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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1924
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1924

Drautal bei Lavant und Nikolsdorf, im Eisaktal von Franzensfeste abwärts, im Rienztal von Rodeneck talabwärts,um Bozen und Meran gemein [bis 1300 m; z. B. im Ultental bis Mitterbad, im Passeier zwischen Moos undSt. Leonhard, Jural bei Stäben, im unteren Martelltal, im Vintschgau bis Morter], im Val di Sole bei Magras,im Nonstal aufwärts bis Don 960 m, im Fleims bei San Lugano gegen Solajol 1000 m, Cella und von dort anabwärts, im Primör noch fraglich, im Sarcatal aufwärts bis St. Stefano [Eingang in das Val Genova], beiBleggio [1300 m], im Chiesetal, im Gebiete von Trient [bis 900 m] und Rovereto |bis 1250 m] gemein; bisweilen[z. B. in Feldkirdi] gepflanzt). In der Schweiz nur im südlichen Tessin in der Umgebung des Luganer Seesverbreitet, ferner bei Cevio im Val Maggia und bei Castione-, in der Nordschweiz nur kultiviert, aber z. B.auf der Rheinhalde ob Basel und bei Weinburg alljährlich blühend und im Sagentobel am Zürichberg sichdurch Selbstsaat vermehrend.

Allgemeine Verbreitung: Südeuropa, westlich bis zum östlichen Spanien (Valen=cia) und bis zu den Balearen, nördlich bis zur Provence und zum Südrand der Alpen (Tessin,

Südtirol, Kärnten, Krain, Unter»Steiermark), Südungarn, Sieben*bürgen, östlich bis zur europä»isdien Türkei; Kiemasien.

Von den Formen des Fraxi»nus Ornus kommen für Mitteleuropa inBetracht: var. t y p i c a Lingelsh. Fieder.blättchen breit verkehrt.eiförmig, etwadoppelt (6 cm) so lang als breit. So imganzen Verbreitungsgebiet der Art undauch in Kultur. var. j u g 1 a n d i«fölia Ten. (= var. rotundifölia Ten.)Fiederblättchen grösser, bis etwa 9 cmlang und 4 cm breit. So z. B. in Südtirol(Kaltem, Bozen, Meran, Loppio). var.angustifölia Ten. Laubblätter 3.mallänger als breit. Z. B. in Südtirol bei Kastel-ruth, sowie in Steiermark. var. sanguinea Hausmann et Lingelsh. Junge Zweige, Laubblätter, Laubblattstieleund Blüten rötlich oder rotbraun. So bisher nur in Südtirol bei Bozen, Brixen und Kastelruth. Auch monophylleBäume sind bekannt. Systematisch wertvoller ist subsp. Gargänica Ten. (pro spec.) (= F. rotundifölia DC.non Ten., = var. rotundifölia Wenzig, = Ornus rotundifölia Loud.). Vom Typus folgendermassen abweichend:Wuchs stets niedrig. Laubblätter 10 bis 18 cm lang, 5» bis 9-zählig.gefiedert; Fiederblättchen 1,5 bis 3 cmlang und 1 bis 2 cm breit, sitzend, breit rhombisch-rundlich, meist ganz kahl, seltener auf den Hauptnervender Unterseite (und zwar spärlich) weisslich behaart. Blütenstand locker. Samen lineal, spateiförmig. Einein Bosnien, Dalmatien und Montenegro, sowie angeblich in Südtirol (Siegmundskron) nachgewiesene Rasse.

Fraxinus Ornus gehört dem submediterran.montanen Elemente an und findet sich vorwiegend aufwarmen, trockenen Böden. Aus diesem Grunde wohl tritt der Baum an seiner nördlichen Verbreitungsgrenzeausschliesslich auf Kalk auf. In den Südalpen stellt er einen sehr charakteristischen Bestandteil der anthropogenenBuschwälder dar, aus welchen als tonangebende Arten zu nennen sind: Quercus sessiliflora, Q. pubescens,Q. lanuginosua und Q. Cerris, Ostrya carpinifolia, Celtis australis, Castanea vulgaris, Cytisus Laburnum, PrunusMahaleb, Cotinus Coggygria, Carpinus Betulus usw. In ähnlicher Gesellschaft tritt er auch in den Illyrischen Gebirgenund in den Karpaten auf, in letzteren mit anderen Gliedern der südpontischen Waldflora, wie Epimedium alpinum,Lamium Orvala, Stellaria bulbosa (Bd. III, pag. 354) usw. Auch in Eichen», Kastanien- und Laubmischwäldernfehlt er nicht, in den lllyrischen Gebirgen z. B. zusammen mit Tilia tomentosa und Juglans regia, im Lorbeer»walde auch zusammen mit Laurus nobilis, Quercus lanuginosa, Pistacia Terebinthus, Ficus Carica, Paliurusaculeatus, Ruscus aculeatus, Tamus communis usw. In den Sanntaler Alpen bildet er unweit Kaukerreine Strauchbestände. In einem sonderbaren Gemisch von mediterranen, illyrischen, mitteleuropäischen undalpigenen Arten steht der Baum nach Beck (Vegetationsstudien in den Ostalpen, II, 1908) im Flussgebietedes Natisone im Einzugsgebiete des Isonzo, wo z. B. Pinus nigra, Salix grandifolia, Carpinus Betulus, Coro«nilla emeroides, Evonymus verrucosa, Rhamnus saxatilis und R. rupestris, Lonicera xylosteum, Listera ovata,Moehringia muscosa, Arabis alpina, Kernera saxatilis, Geum urbanum, Salvia glutinosa, Lamium luteum,Asperula taurina, Petasites niveus, Senecio Fuchsii usw. zusammentreffen. Ein ähnliches Artengemisch findetsich in Krain am Veldeser Schneeberg. Am Predil und anderen hochgelegenen Orten stellt sich FraxinusOrnus im Krummholz mit Pinus montana var. Mughus und Rhododendron hirsutum, auf alpinen Weiden usw. ein.

Fig. 2911. Fraxinus Ornus L. a Fruchtender Zweig, b, b\ Früchte (bei b\ dieSamenkammer frei gelegt).