte Gattung Cochränea Miers unterscheidet sich von Hello,tropium hautsächlich durch die trockene oder etwas fleischige Frucht,die regelmässig in nur 2.fächerige Hälften zerfällt. Die 3. Gattungder Heliotropioideae, Tourneförtia 1 ) L., die über dieTropen beider Hemisphären verbreitet ist, hat eigentliche Steinfrüchte.

1. Einjährige Kräuter mit eiförmig-lanzettlichen, flachen Laubblättern (wenn ausdauernd und mitlineal.lanzettlichen Laubblättern, siehe H. Curassavicum oben). Blüten in einfachen oder zu 2 bis 3genäherten Wickeln. Krone weiss. Mediterrane Arten 2.

1*. Halbsträucher und Kleinsträucher mit etwas runzeligen Laubblättern. Blüten in doldentraubigzusammengesetzten Wickeln. Krone meist violett oder blau. Zierpflanzen aus Südamerika 4.

2. Stengel niederliegend, graufilzig. Kelch krugförmig, mit sehr kurzen Zähnen, die meist aus einemeinzigen Nüsschen bestehende Frucht fest umschliessend und mit dieser abfallend. Krone sehr klein . . H. su p in um pag. 2130.

l ) Benannt nach dem hervorragenden Systematiker und Arzt Joseph Pitton de Tournefort, geb.1658 zu Aix en Provence, gest. 1708 als Professor der Botanik zu Paris. Sein Pflanzensystem ist dasbedeutendste vor demjenigen Linnes.

Fig. 3093. Heliotropium Peruvianum L.a Blühender Spross, b Blüte.