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5,2 (1926) Dicotyledones : (III. Teil)
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Blüten ansehnlich, radförraig. Staubblätter kürzer oder länger als die Petalen (Fig. 2114 b). Samenanlagen auf kurzenTrägern, mit nur 1 Integument von dem verbreiterten Samenträger umhüllt. Früchte saftig, meist beschuppt. Keim,blätler blattartig (Fig. 2103). Hierher gehören nach B r i 11 o n und Rose die folgenden 8 Gattungen mit 268 Arten.Pereskiöpsis mit 10 Arten (Laubblätter breit, flach und dadurch an Peireskia erinnernd), Quiabdntia(monotypisches Genus aus Brasilien), Pterocäctus mit 4 Arten in der Tracht der Opuntien, aber mit breitgeflügelten Samen, Nopälea (Staubblätter länger als die aufrediten Petalen. Glieder flach) mit 7 ursprünglichin Mexiko und Guatemala heimischen Arten (darunter N. cochenillifera [L] Salm.Dyck), T a c i n g a (ähnlich,aber die Glieder zylindrisch und die Petalen zurückgekrümmt) mit T. funälis Britton et Rose in der Catinga

von Bahia, Maihu^nia (ähnlich Opuntia, aberdie Testa der Samen dünn, durchscheinend, schwarz,brüchig) mit 5 Arten in den Gebirgen von Chileund Argentinien, Opüntia (Staubblätter kürzerals die Petalen. Testa der Samen dunkel, dick,bleich) mit zirka 250 Arten und G r u s ö n i a(Glieder zylindrisch, aber gerippt) mit G. (Cereus)Bradtiäna (Coult.) in Mexiko.

CCCCLXXX. Opüntia') (Tourne-fort) Miller (= Cactodendron Bige-low,= Consölea Lemaire, = Tephro-cäctus Lemaire, = Ficindia St.Lager).Feigenkaktus. In Amerika: Pricklypear (Union), tuna (Mexiko), sucker,bullsucker (Kleine Antillen).

Stattliche Strauch» oder baumartige,gegliederte, oft stark verzweigte Sukku»lenten mit blattartigen, meist dicken, ± ab»geflachten, zylindrischen, ellipsoiden, kugel»oder keulenförmigen Gliedern; zuweilenmit dickem Stamm. Laubblätter hie undda vorhanden, fleischig, flach oder pfriem»lieh, stielrund, oft frühzeitig abfallend, aufden filzigen Areolen grosse, derbe, zu»weilen sehr lange gewöhnliche Stacheln neben zahlreichen gelben, dünnen Widerhaken»stacheln. Blüten gewöhnlich sitzend, meist seitenständig, einzeln, öfter gelb oder rot, regel»massig, rad» oder + trichterförmig. Blütenhüllblätter zahlreich; die äusseren i kelchartig.Staubblätter kürzer als die Petalen. Frucht eine birn» oder kegelförmige, aussen i beschuppte,viel» oder wenigsamige Beere (Fig. 2114 b). Keimblätter blattartig.

Die rund 250 von einander schwer zu unterscheidenden Arten sind in Amerika von Massachusettsund Britisch Columbien südlich bis zur Magelhaenstrasse verbreitet; einige Arten sind durch die Kultur auchin die Alte Welt und nach Australien gebracht worden. Britton und Rose gliedern die Gattung in 3 Unter»galtungen (Cylindropüntia, Tephrocäctus und Platyopüntia) und in 29 Series. Die Verwendung als Zierpflanzenist im allgemeinen eine beschränkte, zumal erst stärkere Pflanzen wirkungsvoll werden und dann meist vielPlatz beanspruchen. Dann sind sie ziemlich undankbare Blüher, deren Behandlung wegen der kleinen, un»sichtbaren, leicht in die Haut eindringenden Widerhäkchen keine angenehme ist. Für Steingruppen und Fels»Partien in sonniger Lage im Freien eignen sich am besten O. vulgaris, O. Rafinesquei Engelm., O. CamänchaEngelm. (= O. phaeaeäntha Engelm. und Big.) für Zimmer» und Gewächshäuser, O. leucötricha DC., O. EmoryiiEngelm. (= O. Stänlyi Engelm.), O. aurantiaca Lindley u. a. Wirtschaftliche Bedeutung haben ausser O. Tuna (L.)

') H£rba Opüntia = Opuntisches Kraut. Benannt nach der Stadt Opüs (Onovg) in Griechenland. NachPlinius (Nat. hist. XXI, 104) vielleicht eine Feige, auf keinen Fall aber eine Kaktee.

Fig. 2112. Opuntia Ficus Indica (L.) Mill., in einem Oelbaumhainbei Ajaccio (Corsika) angepflanzt.

Phot. cand. med. Meta Lutz und Dr. G. Hegi, München.