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2 (1931) Ein Lese- und Nachschlage-Buch
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Techniten Thäbit Ibn Qurra.

zahlreiche der Geschichten, Märchen, Fabeln und Reisen, namentlich derer desSindbadh 1 . Wichtige Einzelheiten erörtern ReschersStudien über 1001 Nacht" 2 .

Eine neue, höchst sorgfältige deutsche Übersetzung gab Littmann heraus 3 .

Techniten.

Bei Platon und noch bei Diodor (zur Zeit Caesars ) sind rtyvlrcu (Tech-neitai) gelernte Bergleute, die die Te/vrj (teclme = Kunst) des Bergbaues ver-stehen 4 , im hellenistischen Asien und Ägypten Handwerker aus verschiedenenZünften, u. a. (im 2. Jahrh. n. Chr.) auch Schuster, ebenda sowie im späterenGriechenland und zur römischen Kaiserzeit auchdionysische Künstler", d. h. derBühne angehörige 5 .

Temese.

Dieser Ort, an dem dieOdyssee" 6 Eisengegen Kupfer eintauschen läßt, istnach Wilamowitz wohl Tempsa in Unteritalien, und die Erwähnung beweist, daßdie betreffenden Verse ein jüngeres Einschiebsel sind, da sie bereits nähere Kennt-nis des Westens voraussetzen 7 .

Tempel als Fundstätten.

Einschlägige Sagen gehen in Ägypten schon bis in die Zeit des beginnendenalten Reiches (um 3000 v. Chr.) zurück: das berühmte Totenbuch" z . B. fandder Baumeister des Königs Usaphais der 1. Dynastie in der Nische einer Tempel-mauer, und aus der Zeit der 4. Dynastie werden ähnliche Funde in Tempelhallenund gelegentlich von Tempelrevisionen vermeldet, u. a. in den geheimen Kisten,ja in der aus bunt glasierten Ziegeln bestehenden Fußbank des Gottes Thot 8 .

Terra sigillata.

Die acfQaylg yfj (sphragis ge), die mit dem Götterbildgesiegelte (richtigergestempelte) Erde" aus dem schön roten Ton der Insel Lemnos, gilt seit jeher alshöchst wirksames Heilmittel; denn als Reliquie derMutter Erde" haftet ihr, wienoch Galenos (um 200 n. Chr.) weiß, die dieser eingeborene Heilkraft an. Nochheutzutage gilt dieheilige Tonerde von Lemnos" im Orient als heilkräftigesVolksmittel von außerordentlicher Wirksamkeit und wird am 6. August, demTage Xqiotov avniiüog (Christi des Heilandes), im Beisein der Geistlichkeitfeierlich ausgegraben 9 . Die Bezeichnung von Gefäßen, Vasen usf. als Terrasigillata geht nur auf die ähnliche charakteristische rote Farbe zurück.

Thäbit Ibn Qurra.

Dieser berühmte harränische Gelehrte (834 oder 836901) soll über Alchemiegeschrieben und ihre Möglichkeit bestritten haben 10 , doch sind die arabischenOriginale bisher nicht bekannt 11 ; seinBuch der Heilkunde" wurde kürzlich in

1 Nöldeke ,Islam" XII, 111 (1922); Horovitz , ebenda XVII, 370 (1927).

2 Breslau 1919. 3 Leipzig 1921 ff. 4 Orth , PW. Suppl. IV, 135.

6 Stöckle , ebenda 164, 180, 207, 239; Kornemann , ebenda 917. 6 I, 183.

7 PW. IIIA, 415. 8 Boeder, Ro. V, 1081. 9 Maass,A. Rel." XXI, 266 (1923).

10 E. Wiedemann ,Beiträge" LXIV, 215. Thorndike I, 665.

11 Björnbo ,Thabit's Werk über den Transversalsatz" (Erlangen 1924), 78.