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2 (1931) Ein Lese- und Nachschlage-Buch
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232
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232 Nachträge und Ergänzungen.

Gold (S. 100). Den Probirstein, der wohl in Lydien aufkam, erwähnt inGriechenland zuerst Theognis um 500 v. Chr.; Theophrastos und auch nochPlinius überschätzen die Genauigkeit der anzustellenden Versuche weitaus(Mieleitner ,Geschichte der Mineralogie im Alterthum und Mittelalter", inFortschritte der Mineralogie" VII., Jena 1822, 451).

Betreff abergläubischer Vorstellungen, die sich an das Gold knüpfen (be-sonders in Deutschland) s. Olbrich ,H. D. A." III, 918.

Gondisäpür (S. 26, 159). Über die Bedeutung dieser Stadt als Kultur-Ver-mittlerin vgl. Ebermann,M. G. M." XXX, 47 (1931).

Hettiter (S. 113). Über ihren Einfluß auf die Griechen zur mykenischen Zeitwährend der größten Ausdehnung griechischer Seeschiffahrt (etwa 14001200)und über ihren Verkehr mit den Griechen inMykene und vielleicht auch in Milets. Schachermeyr ,Forschungen und Fortschritte" (VII, 20; Berlin 1931).

Isidoras (S. 194). Von denEtymologiae" liegt eine vortreffliche AusgabeLindsays vor (Oxford 1911).

Krates (S. 125). Erwähnungen und Bruchstücke seines Buches sind neuer-dings auch in anderen älteren Werken der Araber über Alchemie aufgetaucht( R uska , Brief vom 13. Dez. 1930).

Kupfer (S. 127). Die Ausgrabungen der großartigen neolithischen SiedlungMerimde im westlichen Delta (Unterägypten) ergaben, daß um 5000 v. Chr. dieBewohner dieser Gegend noch kein Kupfer kannten und allein steinerne Werk-zeuge und Waffen benutzten; diese bestehen zumeist aus Feuerstein, nicht seltenaber auch aus Granit, Basalt und anderen Mineralien, die man trotz ihrer großenHärte prächtig zu schleifen, zu polieren und höchst zweckmäßig zu bearbeitenverstand. Das Nämliche gilt von den Paletten, auf denen man die Schminke (Augen-schminke) anrieb ( Junker ,Forschungen und Fortschritte" VII, 1 ; Berlin 1931).

Magnetstein (S. 59, 163, vgl. auch S. 145, 203). So wie die Bäityloi (Meteor-steine) galt auch er für erfüllt vonhöheren Kräften" und daher für besondersgeeignet zur Aufnahme zauberisch wirksamer Darstellungen und Inschriften(Reitzenstein , ,,A. Rel." XXVIII, 52; 1930).

Männlich-Weiblich (S. 140). Schon Theophrastos bezeichnet die dunklerenArten mancher Edelsteine als Männliche, die helleren als Weibliche, und glaubtauch, der dunklere Bernstein (Lynkurion) aus dem Harn (Uron) der männlichenLuchse (Lynx) sei wertvoller als der blasse aus dem der weiblichen ( Mieleitner,a. a. O. 437). [Das Mißverständnis beruht auf einer Verwechslung vonLyn-kurion" =Harn des Luchses" mitLigurion" =Produkt Liguriens", desLandes, aus dem die Griechen den ersten Bernstein durch die Phönicier zu-gebracht erhielten: Musterbeispiel einer falschen sog. Volks-Etymologie!].

Mandäer (S. 137). Nach Lietzmann ist ihre Herkunft von einer am Jordanlebenden Täufersekte unbewiesen; ihre Religion ist eine ältere gnostisch-orienta-lische, die erst in späterer (arabischer'?) Zeit von einem inhaltlich leeren syrischenChristentum durchsetzt und zu einer christlich-synkretistischen Gnosis umge-bildet wurde (Fortschritte und Forschungen" VII, 19; Berlin 1931).

Namen (S. 151). Eine reichhaltige Zusammenstellung der abergläubischenVorstellungen, die auf sie Bezug haben (namentlich der deutschen), ist Bethzu verdanken (H. D. A." III, 984).