204 Steinzeit, ältere — Sumerer.
Steinzeit, ältere.
Ihre zutreffendste Einteilung, die für die Frühgeschichte der Metalle großeWichtigkeit besitzt, ist nach N ikxasson 1 : Letzte Eiszeit vor 18000 v.Chr.;Aurignacien 18—13000; Solutreen 13—10000; Magdalenien 10—7000; Azylien7—5000; Campignien 5—4000. Es folgt dann die jüngere Steinzeit, 4—2000.
Steplianos von Alexandria.
Die Echtheit seiner Schrift wird von Kind neuerdings in Zweifel gezogen 2 ,doch scheinen die Gründe nicht durchschlagend zu sein. Was die bekannte Lückeim 9. Buche betrifft 3 , die schon frühzeitig bemerkt und namentlich von Reitzen-stein näher erörtert wurde 4 , so erklärt sie Lagererantz für nicht vorhandenund alle einschlägigen Feststellungen und Schlußfolgerungen für irrtümlich 6 . DerPariser Codex 2327 ist nach ihm von jenem der Marciana nicht unmittelbarabhängig und hat in vielem die gemeinsame Vorlage treuer bewahrt.
Sternbilder.
In Griechenland wurden ihre Namen und Gestalten bereits im 6. Jahrh. fest-gelegt, auch besaß man schon damals Himmelskarten und Himmelsgloben 6 .Maßgebend waren jedenfalls die Berührungen mit dem Orient, vor allem mit dennach Kleinasien vordringenden Persern.
Stierblut.
Für die Annahme, daß „Stierblut", dieses „furchtbare Gift", nur ein Deck-name ist, spricht auch die Bemerkung des Plinius 7 , daß die Priesterin der Erdezu Ägina, bevor sie in die Orakelgrotte hinabsteigt, frisches Ochsenblut trinkt,„das dort also nicht giftig ist" 8 .
Stoicheion.
Mit der Etymologie vonDiELS ist die von Lagercrantz 9 sehr wohl vereinbar,nach der atuyßiv (steichein) = gehen, marschieren ist, ebenso nror/Joj (stoicheo),demnach axoi/fiiov (stoicheion) = Strecke, Abteilung. Die dem sumerischenSexagesimalsystem entstammenden 12 Abteilungen oder Teile des Tages bezeich-nete man für das gewöhnliche Volk mit 12 verschiedenen Tieren, wie schon dersog. Petosiris-Nechepso weiß, und da der Ausdruck Stoicheion ebensowohldiese Tierkreiszeichen wie die Buchstaben, die Teile der Schrift, betreffen konnte,spielte er von Anfang an auch eine astronomische Rolle 10 .
Sumerer.
Über die frühzeitige Bekanntschaft der Sumerer mit verschiedenen Minera-lien, Erzen, edlen und unedlen Metallen wurde einzelnes schon bei deren Be-
1 „M. G. M." XXII, 288 (1923).
2 PW. IIIA, 2404. — 3 Vgl. „M. A. G." (Brüssel 1927) II, 5, 24, 73, 105. — ± S. „Al-
chemistische Gedichte" und „Alchimistische Handschriften". — 5 Ebenda II, 339ff.
« Gttkdel, PW. YIA, 2416ff. — 7 XXVIII, 41. — 8 A. Wiedemar , „A. Rel." XXII,
69 (1924). — Die Schriften vieler griechischer Ärzte und das „Giftbuch" des Dsohäbir
führen aber den Namen stets in wörtlichem Sinne an ( Ruska).
9 „Elementum" (Leipzig 1911). — 10 Dornseiff , a. a. 0. 14ff. — Nach Ruska ist dies
wenig wahrscheinlich, und man hat eher an magische Gesichtspunkte zu denken.