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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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1907
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1907

antique au Jasmin" sehr beliebt, das durch Aufstreuen der Blüten auf olivenölgetränkte Wolltücher und darauf»folgendes Auspressen der letzteren gewonnen wird. Als Ziergehölze für Mitteleuropa kommen in Betracht:J. officindle L. (= j. viminäle Salis.). Echter Jasmin. Bis 5 m hoch kletternder oder niederliegender Strauchmit anfangs leicht behaarten, frühzeitig verkahlenden, runden oder leicht kantigen, grünen, etwas glänzenden,rutenartigen Zweigen. Laubblätter grösstenteils gegenständig, 5» bis 7»zählig gefiedert; Teilblättchen länglich»lanzettlich oder länglich»rautenförmig, spitz, am Grunde rasch verschmälert, anfangs beiderseits am Grunde und amMittelnerven behaart, am Rande gewimpert. Blüten einzeln oder in 2» bis 12»blütigen, blattachselständigen,doldentraubigen Blütenständen, langgestielt, wohlriechend. Kelch mit 5 lineal-pfriemlichen, 6 bis IS mm langenZipfeln. Krone weiss; Kronröhre 15 bis 18 mm lang, mit S bis 9 mm langen, eiförmigen, spitzen, teller»förmig ausgebreiteten Zipfeln. VI. Heimat s Kaschmir, Persien. Seit langem in Indien und China in Kultur;seit 1597 auch in Mitteleuropa eingeführt, und als Spalierstrauch an sonnigen Mauern und Wänden in warmenLagen im Freien überwinternd. Der Strauch findet sich am südlichen Alpenfusse nicht selten in Hecken, inWeinbergen und an Felsen verwildert, so in Süd»tirol bei Meran (am Küchelberg und an derWassermauer), Brixen (bei Neustift und am Kra»kofel an Weinbergsmauern und in Berberisge»büschen), Bozen (am Hörtenberg, in FelsritzenbeimEinsiedler" seit 1820 völlig eingebürgert),in Judikarien bei Stenico, um Trient wie wildgegen Martignano und ai Giardini, Monti dei Frati,

Alle Laste gegen Campo Cristellotto, Borgo, fernerbei Arco, Riva, am Monte Brione und mehrfachbei Rovereto, in der Schweiz im Tessin im Cento»valli, bei Salorino, Besazio usw. In chinesischenWerken aus dem 16. Jahrhundert und später wirddie Pflanze als Droge (als Aphrodisiacum undAntispasmodicum) genannt. Die Zweige enthaltenetwas Mannit, ferner Stachyose, nach älterenAngaben auch ein Alkaloid Jasminin. J. n u d i»flöru m Lindl. (Fig. 2896). Bis 1,5 m hoher Strauchmit4»kantigen, rutenförmigen, zuletzt überhängen»den, kahlen, sattgrünen Zweigen. Laubblättergegenständig, 3-zählig, zur Blütezeit abgefallen;

Teilblättchen eirund bis länglich, anfangs beider»seits spärlich behaart, am Rande gewimpert, ober»seits glänzend, tiefgrün, unterseits fast weisslich.

Blüten einzeln, vor den Laubblättern erscheinend. Kelch gewimpert. Krone 1,5 bis 3 cm breit, sattgelb.Griffel länger als die Staubblätter. II bis IV, im Süden auch bereits ab XII. Heimat: wahrscheinlichNordchina, dort sowohl wie auch in Japan viel gebaut. Seit 1845 durch Fontane in Europa eingeführt undauch im nördlicheren Mitteleuropa, falls über Winter geschützt, gut fortkommend. Der Strauch gehört beiuns neben Hamamelis zu den ersten blühenden Freilandsgehölzen. J. primulinum Hemsl. Der vorigenArt recht ähnlich, aber Laubblätter wenigstens z. T. auch während der Blütezeit noch vorhanden und Blütegrösser, 4 bis 6 cm breit, heller gelb, mit rötlicher Streifung am Schlund, oft i gefüllt und Kelch vielfachinnen behaart. V, VI. Heimat: China, Yünnan. Erst in neuerer Zeit eingeführt. J. früticans L.(= Jasminum heterophyllum Moench, = J. hümile hört. p. p.). Bis 1,5 (2) m hoher, etwas sparriger, kahlerStrauch mit scharfkantigen, rutenförmigen, grünen Zweigen. Laubblätter wechselständig, 3=zählig oder einfach,kaum über 2 cm lang, länglich»spateiförmig, vorn stumpf oder ausgerandet, lederartig, winter« bis immer»grün, oberseits glänzend. Blüten heterostyl, fast geruchlos, in 2» bis 4»blütigen, an kurzen Seitensprossenstehenden Blütenständen. Kelch kahl oder fein gewimpert, mit pfriemlichen Zipfeln. Krone tiefgelb, bis 3 cmbreit. V bis VII. Heimisch im Mittelmeergebiete von Südfrankreich östlich bis Persien und dort vielfach inHecken, an sonnigen Hängen und an Felsen verwildernd, wird dieser hübsche Zierstrauch gern in Mittel»europa in Gärten angepflanzt. Im Hortus Eystettensis wird er 1597 als Gelsiminum catalönicum, Katalo»nischer Jasmin, aufgeführt. Er unterscheidet sich von unseren sonst gepflanzten Jasminarten durch den fastganz mangelnden Duft der Blüten. In den wärmsten Lagen Mitteleuropas wird er bisweilen verwildertangetroffen, so z. B. eingebürgert im Wallis bei Sitten und Tourbillon, Vaumarcus (Neuenburg; seit etwa1760), Neuenstadt (Kanton Bern) und in Südtirol (in der Umgebung von Rovereto in Vallunga und an derVallarsa bei San Rocco). Bei Neuenstadt am Bielersee finden sich von anderen mediterranen, eingebürgerten

Fig. 2896. Jasminnm nudiilorum Lindley. a Blühender Spross.b Blüte, c Blüte im Längsschnitt, d Fruchtknoten und Griffel, e Be-blätterter Trieb. / Austreibende Laubblattknospe.