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5,3 (1927) Dicotyledones : (IV. Teil), Sympetalae
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hängenden Sumpfmoosteppiche, im Maximum bis 1830 m im Engadin, 1710 m bei Arosa,im Erzgebirge bis 1100 m.

Die Zahl der Fundorte dieser ökologisch eng angepassten und auf Bestandeswechsel scharf reagieren»den Hochmoorpflanze vermindert sich zusehends; doch ist sie noch immer in ganz Nord« und Mitteldeutschland,in Böhmen, Mähren, Schlesien, Ober» und Niederösterreich sehr verbreitet, wenn schon strichweise ausMangel an geeigneten Standorten fehlend.

In den Vogesen namentlich vom Sewensee bis zum Weissen See und dann zwischen Büsch undNiederbronn; aber auch im Saarkohlenbecken bei Weissenburg und im Hagenauer Wald. In Süddeutschlandmeist spärlich und meist in höheren Lagen über 600 m. Im Schwarzwald nordwärts bis Herrenalb, nach Ostendie Nagold nicht überschreitend; Baar; Schwäbische Alb (selten: Onstmettingen, Schopfloch); Oberschwabenauf Hochmooren verbreitet, meist über 600 m, aber mehrfach bis 400 m herab (Bodenseegebiet). Aus Ober»Schwaben sind über 100 Fundstellen bekannt (ob hier z. T. nicht auch O. microcarpus?), die mit wenigenAusnahmen im Bereich der Jungmoränender Würmvergletscherung liegen; Bayeri»sches Alpenvorland und Alpengebiet, bis1250 m ansteigend. Bayerischer, und Böh»merwald, herab bis Regensburg, Nord-bayern, Pfalz; fehlt aber im bayerischenJura» und Muschelkalkgebiet, wie auch imFrankenwald. In Böhmen, Mähren, Schlesienund in den österreichischen Alpenländernziemlich verbreitet, in Steiermark und Tirolbis 1700 m ansteigend, nur im Süden(Kärnten, Krain, Südtirol) seltener. In derSchweiz namentlich in den voralpinen undjurassischen Mooren, südlich bis la Trelasseim Genferjura. Zerstreut in den Torf,mooren des schweizerischen Mittellandes iKatzensee, Dübendorf usw. bei Zürich 420 bis 450 m, Wauwiler Moos, Burgmoos, Meyenmoos bei Burgdorf,Reutigenmoos, Löhrmoos bei Bern, Moore von Jongny und Gourze im Waadtland usw. Fehlt den KantonenBasel, Uri und Tessin; im Wallis nur (subsp. microcarpus) am Lac de Champey; in Graubünden selten,aber bis 1710 m bei Arosa.

Allgemeine Verbreitung: Ganz Mittel 8 und Nordeuropa bis 71° 4' nördl.Breite in Lappland, südwärts (subsp. vulgaris Blytt) bis zu den Monts d'Aubrac in Zentral'frankreich, aber nicht mehr in den Pyrenäen, auch nicht in Spanien, Norditalien (früher auchin der Toskana am Lago Bientina; jetzt erloschen), Kroatien, Rumänien, in Russland isoliertnoch bei Charkow, Saratow und Samara. Fehlt im Kaukasus, dagegen im Ural und durchganz Sibirien bis zur nördlichen Mandschurei; an der Schiganka nordwärts bis 67° nördl.Breite, Altai, Baikalgebiet, Nord= und Mitteljapan, Kamtschatka, Aleuten. Boreales Amerika,südwärts bis Nord=Carolina, Michigan, Minnesota und Britisch Columbia, Grönland zwischen60° und 64° 10' nördl. Breite selten.

Von der Hauptart (subsp. vulgäris [Blytt]), nicht immer scharf zu trennen und durch Zwischen,formen wohl (ob ausschliesslich?) hybrider Natur mit ihr verbunden ist die subsp. microcarpus (Turcz.).Diese unterscheidet sich meist deutlich durch erheblich kleinere Dimensionen der Laubblätter, Blüten undFrüchte und den kahlen oder nahezu kahlen Blütenstiel (bei subsp. vulgaris ist er deutlich behaart). Laub»blätter nur etwa 4 bis 6 mm lang, schärfer zugespitzt, vom Blattgrunde an verschmälert. Beeren meist deutlichverlängert, 5 bis 7 mm im Durchmesser, birn« oder zitronenlörmig. Blüht 1 bis 2 Wochen früher als diesubsp. vulgaris.

Bisher vom Typus nicht genügend unterschieden und daher wohl öfters übersehen oder verkannt.Die Verbreitung, soweit sich bisher übersehen lässt, deutet auf eine Glazialreliktpflanze. Sie ist bekannt ausNorddeutschland (Usedom, Löcknitz, Grambow). Hieher wohl auch die kleinfrüchtige Form, die W. G1 ei s b er g(Berichte der Deutschen Bot. Gesellschaft. 1920, Heft 10) von Neuhammer bei Proskau beschreibt. Ueber ihrVorkommen in den Mittelgebirgen liegen keine Nachrichten vor; dagegen dürfte sie gleich manchen unzweifel.haften Glazialrelikten in den Alpenländern verbreitet sein. Bisher wurde sie im Schweizer Jura an mehreren

Fig. 2690. Oxycoccus quadripetalus Gilib. a, b Blüte (vergrössert).c Staubblätter, d, e Staubblatt. / bis h Frucht der subsp. microcarpus.

(Turcz,).