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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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Die Familie der Araliaceen hat mit den Umbetliferen so enge verwandtschaftliche Beziehungen,dass sie früher von Baillon, sowie neuerdings von Rouy und Foucaud mit dieser vereinigt wurde.Beiden Familien gemeinsam ist das Vorkommen von schizogenen Harzgängen und von doldigen Einzelblüten,standen. H. Cammerloher (Oesterr. Bot. Zeitschrift. Bd. 60, 1910) hat auch nachgewiesen, dass bei allenUmbelliferen und bei vielen Araliaceen sidi in jedem Fruchtfach der Anlage nadi 2 Samenknospen vorfinden,dass sich aber von diesen beiden normalerweise nur eine Samenknospe entwickelt, während die zweiteauf einem früheren Stadium der Entwicklung stehen bleibt. Während aber bei den Umbelliferen holzigeVertreter (z. B. Bupleurum fruticosum) äusserst spärlich vertreten sind, überwiegen diese bei den Araliaceenbei weitem, während die krautartigen Typen die bei den Umbelliferen vorherrschen stark zurücktreten.Wichtige Unterschiede zeigen besonders die Früchte. Bei den Umbelliferen zerfällt der Fruchtknoten bei derReife regelmässig in 2 Teilfrüchte (Merikarpien), während bei den Araliaceen eine solche Trennung derPyrenen" nicht oder doch nur ganz ausnahmsweise erfolgt. Ausserdem besitzen die Früchte der Araliaceenein fleischiges oder häutiges Exokarp und ein krustiges oder verhärtendes Endokarp ; bei den Umbelliferenist das ganze Perikarp überhaupt häutig oder das Exokarp ist in mannigfacher Weise verdickt und erhärtet,während das Endokarp von häutiger Beschaffenheit ist. Die Familie mit 60 Gattungen und etwa 700 Artenwird in die drei Unterfamilien der SchefflerCae (Kronblätter in der Knospenlage klappig, mit breitemGrunde, spitz. Nährgewebe gleichartig oder zuweilen zerklüftet), der A r a 1 i 6 a e (Kronblätter i dachig, mit breitemGrunde sitzend), und der M a ck i n 1 a y 6 a e (Kronblätter klappig, nach dem Grunde zu verschmälert, mit ilanger, einwärts gebogener Spitze) gegliedert. Die letztere Unterfamilie ist mit wenigen Gattungen auf Neu.Kaledonien und Australien beschränkt. Ein anderes, in der Hauptsache auf anatomische Untersuchungengegründetes System in 10 Tribus hat R. Viguier (1905) aufgestellt.

Die Familie ist im Gegensatz zu den Umbelliferen heute vorwiegend in den tropischen Waldgebietenverbreitet, von woaus verschiedene Arten in die gemässigten Zonen vordringen, besonders in Ostasien.Europa besitzt allerdings einzig die Gattung H6dera (pag. 914). In der Gegenwart weist die Familie zwei Haupt,verbreitungsareale auf, im indisch.malayischen Gebiet (Pentapanax, Brassaiöpsis, Mäcropanax, Pänax, Boerlagio«dendron, Horsfeldia, Tupid&nthus, HCteropanax, Moodbürnia, Athrophyllum, Aralidium, Amanopanax, Trevesiausw.) und im tropischen Amerika (Öreopanax, Gilibcrtia, Didymopanax, M6sopanax, Sciadodendron Crepi.nella), während im tropischen Afrika und auf Madagaskar nur sehr wenige Arten der Gattungen Polyscias,Schefflera und Cussönia auftreten. Eine allgemeinere Verbreitung in der alten wie in der neuen Welt habeneinzig die Gattungen Arälia, Schefflera, Pentapanax, Pölyscias, Gilibcrtia und Sciadophyllum aufzuweisen.Auffallend reich an eigenartigen Typen ist vor allem Neu.Kaledonien mit z. T. isoliert stehenden Gattungen wieOctothöca, Schizomeryta, Ströbilopanax, Thieghemopanax, Deldrbrea, Myodocärpus, Pseudosciädium, Apiop6«talum, Eremopanax, Pentadipldndra, Meryta usw. Für Australien kommen die Gattungen Cephalaralia, Mother»wellia, Asterötricha, Mackiniaya und Porospdrmum in Betracht, für Neu.Seeland Stilbocärpus, Pseüdopanax,Polyscias, für die antarktischen Inseln südlich von Neu Seeland Stilbocärpus polaris, für die Sandwich.InselnPterotröpia, Cheirodendron und Plerändra, für Polynesien Meryta, Reinöldsia und Bonneriella, für dieSeycheyllen Indokingia und Göopanax, für Südafrika Seemannarälia, für China und Japan Äcanthopanax,Dimorphänthus, Kälopanax, Höplopanax, Fätsia, für Formosa Petrapanas, für den Himalaya Brassaiöpsisund Gämblea, für das gemässigte Nordamerika verschiedene Arten der Gattungen Arälia, Pänax und Echino.panax, für Chile 2 Arten der Gattung Pseüdopanax. Nähere Beziehungen bestehen zwischen Nordamerikaund Ostasien, welchen Gebieten Arten der Gattungen Aralia, Echinopanax und Panax gemeinsam sind.Bestandbildend treten die zum Teil aus stattlichen Sträuchern und kleinen Bäumen vom Typus von Palmenoder von Carica.Arten (darunter auch Spreizklimmer und kletternde Formen) oder aus üppigen Stauden undKräutern bestehenden Araliaceen nirgends auf. Einzig Echinopanax hörridus (Sm.) Dcne. et Planch.bildet im westlichen Nordamerika grössere Dickichte. Das Vorherrschen der Familie mit vielen Endemismen in deninsularen Gebieten spricht für ein sehr hohes Alter der Familie. Die ältesten angeblichen Araliaceen.Blattrestestammen aus der unteren Kreide von Nordamerika (Arialiophyllum). Zuverlässiger sind fossile Reste aus dem Tertiärvon Nordamerika, Europa, Sibirien und Japan, die den Schluss zulassen, dass die Araliaceen in den Waldungendes mittleren und älteren Tertiärs der heutigen nördlichen gemässigten Zone eine grössere Rolle spielten als in derGegenwart. Blätter des rezenten Efeus stellte H. Brockmann in dem glazialen Delta bei Kaltbrunn (Schweiz) fest.

Als Nutzpflanzen sind die Araliaceen fast ohne Bedeutung. Der auf Formosa heimische, 2 bis 4 mhohe, palmenartige Strauch Teträpanax papyrifer (Hook.) K. Koch (Fig. 2284f, g), bekannt als rice papertree (Reispapierbaum), der auch in China als Tsung.tsaou vielfach kultiviert wird, liefert in seinem leichtenund rein weissen Mark das Chinesische Papier oder Reispapier, das u. a. zur Herstellung von künstlichenBlumen, Zigarettenhüllen, sowie in der Lithographie Verwendung findet. Zu diesem Zwecke wird das Markspiralförmig in dünne Blättchen geschnitten, die flach gepresst etwa 17 bis 30 cm lang und 12 cm breit sindund sich sammtartig anfühlen. Dieses Papier, also ein unverändertes Naturerzeugnis, wurde erst 1804 durch