Druckschrift 
5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
Entstehung
Seite
730
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

730

S. Canadensis Nutt. (= Hippophae Canadensis L., = Lepargyrea Canadensis Greene). 1 bis kaum 3 m hoher,sparriger, kurzverästelter, dornenloser Strauch. Knospen und junge Triebe glänzend rotbraun schülferig.Laubblätter i eiförmig, oberseits grün, ± büschelhaarig, unterseits weisslichzottig schülferig, mit zahlreichen, braunenSchülfern. Frucht wie bei voriger, aber fad schmeckend. III bis VI. Heimat : Nordamerika, von Neufundlandbis Alaska, Maine, New.Jersey, Michigan und Utah. Von kultivierten El a e a gn us') «Arten seien genannt:E. angustif ölia L. (=E. hort£nsis Bieb.). Oel weide. Ital.: Olivagno, eleagno. Fig. 2146 und 2147. Sommer«grüner Strauch oder bis 8 m hoher Baum. Ausläufer fehlend. Rinde grau; Zweige anfangs silberig schuppig,später glänzend rotbraun, verdornend (Fig. 2146 i). Laubblätter schmal eiförmig.lanzettlidi, stumpflich bisspitzlich, in einen kurzen Stiel rasch verschmälert, ganzrandig, oberseits graugrün, unterseits silberweiss, dichtmit sternförmigen Schuppen besetzt (Fig. 2146 f, g). Blüten zwitterig (Fig. 2146 c) oder männlich, zu 2 oder 3 in

den Blattwinkeln, gestielt. Achsenbecher röhrig>glodcig.am Rande 4.zipfelig, aussen silberglänzend, innen gold«gelb. Griffel (in den zwitterigen Blüten) am Grunde vomDiskus engröhrig umschlossen. Scheinbeere länglich, rot«gelb, mit süsslichem Fleische und nussartiger Innenfrucht. V, VI. Heimat: Mittelmeergebiet, West« und Zentralasienbis zum Altai und zur Wüste Gobi. Eine sehr vielgestaltigeArt, die nach C. K. Schneider folgende Gliederung zu«lässt: Laubblätter beiderseits silbern, ohne oder mit sehrzurücktretenden Sternhaaren, lanzettlich bis lineal (var.angustifölia Schneider, = E. in^rmis Mill.) oder eiförmigbis elliptisch (var. s p i n ö s a Schneider) oder aber beiderseitsweich sternhaarig oder wenigstens jung oberseits sternhaarig,lanzettlich bis lineal und oberseits verkahlend (var. Son.gärica Fisch.) oder i eiförmig und stets dauernd weichhaarig(var. Orientälis Dipp.). Seit langem und viel in Kultur.Die Früchte, die neben einem braunen Farbstoff ein Oel(Oleum sänctum, im Jordantal nach dem arabischen NamenZacon als Zachum [Zachäusöl] bezeichnet) enthalten, werdenim Orient viel gegessen.

An den Wurzeln befinden sich wie bei Alnus (vgl.Zach, F. Über den in den Wurzelknöllchen von Elaeagnusangustifölia und Alnus glutinosa lebenden Fadenpilz.Sitzungsbericht der Akad. der Wissenschaften. Wien, 1908)Wurzelknöllchen, in denen deutlich septierte, rein inter.zellulär lebende Pilzhyphen leben, die neben dem hyper«trophierten Zellkern oft knäuelförmige Klumpen bilden.Letztere werden ebenso wie die bläschenartigen Enden derPilzfäden verdaut und lösen sich dabei in bakterienartigeStäbchen und in eine schleimartige Grundsubstanz auf, diedann an Stelle der Hyphen die Wirtszellen erfüllen. Siewerden anscheinend resorbiert und hinterlassen dabei ver«schiedenartige Gebilde, die nach der Auffassung von Zachals unbrauchbare Ausscheidungen (Exkretkörper) zu be«trachten sind. E. argentea Pursh. Silber-Oelweide.Ausläufer treibender, dornenloser, 1 bis 2 (4) m hoher, sommergrüner Strauch mit jung braunsdiülferigen Zweigenund Knospen. Laubblätter meist lanzettlich, bis 10 cm lang und 4,5 cm breit, beiderseits bleibend dicht silberig.Griffel nicht eng vom Diskus eingeschlossen. Frucht eiförmig oder eirundlich. V bis VII. Heimat: Nord«amerika, von der James«Bay bis zum Nordwest«Territorium, Quebek, Minnesota, Süd»Dakota und Utah. Im Gebieteausser in Gärten bisweilen auch zur Festigung von Dämmen angepflanzt (z. B. am Rombinus am Weichsel«ufer) und dort, wie auch aus den Gärten durch Wurzelbrut leicht verwildernd und sich vollständig einbürgernd,so bei Lübeck am Strande bei Niendorf, bei Wustrow in Mecklenburg, Herrenkrug bei Magdeburg, am Franzosen,berg bei Potsdam, bei Plessenruh bei Templin, Malchow bei Prenzlau, in Sachsen, bei Memel usw.

2147.

Elaeagnus angustifölia L. a Fruchtzweig.b Längsschnitt durch die Scheinbeere.

l ) Abgeleitet von e'Xaeos [elaios] oder tXaia [elaia] = Oelbaum (Olea Europaea L.) und äyyos[agnös] = rein, keusch, auf den Keuschbaum (Vit ex ägnus castus L.) bezugnehmend. Beide Artenzeigen gewisse Aehnlichkeiten in der Tracht. Theophrast verstand unter ifaäayvog wohl Salix Aegyptiaca L.