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99. Fam. UmbelHferae 1 ) (Morison) B. Juss. (= Ammiaceae Presl, = ApiäceaeLindley, = Daucäceae Alef.). Doldengewächse. 2 )
Kräuter oder Stauden, sehr selten niedrige, strauchartige Holzgewächse. Laubblätterfast stets wechselständig 3 ) (bei Bowlesia regelmässig gegenständig), am Grunde scheidig=umfassendoder bauchig aufgeblasen, auf hohlrinnigem oder röhrigem Stiel (Fig. 2298, 2299) die seltenungeteilte und ganzrandige (Bupleürum), meist gezähnte oder in mannigfachster Weise hand»
oder fiederförmig gelappte oder 1» bis mehr»fach zerteilte (bei Hydrocötyle fast kreisrundeund schildförmige) Spreite (Fig. 2298) tragend,zuweilen mit Nebenblättern (Hydrocötyle) 4 )(die nicht in einen scheidigen Stiel und eineSpreite gegliederten, ganzrandigen Laub»blätter von Bupleürum unddie grasartigen, parallel»nervigen, oft gezähnten,an Bromeliaceen erinnern»den Laubblätter von Aci»phylla und Eryngium»
Arten sind vielleicht rieh»tiger als Phyllodien [d. h.blattartig»verbreiterteBlatt»stiele bezw. Blattspindelnohne Spreite] aufzufassen,die stielrund=pfriemlichenLaubblätter von Cräntziaals aus Blattstiel und Blatt»spindel ohne Fiederab»schnitte bestehend). Stengelmeist gerillt und knotig=gegliedert. Wurzeln, Stengel, Laub» und Fruchtblättervon Balsam oder Gummiharz führenden Sekretkanälen durchzogen. Blüten»stände einfache oder zusammengesetzte Dolden (durch Schwinden der Blüten»stiele zuweilen kopfförmig), am Stengel und dessen Verzweigungen endständigund aus den oberen Blattachseln seitenständig, durch Uebergipfelung zuweilenscheinbar blattgegenständig; die äusseren Doldenstrahlen und Blütenstiele amGrunde häufig von Hoch» und Tragblättern (= Hülle bezw. Hüllchen) gestützt. 5 )
Blüten meist klein und unansehnlich, nur durch ihre grosse Zahl und die Anordnung zu dichtenGesamtblütenständen auffällig, in der Regel zwitterig (selten vielehig oder ein» bis zweihäusig
Fig.2299. PeucedanumCervaria (L.) Lapeyr.Laubblätter mit stark aus-gebildeter Scheide.
*) Lat. umb6lla = Sonnenschirm, in der botanischen Kunstsprache = Dolde.
2 ) Bearbeitet (1925) von Professor Dr. Albert T h e 11 u n g, Zürich (mit Zusätzen von G. Hegi). — Haupt«sächlichste Literatur s O.Drude, Umbelliferae (Apiaceae, Doldengewächse) in Engler und Prantl, Die natür«liehen Pflanzenfamilien III. Teil, 8. Abteilung, pag. 63 bis 250 (1897 bis 1898).
8 ) Nur an der Spitze des Stengels (im Gesamtblütenstand) finden sich oft gegen» oder quirlständigeLaubblätter, die (gleichfalls gegen« oder quirlständige) Seitendolden in ihren Achseln tragen.
*) Die gelegentlich als Nebenblätter angesprochenen Gebilde am Grunde der Scheide der Stengel«blätter bei Carum Carvi sind richtiger als herabgerückte Fiederabschnitte zu deuten.
5 ) Bei Eryngium finden sich ausserdem im Innern der kopfförmigen Dolden zwischen den einzelnenBlüten (am Grunde der Blütenstiele) Tragblätter, die wie bei den Compositen als „Spreublätter" bezeichnetwerden können.