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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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2028

je 2 Staubblättern nur je eine Nektargrube. Fruchtknoten länglich; Griffel fehlend; Narbesitzend. Samenanlagen in 2 bis 3 Längsreihen angeordnet. Samen linsenförmig. VII bis IX.

Selten auf berastem, feuchtem Schutt, auf Moränen, in Moospolstern der Hochalpen,von 2200 bis 2800 m ; auf Urgestein. Nur in Oesterreich.

In Oesterreich in Tirol (nur in den Zentratalpen, westlich bis zum Rosskogel, Kirchdach undNiederjoch im Schnalsertal), in Salzburg (Tauernkette: Brennkogl, Gamskai, Hochtor, Stubnerkogl) und Kärnten(Heiligenbluter und Nassfelder Tauern, Pasterze, Poisseneck und Stern im Katschtal, Rüden in der Inner«fragant, Gross.Glöckner usw.); fehlt in Steiermark, Nieder« und Oberösterreich, sowie in Krain.

Allgemeine Verbreitung: Alpen von Piemont, Tirol, Salzburg und Kärnten;Himalaya; West=Tibet ?

Gentiana tenella und G. nana gehören zu der von R. v. Wettstein (Oesterr. Botan. Zeitschrift.Jahrgang XLVI, 1896) neu aufgestellten Sektion Comastoma, die ein Endglied der Gattung Gentiana darstellt

und namentlich durch die eigenartigen Schlundschuppeninnige Beziehungen zu den Gattungen Pleurogynaund Swertia aufweist (vgl. pag. 1977). Das Schwer»gewicht der Sektion liegt in den Gebirgen von Zentral«asien, wo ausser G. tenella und G. nana noch weitereArten (G. minutissima Boissier, G. tristriäfa Turczan.,G. Pulmonäria Turczan. und G. falcäta Turczan.)auftreten. G. tenella und G. nana kommen nach R.Hut er zuweilen zusammen vor, so am Brenner (aufdem Wolfendorn) und in der Hohen Tauernkette, wo siedann auch Bastarde bilden.

2262. Gentiana ciliata L. (= Hippion ciliatumSchmidt, = Gentianella ciliata Borkh., = Crosso=petalum gentianoides Roth). GefransterEnzian. Taf. 215, Fig. 5 und Fig. 3002.Zweijährig bis ausdauernd, 7 bis 25(30) cm hoch. Grundachse spindelförmig, fäd=liehe, verzweigte Adventivknospen treibend.Stengel aufsteigend bis aufrecht, kahl, etwasgebogen, kantig, t=blütig oder mit wenigen1 »blutigen Seitenästen. Laubblätterlineal,seltenerlänglich=lanzettlich, spitz, kahl, 1 »nervig, am Rande sdiarf. Blüten 4=zählig, ansehnlich, endständig.Kelch glockenförmig; Kelchzipfel aus verbreitertem Grunde lineaHanzettlich, lang zugespitzt,3 /a bis 1 /2 so lang als die Kelchröhre. Krone gross, trichterförmiger öhrig, tief (bis zur Mitte)4=spaltig, lineal, blau (sehr selten weiss), 40 bis 55 mm lang, im Schlünde nackt; Kronzipfeleiförmig, am Rande lang gefranst. Fruchtknoten keulenförmig, gestielt; Narbe sitzend,kreisförmig. Kapsel ellipsoidisch, lang gestielt. VIII bis XI (zuweilen 2=mal blühend).

Ziemlich verbreitet auf mageren Weiden, trockenen Wiesen, grasigen, steinigen Stellen,an Waldrändern, im Gebüsch, in Föhrenwäldern, im Krummholz, in Auen; von der Ebenebis in die subalpine Stufe, selten höher steigend (in Bayern bis 2240 m, in Tirol bis 2000 m,in Graubünden bis 2500 m [Paraits Sesvenna], im Wallis [fehlt im Oberwallis] bis 2000 m,im Schweizer Jura bis 1510 m). Fast nur auf Mineralboden (besonders auf Kalk), seltenauch auf Moorboden.

In Deutschland nördlich bis in die rheinischen Kalkgebiete, Eifel, Gelepp, Lippstadt, Hagen, Brilon,Hamm, Bochum, Iserlohn, Osnabrück, Teutoburgerwald (auf Plänerkalk), Süntel, Hildesheim, Gifhorn (Sülfeld),Oschersleben, Bernburg, Magdeburg, Sandersleben, Thüringen (auf Kalk sehr verbreitet, angeblich ebenso aufKeuper), vereinzelt auch in Holstein am Lockstedter Lager nördlich von Itzehoe auf Moorboden), in Sachsen (Kür«bitz bei Plauen, Aerschleppt in einer Lehmgrube bei Dresden«Räcknitz) und in Schlesien (im mittleren und niederen

Fig. 3002. Gentiana ciliata L., auf einer Trockenwiese.Phot. Dr. G. Hegi, München.