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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1923
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1923

fast 4»kantig, mit zahlreichen, hellbräunlichen Lenticellen. Langtriebe gegen die Spitze zudicht fein staubig behaart; Kurztriebe am Grunde meist etwas bärtig; Endknospe grösser alsdie abstehenden Seitenknospen, kugelig, 4»schuppig, äussere Schuppe am Rande dicht einfach»und drüsig »filzig. Seitenknospen eirundlich, 2»schuppig, silbergrau bis bräunlich, feinfilzig. Laub»blätter kreuzweise gegenständig, etwa 4 bis 8 cm lang gestielt, samt dem Stiele etwa 30 cm lang,(5) 7» bis 9»zählig gefiedert; Fiederblättchen elliptisch bis eilanzettlich oder eiförmig, am Grundekeilförmig bis abgerundet, vorn in eine ± lange Spitze auslaufend, am Rande kerbig gesägt,oberseits sattgrün, anfangs meist auf der Mittelrippe behaart, verkahlend, unterseits hellergrün, am Mittelnerven und an den unteren Seitennerven rostfarben filzig behaart (vgl.auch subsp. Garganica), die unterstenBlätter an den vorjährigen Trieben her»vorbrechend. Blüten in aufrechten,später überhängenden Rispen. Kelch»blätter sehr kurz, etwa 1 mm lang, tief4=teilig,mit breit»dreieckigen Abschnitten,an der Frucht erhalten bleibend. Krön»blätter 2 oder meist 4, am Grundepaarweise miteinander verbunden, linealbis schmal zungenförmig, etwa 7 bis15 mm lang, weiss. Staubblätter 2, mitlangen, den Fruchtknoten weit über»ragenden Staubfäden (Fig. 2910 b).

Frucht hängend, zungenförmig, 3 bis4 mm lang und 7 bis 10 mm breit,am Grande abgerundet oder keilförmigverschmälert, glänzend, dunkelbraun,flach, queroval, längs gestreift; Flügelso lang oder kürzer als die Nuss,derb, im oberen Drittel am breitesten,vorn gerade» oder schief abgestutzt»ausgerandet oder fast spitz, seitlich biszur Mitte der Nuss verlaufend odernur die Spitze derselben begrenzend;

Samen eiförmig, 15 bis 20 mm lang und 4 bis 5 mm breit, flach, längs gestreift, braun. IV.

Meist zerstreut an trockenen, sonnigen Abhängen in Laubmisch», Kastanien», Eichen»und Busch Wäldern, seltener in ± grossen Horsten oder Beständen. Von der Ebene bis indie Bergstufe: in Südtirol bis 1500 m, im Tessin bis 1165 m. Vorwiegend (an der nörd»liehen Verbreitungsgrenze nur) auf Kalk, seltener auch auf Urgestein und Alluvialböden.

In Deutschland nur in Gärten (namentlich in den wärmeren Gebiet) hie und da gepflanzt undstellenweise (z. B. bei Koblenz) sehr gut gedeihend. In Oesterreich heimisch in den südlichen Alpen«tälern und im Karst: in Krain (besonders im Karst), Untersteiermark (bei Marburg, St. Urbani, Pettau, Sau»ritsch, auf dem Donatiberge, bei Wöllanz, Neuhaus, Cilli, Tüffer, Steinbrück, Trifail, Wisell, Prassberg, imSanntal zwischen Sulzbach und Leutsch), Kärnten (im Lavantal nördlich bis St. Paul und bis in das Granitzta^am Südfuss der Saualpe von Griffen bis St. Johann, im Görtschtal bei Eberstein, an der Gurk, Hochosterwitz,Launsdorf, reichlich in der Sattnitz, bei Oberdrauburg, im Gail», Kanal» und Gailitztal, bei Arnoldstein, sowiein den Karawanken) und Südtirol ([in der Verbreitung fast mit Castanea vesca übereinstimmend] im unteren

den Römern fraxinus. Davon leitet sich das Wort fraxinetum [Bestand von Eschen] ab, welchen Namen einearabische Burg bei St. Tropez an der Riviera trägt und der von dort auf andere maurische Befestigungenübertragen worden ist.

Fig. 2910. Fraxinus Ornus L. a Blühender Zweig, b Zwitterblüte.c Weibliche Blüte, d Längsschnitt durch den Fruchtknoten, e Querschnittdurch denselben.