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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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Allgemeine Verbreitung: Südtirol, vom Nordende des Gardasees westwärts bisin die östlichen Alpen von Brescia.

Daphne petraea ist ein den tridentinischen Alpen angehörendes, tertiäres, endemisches Relikt, ähnlichwie Melandrium Elisabethae, Callianthemum Kernerianum, Ranunculus bilobus, Saxifraga Tombeanensis undS. arachnoidea sowie Primula spectabilis (Vierhapper und HandehMazetti, Excursionen in die Ostalpen).Die ausgesprochene Felsspaltenpflanze wurde 1846 von Facchini am Uebergang von Bondone nach demVal Vestino und unabhängig von ihm 1852 von Leybold am Monte Tombea entdeckt. In ihrer Begleitungfinden sich meist Phyteuma comosum, Veronica Bonarota, Moehringia glaucovirens (Bd. III, pag. 415) undSilene Saxifraga, bisweilen auch Asplenium Seelosii und Carex Baldensis. Nach Leybold bettet die Pflanzeihre knorrigen Stämmchen wie Rhamnus pumila tief in die Dolomitwände ein. Die kleinen, glänzenden,ziemlich dicken, durch fast 3=kantigen Mittelnerven ausgezeichneten Laubblätter tragen deutlich das Zeichenausgeprägter Xerophielie. Sie sind bifacial gebaut und besitzen unter einer 11 bis 14 u starken Cuticula

Epidermiszellen, deren Innenmembran stark verschleimt ist undkegelförmig gegen die Palisadenschicht vordringt. Bisweilen findetsich unter der Epidermis eine Art von 1 »reihigem, dehnungs-fähigem Hypoderm, das in trockenem Zustand der Innenmembrankappenförmig aufliegt, wobei die Seitenwände wellig verbogensind. Die Spaltöffnungen liegen tief eingesenkt und sind von demdie Schliesszellen umgebenden epidermalen Gewebe ringwallartigumgeben, so dass der Vorhof dadurch vergrössert wtrd. Daslockere Schwammparenchym besteht aus 1 bis 4 Reihen dick,wandigen und deutlich getüpfelten Zellen. Die Leitbündel werdenvon Speichertrachei'den begleitet, die sich als ausserordentlichgrosse, rundlich bis gestredete, unregelmässig verteilte Zellenhervorheben. Hinsichtlich ihrer Verwandtschaftsverhältnisse schliesstsich Daphne patraea eng an D. Cneorum an, weicht aber morpho«logisch bereits so weit von dieser, als auch der ihr nahestehendenD. striata ab, dass von K e i s s 1 e r annimmt, dass sie aus einerD. Cneorum nahestehenden Stammform hervorgegangen sei.Aus dem gleichen Stamm soll auch als vikariierende Art in denKarpaten D. arbüscula Celak. (= D. Cneörum var. abi£tinaBorbas) Fig. 2139 gebildet worden sein, ein nur an Kalkfelsen derBurg Muranyi im oberungarischen Komitat Gömör lebenderEndemismus, der erst 1885 von A. Richter aufgefunden und1890 von C e 1 a k o v s k y hinsichtlich seiner spezifischen Selbst«Fig. 2139. Daphne arbuscula Celak. a Blu- ständigkeit erkannt und beschrieben wurde. Diese Art unter,hender Ast. b Laubblatt, c Querschnitt durch das scheidet sich von D. petraea im wesentlichen durch die in derLaubblatt. Jugend schön korallenroten Aeste und die längeren, auf der Ober«

seite eine tiefe Mittelfurche besitzenden und am Rande deutlich umgerollten Laubblätter (Fig. 2139b und c).Beide Arten werden bisweilen in alpinen Anlagen gezogen.

1962. Daphne Bldgayäna Freyer (= D. Lerchenfeldiäna Schur, = D. alpina Baumg., non L.).

Königsblume. Fig. 2132 und 2140 bis 2142.

Bis 30 cm hoher, wenig verästelter Zwergstrauch mit niederliegendem Stämmchen und auf»steigendem, nur an der Spitze beblätterten und schwach flaumig behaarten Aesten. Laubblätterlänglich=elliptisch bis länglich verkehrt=eiförmig, stumpf oder seicht ausgerandet, mit kleinem,aufgesetztem Stachelspitzchen, fast sitzend, überwinternd, lederig, kahl, glänzend, meist 3 bis6 cm lang, nach oben rosettig genähert. Blüten in meist reidiblütigen (bis faustgrossen), end»ständigen Blütenköpfen (Fig. 2140d), gelblidiweiss, kurzgestielt, bis 2 cm lang, mit schlankem,zylindrischem Achsenbedier und etwa 3=mal kürzeren, breit=eiförmigen, stumpflichen Krön»blättern, duftend. Hochblätter hellfarbig, seidenglänzend behaart, kürzer oder etwa so langwie der Achsenbecher ; die äusseren länglich=eiförmig (Fig. 2140 g), die inneren lineallanzettlidi.Fruchtknoten gestielt, weichhaarig (Fig. 2140 f). Frucht kahl, fleischig, wässerig»durchsichtig,weissgelb, meist in geringer Zahl vorhanden. IV, V.