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und Birken, in der Binnenheide auch prachtvolle, oft baumartige Wacholderbüsche von Zypressenwuchs treten indiesem Landschaftsbild hervor. Die west« und nordwesteuropäischen Heidegebiete stimmen im allgemeinenmit der Verbreitung der Bleicherde (Podsol) überein. Gegen Osten verliert sich die eigentliche Callunaheidemit der Annäherung an die kontinentalen Gebiete. In Nordfrankreich, Belgien, Holland, Deutschland, Jütlandund Ostengland erhalten die Heidegebiete etwa 60 bis 100 cm Jahresniederschlag, in Cornwall und demöstlichen schottischen Hochland 100 bis 150 cm; die Bergheide der Südsevennen bekommt 150 bis 200 cmJahresregen. Im mediterranen Quercus Ilex.Gebiet tritt Calluna zwar nicht mehr für sich allein bestandbildendauf, aber sie kann in der Cistus.Macchie und vor allem im Lavendula Stoechas»Erica scoparia-Busch mitherrschendwerden. Hier erträgt sie unbeschadet die mehrmonatliche, oft absolute Trockenzeit bei einem jährlichenRegenfall von 60 bis 80 cm. An ihren südlichsten Vorposten im marokkanischen Rifgebiet fand sie derBearbeiter in der Cistus ladaniferus.Macchie auf kalkfreiem Roterdeboden bei etwa 50 m Meereshöhe nebenErica umbelläta, Erica arbörea, Pulicäria ödora usw. Im Alpengebiet sind es vorzugsweise die niederschlags»reichen Aussenketten und im Innern der subalpine Nebelgürtel, sowie der untere Teil der alpinen Stufe, dieausgedehnte Callunabestände aufweisen. Im Föhrenbezirk der Zentralalpentäler mit subkontinentalem Klima spieltdas Heidekraut eine untergeordnete Rolle; grössere Calluna.Herden überschreiten hier nirgends die Baumgrenze.
Die Bodenansprüche der Art bewegen sich innerhalb weiter Grenzen. Sie besiedelt ebensowohl denwasserdurchtränkten sauren Humus des Sphagnummoors, die feuchten Vertiefungen undurchlässiger, tonigerAlluvialböden, wie den trockenen, durchlässigen Sand, den feldspatreichen, grobkörnigen Felsschutt und Grusdes Granites und den anstehenden Fels. Thurmann nennt sie für seine eugeogenen, d. h. leicht verwitterebaren, psammischen Böden charakteristisch, Gola für Böden mit geringer Konzentration der Nährlösung (gelischeund pergeloide Böden). Darin gehen aber die meisten Forscher einig, dass Calluna reine Kalkböden meidet undauch die Berieselung mit kalkreichem Wasser nicht gut verträgt. In den Alpen wird daher zur Bekämpfung desHeidekrautes auch Bewässerung empfohlen. Im Kalkgebiet der Schwäbischen Alb ist Calluna nur sehr selten und aufkleinen Flächen herdenbildend auf Kiesel» oder ausgelaugtem Dolomitboden und auf dem Sandboden des Eisen,sandsteins anzutreffen. Auch im Jura findet sie sich nur zertreut auf eugeogenen psammischen Böden, häufigerbloss in den Mooren. Grössere Heidekrautbestände überziehen die flachen Rücken des Hauptkammes derVogesen, namentlich zwischen dem Weissen See und Schlucht. Im herzynischen Bergland sind ausgedehnteCallunaheiden nicht selten zwischen (300) 400 und 800 m ü. M., ebenso im Erzgebirge. Dagegen ist die Art aufdem Basalt des letzterem vorgelagerten Liesengebirges an der Eger nicht anzutreffen; Stelzhamer (briefl.) hältdie Pflanze daher für ausgesprochen basaltfeindlich, was aber nur lokal zutrifft. Weite Strecken deckt sie imLirgebirge des Bayerischen» und Böhmerwaldes, während sie dort nach Send tn er auf Kalk fehlt; auch inNiederösterreich liegen die zusammenhängenden Heidekrautbestände auf den Gneiskuppen des Jauerlings900 bis 950 m ü. M. Im Alpenvorland ist Calluna ein guter Zeiger der Deckenschotter, meist von VacciniumMyrtillus, Sieglingia decumbens, Deschampsia flexuosa, Carex pilulifera, Genista Germanica, Teucrium Scoro»donia, Lathyrus montanus, Pteridium aquilinum begleitet; in einigen Tälern der Kalkalpen, folgt sie fastausschliesslich den Moränenablagerungen, die auch Silikatgesteine einschliessen. Ganz ähnlich finden wirsie im Mediterrangebiet Südfrankreichs (insbesondere des Bas-Languedoc) an die diluvialen Kiesablagerungender Flüsse, besonders der Rhone gebunden; dem zwischenliegenden weiten Kalkgelände fehlt sie ganz. Woimmer Calluna überhaupt auf Kalksubstrat vorkommt, ist diesem entweder eine Ton« oder Humuschicht über«gelagert, oder der Kalkgehalt ist durch Auslaugung herabgesetzt. Doch berichtet Kraus, die Pflanze imMuschelkalkgebiet bei Würzburg noch auf relativ kalkreichem Boden mit 3,4 °/o CaCOa-Gehalt gefunden zuhaben und in der Auvergne ergab eine Bodenprobe aus dem Callunetum auf vulkanischem Substrat sogar4,7°/o CaCOs (Luquet). Büsgen, der die Besenheide in Böden aus Quarzsand und aus ziemlich tonreichemMuschelkalk züchtete, fand, dass die Pflänzchen des Kalkbeetes im Wachstum zurückblieben und nur spärlichblühten, während sich jene des Quarzsandbeetes normal entwickelten. In Bezug auf den Säuregrad (Wasser»Stoffionenkonzentration) des Bodens zeigen sich je nach Standort und Lage erhebliche Unterschiede. AufTrockenböden im südlichen England fand Salisbury unter Callunagestrüpp Werte, die zwischen 6,8 und5,1 pH. schwanken. Unter der Einwirkung von Erdwürmern verringert sich die Azidität um einige Zehntel,indem die Exkremente der Würmer einen etwas erhöhten pH.=Wert als die Erde, der sie entstammten, ergeben.Im Schweizerischen Mittelland ergab typischer Callunahumus aus der obersten 2 bis 5 cm tiefen Schicht 5,5bis 4,9 pH. Die von Calluna, Erica scoparia und Lavandula Stoechas bestockten Roterdeböden der Diluvial,kiese Südfrankreichs (Umgebung von Montpellier) dagegen zeigen eine wesentlich geringere Hdonenkonzen.tration, nämlich 6,9 bis 6,1 pH. in der obersten Bodenschicht (2 bis 5 cm tief) und 6,S bis 6,2 pH. im Wurzel»bereich der Calluna selbst. Die Callunaböden sind nach obigen Untersuchungen weniger sauer als dieVaccinium Myrtillus», Vaccinium uliginosum« und Loiseleuria procumbens»Böden. Zwei Bodenanalysenaus typischen Calluneten auf vulkanischer Unterlage in der Auvergne bei 1000 bis 1200 m ergaben folgen,des Resultats