2013
uliginosum, Euphrasia minima, Veronica bellidioides, Campanula barbata, Phyteuma hemisphaericum, Hieraciumalpinum, Chrysanthemum alpinum auftritt. In den Zentralalpen bewohnt G. Kochiana in erster Linie ver»schiedene Assoziationen der Wiesen und Weiden (Nardetum, Festucetum variae, Semperviretum, Elynetum,seltener auch das Trisetetum flavescentis), ausserdem erscheint sie gelegentlich im Callunetum, im Vac»cinietum uliginosi, in der Geröll« und Schuttflur, sowie im Lärchen» oder Bergföhrenwald. Auf dem Gäbris(Appenzell) ist die Pflanze, wo sie ehedem in der Bergheide (Callunetum) vorkam, von dem Jungwuchs desNadelholzes verschlungen worden. — Blütenbiologisch verhält sich diese Art ganz gleich wie G. Clusiana;ebenso zeigt sie die gleichen Bildungsabweichungen.
2248. Gentiana alpina Villars (— G. acaülis L. var. alpina Grisebacb, — var. parviföliaGren. et Godr., = Hippion alpinum F. W. Schmidt, = Ericöila alpina Don). Südalpen»
Enzian. Fig. 2980 h, m und 2983.
Ausdauernd, 4 bis 7 cm hoch, mit grundständiger Blattrosette, kahl. Wurzelstodckurz, abgebissen. Stengel sehr kurz (0,3 bis 1 cm lang) bis fehlend. Grundständige Laub»blätter lederig, mattgrün, klein, breitelliptisch, lVs bis 3 (4) cm lang, wenig länger als breit,stumpf (grösste Breite in der Mitte). Stengelblätter (wenn vorhanden) elliptisch=lanzettlich,spitz, 0,9 bis 1,4 cm lang. Blüten sitzend oder kurz gestielt, selten deutlich gestielt (f.elongäta Schleicher). Kelch glockig, 5»zähnig; Kelchzähne ungefähr so lang als die halbeKelchröhre, von der Mitte bis zum Grunde gleich breit, nur selten am Grunde zusammen»gezogen, stumpf, selten spitzlich. Blumenkrone gross, trichterförmig»gloddg, 3 bis 4 cm lang,dunkelazurblau, mit grünen Flecken, im Schlünde heller, selten violett oder weiss, mit5 abgerundeten Zipfeln. Staubbeutel verklebt. Narbe trichterförmig, gefranst. Kapsellänglich. Samen ellipsoidisch, etwas gewunden, ungeflügelt,netzig»runzelig. — VI bis VIII.
Selten auf Magermatten der Südalpen, vonzirka 2000 bis 2590 m; auf Urgestein. Fehlt in Deutsch»land und in Oesterreich.
In der Schweiz einzig in den Südalpen im Wallis (Colde Balme, Alpen von Salvan, Fully und Allesse, Val dAnniviers,
Col de Torrent, Grosser St. Bernhard usw.) und in Graubünden(zwischen Comersee und dem unteren Misox und Calanca an zahl»reichen Stellen [hier zuerst von E.Steiger nachgewiesen!]! Piandi Ceirett, Scaletta, Sasso della Paglia im Val Grono, Fil dl Nom»nome, jedoch nicht im Bernina=Gebiet); im Tessin mit Sicherheiteinzig am Monte Generoso (Zola).
Allgemeine Verbreitung: Sierra Nevada,
Pyrenäen, Savoyen, südwestliche Schweizer Alpen.
Die var. cauUscens Robert Keller aus dem Bleniotalgehört zu G. Kochiana. — Steiger beobachtete G. alpina in Gesell»schaft von Alsine recurva und Eritrichium nanum, Braun im Cur»vuletum, Gams im Wallis in Nardus» und Poa alpina»Weiden aufKarbon und Silikaten, stets mit Trifolium alpinum und Viola calcarata.
2249. Gentiana angustifölia Vill. (= G. Sabaüda Boiss.et Reuter). Schmalblätteriger Enzian. Fig. 2987,
29801 und 2983.
Ausdauernd, 5 bis 10 cm hoch, mit grund= Fig " 2987 ' o-tiana^ngustifoiia vn.ars.ständiger Blattrosette, kahl. Wurzelstock walzlich, schief,
abgebissen. Stengel mit 1 bis 2 Blattpaaren. Grundständige Laubblätter mattgrün, weich,lineal=lanzettlich bis lanzettlich, 2 bis 5,5 cm lang, 3= bis 5=mal so lang als breit (grösste Breiteüber der Mitte), schmal (5 bis 9 mm breit), stumpf oder kurz zugespitzt. Stengelblätter elliptisch,
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