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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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74 (10*). Fruchtwand unbewehrt (aber zuweilen rauhhaarig), mit starken Rippen oder breiten, ausden Nebenrippen sich entwickelnden, zuweilen dornig-gezähnten Flügeln. Fruchthalter tief 2-teilig. (Tribus 11.Laserpitfeae) 75.

74*. Fruchtwand durch freie Stacheln oder Stachelleisten an den Nebenrippen stark bewehrt. Nähr»gewebe an der Fugenseite fast flach. (Tribus 12. Daüceae.) Einzige Gattung bei uns: Teilfrüchte mit je 4in eine Stadielleiste (oft mit Widerhaken) aufgelösten Nebenrippen. Hüllblätter fast stets blattartig, fiederteilig.Fruchthalter ungeteilt Daücus pag. 1501.

75. Rand der Teilfrüchte von den seitlichen Hauptrippen gebildet. Nebenrippen leistenförmig aus»gebildet; Teilfrucht sehr schmal 9-flügelig, die Flügel der Hauptrippen etwas breiter als die der hohlen (d. h. vonje 1 grossen, im Querschnitt dreieckigen Oelstriemen erfüllten) Nebenrippen. Gefässbündel der Hauptrippenim Querschnitt 3-eckig-eiförmig, in radialer Richtung gestreckt. Nährgewebe des Samens an der Fugenseite fasthalbmondförmig.ausgehöhlt. (Subtribus IIa. Laserinae Thellung [= Silerinae Drude].)')

Einzige Gattung s Kronblätter weiss. Laubblätter doppelt 3»zählig=zerschnitten, mit grossen, breitenund stumpfen, gelappten oder stumpf.gekerbten Abschnitten. Hülle 0 (oder 1» bis 2=blättrig); Hüllchenblätterwenige, unansehnlich, abfällig. Tracht von Laserpitium L&ser pag. 1464.

75*. Rand der Teilfrüchte von den seitlichen Nebenrippen gebildet; die seitlichen Hauptrippen aufdie Fugenseite gerückt. Nebenrippen nach der Blütezeit zu 2 bis 4 Flügeln auswachsend (vgl. jedoch Siler mitzuweilen sehr schwach entwickelten Flügeln). Gefässbündel der Hauptrippen im Querschnitt quer-elliptisch(tangential gestredet) bis kreisrund 76.

76. Nährgewebe des Samens an der Fugenfläche tief gefurcht, im Querschnitt fast hufeisenförmig,die umgebogenen Ränder an der Fugenfläche einander stark genähert. Hauptrippen auf der Innenseite desBündels von einem verhältnismässig grossensekundären" Oelstriemen durchzogen. (Subtribus 11 b. Elaeo-selininae.) Ohne Vertreter bei uns.

76*. Nährgewebe an der Fugenfläche geradlinig.abgeflacht oder nur breit® und seicht-ausgehöhlt (imQuerschnitt halbelliptisch bis bohnenförmig, selten fast halbmondförmig). Subtribus 11c. Thapsiinae . . 77.

77. Nebenrippen meist sämtlich (4 an jeder Teilfrucht) zu i breiten Flügeln auswachsend (die beidenmittleren Flügel oft schmäler, bei Siler montänum zuweilen selbst fehlend?); Hauptrippen fädlich oder schmal;vorspringend. Kelchrand mit breit»lanzettlichen bis plriemlichen, spitzen Zähnen. Kronblätter weiss, rötlichoder gelblich (doch nie im frischen Zustande einfarbig.reingelb), verkehrt-eiförmig oder spateiförmig mit herz,förmiger Ausrandung und tief.herabgeschlagenem Mittelzipfel 78.

77*. Nur die seitlichen Nebenrippen (2 an jeder Teilfrucht) zu breiten Randflügeln auswachsend, seltenerauch die beiden mittleren Nebenrippen (viel schmäler»)geflügelt. Kelchrand stumpf oder kleingezähnt. Krön,blätter gelb, mit nicht ausgerandeter, lang.eingebogener Spitze. Bei uns nur kultiviert. Thäpsia pag. 1500.

78. Oelstriemen der Hauptrippen ansehnlich (wenngleich kleiner als diejenigen der flügeiförmigenNebenrippen), einzeln auf der Innenseite der Gefässbündel (zwischen diesen und dem Samen) verlaufend;Oelstriemen der Nebenrippen im Querschnitt dreieckig. Oberhautzellen der Fruchtwand mit sehr dicker (imBereiche der Hauptrippen im Querschnitt fast die Höhe des Zelllumens erreichender), aussen fast glatter Aussen«wand. Frucht länglich. Laubblatt-Abschnitte (bei unserer Art) ganzrandig, von einem Knorpelrande umzogen;Maschen des feinen Adernetzes parallel zu den schief-verlaufenden Seitennerven 1. Ordnung längsgestreckt Siler [Miller, nec auet. rec.| pag. 1467.

78*. Oelstriemen der Hauptrippen, wenn vorhanden, klein und unansehnlich, am äusseren Randedes Gefässbündels gelegen; Oelstriemen der Nebenrippen im Querschnitt quer-elliptisch. Oberhautzellen derFruchtwand mit dünner, im Bereich der Hauptrippen aussen gefältelt-gestreifter Aussenwand. Frucht eilip»soidisch. Feines Adernetz der Laubblatt-Abschnitte, wenn deutlich ausgebildet, aus rundlich-vieleckigen(isodiametrischen) Maschen gebildet oder die Maschen parallel dem Mittelnerv längsgestreckt, selten (bei L.

nitidum) die Maschen etwas schief-verlängert und zugleich die Abschnitte dicht gesägt

Laserpitium pag. 1472.

') Die Einreihung der Laserinae (Silerinae) nach Drude unter den Laserpitfeae (als mit denElaeoselininae und Thapsiinae koordinierte Gruppe) ist sicherlich höchst unnatürlich mit Rücksicht auf die starkabweichende Stellung der seitlichen Hauptrippen, der zweifellos eine viel höhere systematisch-phylogenetischeBedeutung zukommt als der (übrigens sehr schwachen) Leistenbildung der Nebenrippen bei Laser (= Silerauet.). Die Elaeoselininae und Thapsiinae finden gleich den Dauceae (durch die Vermittlung derselben) ihrennatürlichen Anschluss bei den Caucalinae unter den Scandiceae, wie dies auch in dem System von Calestani(1905) zum Ausdruck kommt (auch nach den embryologischen Untersuchungen von Häkansson [1923] ist Daucusnäher mit Orlaya verwandt als mit Laserpitium), während die Laserinae auch nach Calestani beidenPeucedaneae (Ferulinae?) anzuschliessen sind.