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l ) Die Vorkommen bedürfen der Nachprüfung, da sich die Belege meist als zu E. nutans gehörigerwiesen haben.
") In der Hocharktis (auf der Insel Waigatsch, auf Nowaja.Semlja (bis 73° 11 nördl. Breite), im unterenLenatal und in Nord»Grönland wird E. alpinum durch das neuerdings von Gunnar Samuelsson (Zwei neueEpilobium«Arten aus der Arktis. Botaniska Notiser, 1922) aufgestellte E. Arctium Samuelsson ersetzt.
In Deutschland in den Allgäuer Alpen verbreitet, im Mittelstock nicht selten, aus den Berchtes.gadener Alpen bisher nur von der Reiteralpe, der Stuhlwand, der Götzen und der Mondscheibe bekannt,vielleicht weiter verbreitet; aus den Vogesen angegeben am Kalten, und Ammeitalbrunnen (1300 m), Ammeltal,Schwalbennest, Wormpsel, Frankental, Sennhütte DeutsduLundenbühl zwischen Hohneck und Schlucht 1 ); imSchwarzwald am Feldberg (Hirschmatten bei St. Peter); dieAngabe aus dem Badischen Jura (auf Torfmooren bei Villingen),bedarf der Bestätigung; im Bayerischen Wald am Arbergipfel,an der Kleinen Arberseewand, Brennes, Rissloch und Lüsen;im obersten Erzgebirge bei Sachsenhausen unweit Gottesgab(von Poscharskil 887 entdeckt); im Riesengebirge zerstreut(z. B. in der Kleinen und Grossen Schneegrube, am KleinenTeich, bei der Wiesenbaude, auf der Iserwiese (750 m), imHeuscheuergebirge. — In Oesterreich im Böhmer Waldauf der Seewand des Deschenitzer Sees; im Riesengebirge(z. B. im Riesengrund), im Altvatergebirge, Peterstein undim Mährischen Gesenke; in den Alpen meist häufig, sobesonders in Niederösterreich und in den Niederen Tauern,sowie in Kärnten, seltener in den Salzburger, Obersteier»märker und Oberösterreichischen Alpen, sowie im süd>liebsten Tirol. — In der Schweiz in den Alpen verbreitetund hie und da massenhaft, z. B. um den Altmann undauf Obermessmer von 1700 m an (Appenzell), seltenertief herabsteigend z. B. in Graubünden zwischen Lumbrainund Vrin (1400 m) und im Bachkies der Plessur beiMolinis(1040 m, Begerl); im Jura nur an der Döle, am MontTendre und Chasseral.
Allgemeine Verbreitung: Nord*europa: Island, England (von Durham und Cumber»land bis Sutherland), Fennoskandinavien (von derArktis südwärts bis Suldal, Kristiania, Norrland, Kemi» und Imandra=Land); Mittel» und Südeuro»päische Gebirge: Pyrenäen, Mittelfranzösische Gebirge (Aigoual, Mezenc, Forez, Auvergne),südlicher Jura, Vogesen (?), Alpen, Balkangebirge bis Griechenland, Sudeten, Karpaten; Klein»asiatische Gebirge, Kaukasus, Nord=Sibirien bis südlich zum Altai; Nord=Amerika.
Auffallende Formen sind: f. pusillum Hausskn.Stengel oft kaum 2 cm hoch, dichtrasig, nur 1-blütig. Laub«blätter klein, gedrängt. So an der oberen Verbreitungs»grenze. — f. lax um Hausskn. (= var. Heribaüdi Ldvl.).Stengel lang, schlaff, bogig aufwärts gekrümmt, am Grundemit zahlreichen, verlängerten, oft blühenden Ausläufern.Laubblätter schlaff, entfernt angeordnet. Blütentraube ver«längert. So an schattigen Orten. — f. Gavei (L6vl.).Stengel am Grunde stark verzweigt und etwas holzig.Laubblätter gestielt. An der Gemmi gegen das Wallis,am Resti.Tschingel im Maderaner Tal (2370 m).
Epilobium alpinum ist ein arktisch=alpines Elementmit zirkumpolarer Verbreitung*). Diese häufig sehr zierlicheArt verlangt ziemlich feuchte Böden, findet sich aber, wenn auch meist nicht häufig, in einer grösseren Zahlvon Assoziationen. So gibt sie E. Frey (Die Vegetationsverhältnisse der Grimselgegend. Bern, 1922) z.B.aus dem Caricetum foetidae an, einer lange Schneedeckung erfordernden Schneetälchen«Gesellschaft, mit Luzulaspadicea, Salix herbacea, Cardamine resedifolia, Alchemilla pentaphylla, Ligusticum Simplex, Gnaphalium
Fig. 2232. Epilobium alpinum L. a und b Habitusmit Ausläufern, c und d Samen (nach Haussknecht).
Fig. 2233. Epilobium alpinum L., mit Blüten undFrüchten. Phot. Dr. G. Hegi, München.