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artigen Wärzchen, kahl. Fruchtkapsel eirundlich, flaumig, 1 bis 1,5 mm lang, 4=fächerig. Samenzahlreich, eiförmig, 0,2 bis 0,3 mm lang, flugfähig. — II bis IV.
Als Unterwuchs in den Quercus Ilex=Wäldern der Mediterranregion und nach derEntwaldung auf weite Strecken ein Hauptbestandteil der niedrigen Buschvegetation bildend.Vereinzelt auch im Linterwuchs der Quercus sessiliflora» und Kastanienwälder einigernördlich vorgeschobener submediterraner Vegetationsinseln. So noch im südlichsten Zipfelvon Judikarien bis zirka 600 m: bei Darzo und Lodrone, insbesondere beim Schlosse Lodroneund gegen Riccomassimo 450 bis 500 m. Ferner an den Grenzen des Gebietes am oberen
Comersee im Val Varrone bis 750 m (Br.=Bl.), zwischenRiva und Chiavenna und zwischen Colico und Mor=begno (Ha 11 er, Hegi).
Allgemeine Verbreitung: EuropäischesMittelmeergebiet, Madeira und Kanaren, Nordafrika,Kleinasien, Pontisches Gebiet, West=Kaukasus (Kolchis),Abessynisches Hochland 3000 bis 4000 m, Kilima»Ndscharo, Ruwenzori.
Die Art ist einigermassen veränderlich, insbesondere inder Blütenform and Grösse, sowie in der Behaarung. Die gewöhn,liehe Form var. genuina Nicotra zeigt eine dichte, abstehendeBehaarung, weisse, kugelig=glockige Blüten in vielblütigem, pyra-midenförmigem Blütenstand mit wenig vorragendem Griffel; var.rup£stris Chab. Zweige kahl oder verkahlend, Haare einfach.Blütenstand verkürzt mit spreizenden Aesten; var. äIbae Pamp.wie var. genuina, aber Blüten eiförmig; var. filii Pamp.Blüten zylindrisch=glockig. Eine Farbenspielart mit fleischrotenBlüten (f. Clärae [Pamp. pro var.]) ist selten, häufiger eineForm mit weit vorragendem Griffel (f. stylösa [Don pro var.]).Verbreitung und Konstanz dieser Varietäten und Formen sindnoch zu prüfen.
Im Mittelmeergebiet zählt die Baumheide zu den be.zeichnenden Leitpflanzen der Hartlaubgebüsche („Macchien"),hält sich aber in der Regel an die niederschlagsreicheren Ge.genden, also vorzugsweise an die Montanstufe, fehlt auch, oderist selten in reinen Kalkgebieten (z. B. im Bas.Languedoc). Anden unteren und mittleren Hängen der kalkarmen Gebirge spieltsie mit Cistus spec. und Sarothamnus physiognomisch undwirtschaftlich durch ihr massenhaftes, geselliges Auftreten eine hervorragende Rolle. Hierin erinnert sie anCalluna, die sie stellenweise ersetzt und an die Alpenrosen. Wie auf Kahlschlag in den Urgebirgsalpen eineUeberhandnahme der Alpenrosen und Vaccinien folgt, so erobern Cistrosen und Baumheide die kahlgeschlageneFläche mediterraner Silikatberge, und, einmal herrschend, behaupten sie den Platz, bis sie der Waldesschattenwiederum verdrängt. Die Bestände von Erica arborea beherbergen ausser einigen andern Sträuchern wietErica cinerea, Calluna, Cistus salvifolius, C. Monspeliensis und C. laurifolius, Sarothamnus spec., Adenocarpuscomplicatus, Osyris alba, Daphne Gnidium etc., namentlich zahlreiche einjährige Therophyten wie Aira spec.,Corynephorus canescens, Nardurus Lachenalii, Sagina apetala, Teesdalia nudicaulis und T. Lepidium, Helian»themum guttatum, Trifolium div. spec., Ornithopus compressus und O. perpusillus, Vicia gracilis, VeronicaDillenii, Filago spec. div., Senecio lividus, Arnosers minima, Tolpis barbata, Hypochoeris glabra usw. Siestellen in den meisten Fällen das erste Stadium der Wiederbewaldung dar, die sich ohne Einwirkung desMenschen in der Regel innerhalb 20 bis 30 Jahren vollziehen würde. Auf den Kanaren tritt die Art im Heide«wald mit Myrica Faya L. auf. Erica arborea verlangt ausser einer gewissen Luft» und Bodenfeuchtigkeit einelockern, durchlässigen, tiefgründigen Boden; daher ihr Fehlen auf kompakter, krumearmer Kalkunterlage. InKalkgebieten ist sie streng an die sandigen, tiefgründigen und etwas feuchten Stellen gebunden. Dagegen istsie durchaus nicht „kalkfeindlich" wie man bisher annahm. Sie vermag im Gegenteil einen recht hohenProzentsatz von CaCOs zu ertragen. L.Laurent (Etüde des causes qui determinent les stations de quel»
Fig. 2699. Erica arborea L. a Blühender Zweig.b Blüte.