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sind mediterran mit der einzigen, knollenbildenden Gattung Cyclamen. Dodecätheon wurde früher auchhierher gestellt. Die Lysimachieae sind über die ganze Erde verbreitet. In Europa ist aus der Unter«familie einzig die Gattung Pelletiöra A. St. Hil. (1 Art im extratropischen Südamerika) nicht vertreten.Die Gattung Asterolinum 1 ) Hoffmgg. et Link ist mit Lysimachia nahe verwandt und wurde wiederholt auchmit ihr vereinigt. Ausser A. Adoense Kunze in Abessinien kommt für das ganze Mittelmeergebiet (vonden Kanaren, Portugal und Marokko bis nach Südostpersien) in Betracht: A. Linum stellätum (L.) Duby(= A. stellätum Hoffmgg. et Link, = A. lysimachioi'deum St. Lag., = A. minimum (C. Bauh.) St. Lag., = A.serpyllifölium Ball, = Astrolinon pusillum Bub., = Lysimachia Linum stellätum L., = L. linifölia Salisb.,= L. serpyllifölia Poir.). Sternlein. Pflanze einjährig, von schmächtigem Wuchs, völlig kahl. Stengel aufrecht,einfach oder verzweigt, 2 bis 7 (10) cm hoch. Laubblätter gegenständig, bis 1 cm lang, lanzettlich, zugespitzt,sitzend, ganzrandig. Blüten einzeln in den Blattachseln, auf 2 mm langem, nach der Blütezeit zurückgekrümmtemStiel. Kelchzipfel 2 bis 2 1 /» mm lang, lineallanzettlich, lang und scharf zugespitzt. Krone mit sehr kurzerRöhre und ausgebreitetem, tiefgelapptem Saum, von zirka 1 */2 mm Durchmesser, weisslich; Kronlappen verkehrt,eirundlich, '/2 mm lang. Staubblätter etwas kürzer als die Krone. Fruchtkapsel glänzend.gelbbraun, vom Kelchsternförmig umgeben, kürzer als der Kelch (etwa l'/s mm lang), kugelig, vom erhärteten Griffel gekrönt,2» bis 3»samig. Samen dunkelbraun, von 1 mm Durchmesser, oberseits gekielt.gewölbt, unterseits kreisrundgehöhlt, mit tiefen, parallelen Furchen, die sich quer über die Seiten vom Kiel zur Höhlung hinziehen. —III bis V. Auf austrocknendem, schwach bewachsenem, unbebautem Boden in Macchien, an kurzgrasigen Stellen.Im südlichen Istrien verbreitet (Peroi, Pola, Altura, Carnizza, Brioni, S. Girolamo usw.). Das Vorkommen inIstrien stellt einen Ausläufer des mediterranen Areals dar und steht über die Quarnerischen Inseln und Dalmatienmit dem Hauptareal in direkter Verbindung. Eine Parallele dazu liefert Cyclamen repandum. Doch liebtAsterolinum im Gegensatz zu dieser Art offene, sonnige, meist humusarme Standorte, die nur im Winter undFrühling feucht sind, während des regenarmen Sommers aber völlig austrocknen. Aber bevor der Sommer beginnt,schon im Monat Mai, hat Asterolinum seine Samen zur Reife gebracht und ist abgestorben. Ganz ebenso verhaltensich seine Begleiter, die eine zwergwüchsige, frühblühende Therophytengesellschaft in der Garigue bilden, inden offenen oder schwach rasigen Partien zwischen dem niedrigen Strauchwerk. Zu dieser Gruppe gehören 1Arenaria serpyllifölia, Cerastium.Arten, Medicago minima u. a., Trigonella.Arten, Trifolium.Arten, ErodiumCicutarium, Euphorbia exigua, Helianthemum salicifolium, Scandix australis, Valerianella» Arten, PlantagoPsyllium. Von den Samoleae (einzige Gattung Samolus) sind die meisten Arten in den gemässigten Gebietender südlichen Halbkugel heimisch. Für Mitteleuropa ist die Unterfamilie der Androsaceae bei weitem dieinteressanteste, da sie in den Alpen eine grosse Formenfülle entwickelt mit zahlreichen endemischen Arten,während die übrigen Unterfamilien keine einzige Art besitzen, deren Verbreitungsgebiet sich auch nur einiger«massen auf Mitteleuropa beschränkt. Vielmehr gehören die meisten dieser Arten zum eurasischen oder hol«arktischen Florenelement; einige sind von engerer Verbreitung (westliches Europa, Mittelmeergebiet).
Wir haben versucht, die interessanten VerbreitungsVerhältnisse unserer Primulaceen in einer AnzahlArealkärtchen darzustellen. Trotzdem in Mitteleuropa die Verbreitung der Arten verhältnismässig gut bekanntist, boten sich doch einer genauen Darstellung manche Schwierigkeiten, die zum Teil in wirklichen Lückenunserer Kenntnisse oder in unzugänglicher Spezialliteratur ihren Grund haben, zum Teil aber darin, dassinfolge zahlreicher Verwechslungen sich von älterer bis in die neueste Zeit eine Menge von falschen oder sehrzweifelhaften Fundortangaben gehäuft haben, denen man auch in neuen Florenwerken wieder begegnet, füreinzelne Fälle sogar in der Monographie von Pax und Knuth. So viel uns möglich war, haben wir Spezial»kenner einzelner Gebiete um Auskunft angefragt. Gleichwohl dürften Fehler unterlaufen sein. Für die eigent«liehen Alpen und das Vorland im Gebiete der Flora wurde eine möglichste Genauigkeit im einzelnen angestrebt,wobei sich allerdings im südlichen Alpengebiet, soweit es in Italien liegt, manche Lücke oder Unsicherheitergab. Für die Westalpen wurde vor allem die Darstellung von Vidal (Comptes Rendus Soc. Franc;, pour1 Avencem. d. Sciences, 1907) zugrunde gelegt, unter Beiziehung der Florenwerke. In den übrigen Arealteilenist die Darstellung etwas schematisch erfolgt. Folgenden Forschern sind wir für freundliche Auskunft zu Dankverpflichtet 1 A. Artaria, Blerio; Dr. E. Baumann, Zürich; G. Beauverd, Genf; Dr. J. Braun»Blanquet,Zürich j Hofrat Dr. A. Degen, Budapest 5 Dr. Ernst Für r er, Zürich; Prof. M. Gortani, Pavia; Prof. S.Hruby, Brünn-, Dr. F. Jaquet, Freiburg (Schweiz); Prof. N. Kosanin, Belgrad; Prof. K. R. Kupffer,Riga; Dr. R. Leonhardt, Wien; Dr. K. Maly, Serajewo; Dr. F. Markgraf, Berlin; Prof. R. Pam.panini, Florenz; Prof. A. Paul in, Laibach; Dr. B. Pawlowski, Krakau-, Prof. J. Podpßra, Brünn-, Prof.A. 1 u 11 e, Utrecht; Direktor H. Sabidussi, Klagenfurt; Prof. W. Szafer, Krakau; Prof. R. Scharfetter,Graz; Dr. E. Schmid, Gams; Prof. A. Thellung, Zürich; Prof. F. Vierhapper, Wien; Prof. H. Wan-ge rin, Danzig.
') Grieth. <«nr : g [üster] und Xivov [linon]; wegen der Aehnlichkeit mit einer zwergigen Leinpflanze, beider die Früchtchen in dem sternartig ausgebreiteten Kelch sitzen.