Druckschrift 
5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
Entstehung
Seite
763
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

763

Tafel

Fig. 1. Lythrum Salicaria { pag. 757). BlühenderSpross.

1 a. Blüte (Kronblätter entfernt).

2. Lythrum Hyssopifolia (pag.754). Habitus.

3. Oenothera biennis (nr. 1991). BlühendesSprossstück.

188.

Fig. 4. Circaea Lutetiana (nr. 1994). BlühenderSpross.

4a. Blüte (vergrössert).

5. Epilobium Fleischeri ( pag. 821). Blühen-der Spross.

5 a. Griffel.

5b. Samen.

sommergrün, einfach, fiedernervig, ganzrandig, kurz gestielt, kahl, steif, hart, hellgrün, oval»lanzettlich, an der Spitze stumpf oder kurz zugespitzt, von einem starken Mittelnerven durch»zogen, 3 bis 8 cm lang und (unter der Mitte) 0,6 bis 1,6cm breit. Blüten trichterförmig=radförmig,perigyn, sitzend, meist zu 1 bis 3 (Drillinge") an den Zweigspitzen,die seitlichen achselständig. Kelchund Achsenbecher brennend korallenrot (granatrot"), derbrandig. Keldizipfel 5 bis 9, dreieckig»lanzettlich, etwas abstehend bis zurückgebogen, stumpflich, am Rande etwas filzig. Kronblätter5 bis 8, hochrot (ausnahmsweise weiss), zart,glockig zusammenneigend, verkehrt»eilänglich,vorn abgerundet=stumpf, ausgebissen gezähnelt,

20 bis 30 mm lang und 10 bis 20 mm breit. Staub»blätter zahlreich (etwa 20), nach einwärts ge=krümmt; Staubfäden orangerot; Antheren gold»gelb, intrors (Fig. 2170 g, h), beweglich. Griffelam Grunde verdickt, etwas länger als die Staub»blätter, mit knopfförmiger, wenig gelappter Narbe.

Fruchtknoten scheinbar unterständig, aus 2 (selten3) übereinanderliegenden Stockwerken bestehend(Fig. 2170 e); unterer Teil 3»fächerig (Fig. 21701)und aus 3 Karpellen gebildet, in jedem Fachmit zahlreichen, zentralwinkelständigen Samen»anlagen, oberer Teil 6» bis9=fädierig (Fig. 2170 m),mit zahlreichen an der Innenseite der Karpell»ränder angehefteten Samenanlagen. Frucht eineansehnliche, apfelgrosse, gefächerte, kugelige, 1,6bis 12 cm breiteScheinbeere", von dem Kelchgekrönt, mit derber, dicklederiger, zuletzt rissigaufspringender, rötlicher, zuletzt lederbraunerSchale. Samen stumpfeckig, purpurblau, zuletztmit saftiger, roter Aussenschicht (Samenmantel).

VI bis X.

Selten verwildert und an Felsen, Mauern, trockenen Hängen eingebürgert.

In Deutschland nur in Gärten gezogen. In Oesterreich verwildert und an Mauern und Felsenim Küstenland eingebürgert; in Südtirol nidit ursprünglich (nadi Hausmann wohl gleichzeitig mit der Rebeeingeführt, heute aber stellenweise verwildert und wie wild), so um Meran (am Küdielberg, Schloss Neuberg, beiPartsdiins bis 600 m), bei Bozen (Guntsdina, Gandelberg, Stredcerhof, Runkelstein, St. Magdalena, Sigmundskron),bei Trient (Südabhang des Doss Trento), im Etsdital unterhalb Trient, bei Romagnano, bei Rovereto, Mori, Arco,Cologno, Varone, Riva usw. In der Schweiz im Wallis völlig eingebürgert (aber heute nur noch spärlich)an den Felsen von Valfere und Tourbillon bei Sitten und im Tessin.

Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet (nördlich bis Südtirol und bis insWallis), Vorderasien, südliches Asien, China, Südafrika, Australien und Südamerika.

Fig. 2171.

Punica Granat um L. Zweige mit Blüten undjungen Früchten.