1611
Ostasien), Pernöttya (26 Arten bis auf eine tasmanisch.neuseeländische Art auf Amerika, besonders auf dieAnden, beschränkt), Pernettyöpsis (2 Arten im malayisdien Gebiet), Chiögenes (je eine Art in Nord,amerika und in Nippon) und Wittsteinia (W. vaccinidcea F. v. Müll, in den Gebirgen von Viktoria).
2c. Arbut^ae. Frucht eine Beere oder Steinfrucht. Staubbeutel mit 2 herabgebogenen, abgegliedertenAnhängseln. Hierher die beiden Galtungen Arbütus (pag. 1664) und Arctostäphylos mit Ärctous (pag. 1656).
3. Unterfamilie Vacciniofdeae. Fruchtknoten völlig unterständig. Frucht eine Beere.
3a. Tribus Vaccinieae. Krone krug«, glocken« oder radförmig. Staubblätter getrennt. Frucht,knoten vom Blütenstiel scharf abgesetzt. Hierher die Gattungen Rigiolöpis (monotypisch auf Borneo),Gaylussdcia (40 Arten in Amerika), Vaccinium (pag. 1667), Catanth6ra (C. lysipötala F. v. Müll,in Neuguinea), Corallobötrys (1 Art im Khasia=Himalaya) und Disterigma (3 Arten in den Hochandenvon Zentralamerika).
3b. Thibaudi^ae. Krone röhrig, zylindrisch, unten bauchig. Staubblätter getrennt oder zu einerS äule verwachsen. Hierher zahlreiche Gattungen der Tropen der Alten und Neuen Welt (P en t ap t ery gium,Agap^tes [mit 30 Arten in Südasien], Päphia, Sphyrospörmum, SophocUsia, Orednthes, Macleänia,Anthöpterus, Notöpora, Findlaya, Cavendishia, Psammisia, Englerodöxa, Hornemännia,Thibaüdia [mit etwa 50 Arten in Amerika] und Neojunghühnia); es sind grossenteils Epiphyten.
4. Unterfamilie Ericofdeae. Kronblätter vereint, nach dem Blühen trockenhäutig, bleibend. Staub«blätter oft geschwänzt. Frucht eine in der Mitte der Klappen (selten in den Scheidewänden) aufspringende, viel,oder wenigsamige Kapsel oder eine 1« bis 2-samige Nuss.
4a. Eric^ae. Fruchtblätter mit zahlreichen Samenanlagen. Kapsel vielsamig. Stark verbreitet inSüdafrika. Hierher die Gattungen Callüna (pag. 1689), Erica (pag. 1700), Anis^rica, Platycalyx,Macnäbia, Bruckenthälia (pag. 1622), Philippia, Ericin6lla und Bleeria.
4 b. Karpelle mit je 1 Samenanlage oder Fruchtknoten 1.fächerig mit 1 Samenanlage. Nur im Kapland.Hierher die Gattungen Er6mia, Eremiöpsis, Simöchilus, Sympi6za, Lept6rica, Scyphogyne,Codonostigma und Saläxis.
Die Umgrenzung der Ericaceae und die Erkenntnis ihrer phylogenetischen Verwandtschaftsbeziehungenhaben durch die entwicklungsgeschichtlichen Untersuchungen von Artopoeus 1 ), Peltrisot') und Samuels.son 8 ) neuerdings eine bedeutsame Vertiefung erfahren. In seiner Bearbeitung der Ericaceen für Englerund Prantl's Pflanzenfamilien stellte sie Drude zwischen die Lennoaceae (diese werden neuerdings vonH. Hai Ii er und Wettstein zu den Tubiflorae in die Nähe der Hydrophyllaceae und Borraginaceae gebracht)und die Epacridaceae. Die jüngsten Untersuchungen lassen aber keinen Zweifel darüber, dass die früher zu denTricoccae (Warming) oder Celastrales (Wettstein) gerechneten Empetraceae mit den Ericaceae aufsnächste verwandt sind. Die wichtigsten Gründe, die zur Zusammenführung der Empetraceae und der Ericaceaegeführt haben, hat Gunnar Samuelsson in seiner schönen Arbeit von 1913 dargelegt. Seither sind nochweitere Momente hinzugekommen, die für die nahe Verwandtschaft der zwei Familien sprechen. SchonJussieu (1791) stellte übrigens Empetrum zu den »Genera Ericis affinia», allerdings hauptsächlich auf Grunddes ericoiden Aeussern. Aber auch später sind zahlreiche Systematiker von Ruf wie Agardh, Baillon,Solms.Laubach, Hallier für die Verwandtschaft der Empetraceae mit den Ericaceae eingetreten, währenddie Mehrzahl der modernen Systematiker — unter steter Betonung der unsichern Stellung — die Empetraceaenoch bei den Buxaceae einreihen. Die Untersuchungen von Samuelsson über den Blütenbau und dieEntwicklungsgeschichte der Blüten haben nun aber gezeigt, dass die Empetraceen entweder mit den Ericaceenzu vereinigen, oder doch ihnen nahe zu stellen sind. Schon Solms.Laubach (1870), der die Struktur derPollenkörner der Ericaceae und Empetraceae vergleichend studiert hatte, fand eine vollständige Uebereinstimmungim feineren Bau der Pollentetraden der beiden Sippen. Hallier wies sodann darauf hin, dass beide tenuinu.zellate, unitegminate Samenanlagen besitzen. Eine weitere Uebereinstimmung ergibt sich aus der Struktur derAntheren, die sich durch Längsspalten öffnen und kein Endothecium aufweisen. Diese Verhältnisse treffen wirwieder bei den Ericaceen-Gattungen Loiseleüria und Leiophyllum, während bei den Buxaceen ein normalesEndothecium vorkommt. Aehnlich liegen die Verhältnisse beim Studium der Samenanlagen; letztere sind mitdenen der Bicornes.Typen vollkommen übereinstimmend gebaut. Wahrend die Samenschale der Empetraceae«inschichtig ist und aus der Epidermis der Samenknospe entsteht, entwickelt sie sich bei den in Frage kommendenVertretern der Geraniales .Sapindales aus 2 Integumentschichten. Das Endosperm von Empetrum wird wie bei
l ) Artopoeus, Albert. Ueber den Bau und die Oeffnungsweise der Antheren und die Entwicklung
der Samen der Ericaceen. Flora. Bd. 92 (1903).
s ) Peltrisot, C. N. D6veloppement et strueture de la grame chez les Ericac^es. Journ. de Bot. 18, 1904.
') Samuelsson, Gunnar. Studien über die Entwicklungsgeschichte der Blüten einiger Bicornes.Typen.
Svensk Bot. Tidskrift. Bd. 7, Heft 2, 1913.
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Hegi, Flora. V, 3.