grünen, im Herbst scharlachrot verfärbenden, in den Nervenwinkeln rostfarben gehärteten Laubblättern. Heimat:Japan, Zentral»China. Nur im transalpinen Gebiete gepflanzt (=Benthamia Japönica Sieb, et Zucc.)C. Ko usa Buerger.
Die wichtigste der kultivierten Arten, die z. T. in Mitteleuropa in der Einbürgerung begriffen ist,ist C. alba L. Bis 3 m hoher Strauch oder Baum mit i überhängenden, anfangs angedrückt behaarten,seltener dicht filzigen, zuletzt verkahlenden, hellrötlichen oder braunroten Zweigen. Laubblätter auf 1 bis 4 cmlangen Stielen, lanzettlich bis eiförmig.elliptiscli oder breit»eiförmig, vorn spitz oder kurz zugespitzt, oberseitsdunkelgrün, angedrückt behaart, unterseits graugrün bis fast weisslich, fein papillös, ± angedrückt behaart, mit
5 bis 7 bogig»aufsteigenden, erhabenen Nervenpaaren. Blüten in flachen Trugdolden, auf 2 bis 5 mm langenStielen. Kelchblätter etwa so lang wie der anfangs gelbliche, zuletzt rötliche Diskus, seltener kürzer oder fastfehlend. Kronblätter 3 bis 4 mm lang. Staubblätter so lang wie die Kronblätter oder länger. Griffel unter»halb der Spitze nicht oder nur wenig verdickt. Frucht länglich oder kugelig, weiss oder hellbläulich. Stein zusammen»
gedrückt, breiter als lang, am Grunde kurz spitzigbis lang geschnäbelt, vorn i abgerundet, gerippt.Zerfällt in 3 Unterarten, die auch im Gebiete ange»pflanzt werden: 1. subsp. stolonifera (Midix.)Wangerin. Meist niedriger, i ausgebreiteter, durchwurzeltreibende Ausläufer (Fig. 2588 e) sich ver»mehrender Strauch. Zweige purpurrot, mit inder Regel deutlich lang zugespitzten, unterseitsoft fast kahlen Laubblättern. Kelchblätter denDiskus an Länge erreichend. Stein so lang wiebreit oder breiter, meist 3 bis 4 (bis 6) mm langund 5 (4) mm breit, am Grunde zugespitzt, ander Spitze abgerundet. — V, VI. — Heimat:Nordamerika, Kanada (von Neubraunschweig undder Seenregion nach Nordwesten vordringend),südwärts in den Vereinigten Staaten und Mexiko.Aendert vielfach ab: var. Colorad6nsisKoehne. 2»jährige Zweige stark bogig »zurück»gekrümmt, trüb, braunrot, Laubblätter etwa doppeltso lang wie breit, mit 6 bis 7 Nervenpaaren. —var. flavirdmea Rehder. Wie der Typus, aberZweige im Winter schön gelb. — var. nitidaKoehne. Wie der Typus, aber Zweige im Wintergrün. Laubblätter oberseits glänzend grün, mitb bis 8 Nervenpaaren. Früchte milchweiss. —var. eldta Koehne. Wie vorige, aber Wuchs mehr aufrecht. Laubblätter oberseits glanzlos, mit 5 bis
6 Nervenpaaren. Frucht lichtblau. — var. elongäta Koehne. Wie var. nitida, aber Laubblätter 2 l /2 »mallänger als breit, mit meist 5 Nervenpaaren. — var. B6hnschi Schelle. Laubblätter weissbunt. — var.variegata Koehne. Laubblätter gelbbunt. — 2. subsp. Bail6yi (Coult. et Ev.) Wangerin. Von der sehrähnlichen subsp. stolonifera unterschieden durch mehr aufrechten Wuchs, auch 1 »jährig behaarte Zweige mitäusserst dicht weiss sammetartig behaarten Sprossspitzen und meist unterseits reichlich kraus behaarten, mehrgrauen und matten Laubblättern. Heimat: Nordamerika, von Pennsylvanien bis Minnesota und dem Nordwest»Territorium, Wyoming und Nebraska. — 3. subsp. Ta tdrica (Mill.) Wangerin. Bis über 3 m hoher Strauchoder Baum mit glänzend blut» oder korallenroten, Jung auch bereiften Zweigen und nicht deutlich sammetartigbehaarten Zweigspitzen. Laubblätter oberseits glänzend grün, unterseits angedrückt behaart, seltener auchmit längeren abstehenden Haaren. Kelchblätter deutlich kürzer als der Diskus oder öfters fast fehlend. Steinmeist länger als breit, schief, am Grunde meist lang geschnäbelt, vorn spitz. — IV, V. — Heimat: Vom■westlichen Russland durch Sibirien bis zur Mandschurei, Korea. Aendert ab: var. Sibirica Lodd. Zweigewährend des Winters auffallend korallenrot — var. arg6nteo»margindta Rehder. Laubblätter weissberandet. — var. Spaethii Wittmack. Laubblätter vom Sommer ab breit»goldgelb gerandet oder gelb, beimAustrieb bronzefarben. — var. Gouchdulti Carr. Laubblätter weissgelb und rot panaschiert. — Vonden 3 Unterarten, von denen subsp. stolonifera 1741, seit längerem auch subsp. Baileyi und seit1824 subsp. Tatarica eingeführt worden sind, ist die erstgenannte die am weitaus häufigste, die in vielenGebieten auch verwildert und i eingebürgert angetroffen worden ist, so in Deutschland in Bayern an derLaiblachmündung, Holdereggen bei Lindau, zwischen Reutenen und Wasserburg am Bodensee, Glashütte bei Schlier»see, zwischen Starnberg und Possenhofen, Seeshaupt (1924), Murnau (1925), Regensburg, im Ursprungstal bei
Fig. 2588. Cornus alba L. subsp. T a t a r i c a (Mill.) Wangerin. a Fruch-tender Zweig, b Zweig im Winterzustand, c Sprossknospe, d Steinkern.— subsp. stolonifera (Michx.) Wangerin. e Wurzelausläufer.