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2 (1931) Ein Lese- und Nachschlage-Buch
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Sophia Ssäbier.

dem 7. und 6. Jahrh. üblich und ganz allgemein verbreitet war 1 und ihrerseitswieder die Folge hatte, daß bei den Römern Satttrntts zum Gotte der Zeit ge-stempelt wurde. Noch Ptolemaios berichtet (um 150 n. Chr.) imTetrabiblos",daß die Orientalen Saturn und die Sonne unter dem Namen Mithras verehren,und daß betreffs der Eltern Saturn und die Sonne stets den Vater bezeichnen 2 .

Die nahe Verwandtschaft, ja Identität der beiden Planeten konnte von denAlchemisten für die der ihnen zugehörigen Metalle, Blei und Gold, geltend ge-macht werden.

Sophia.

Sophia, deren Namen u. a. das auch für die Alchemie sehr beachtenswertegnostische Buch Pistis Sophia " trägt (Pistis = Glaube), war ursprünglich dieVerkörperung der göttlichen Weisheit; über die religionsgeschichtlich höchst be-merkenswerten Wandlungen, durch die aus dieser weiblich gedachten Gestalt diemännliche des Hl. Geistes hervorging, belehren die Ausführungen Leisegangs 3 .

Sory.

Der Name dieser schon zur römischen Kaiserzeit oft erwähnten Substanz istabzuleiten vom ägyptischen se-ur = das große Salz 4 .

Spiegel.

Die Spiegel, die schon in hellenistischer Zeit eine große Rolle bei magischenund mystischen Handlungen spielen, tauchen im alten Ägypten zuerst um 3000auf, und zwar als polierte metallene, auch versilberte oder vergoldete; sie geltenlange Zeit für einen besonderen Luxus, und demgemäß heißt es noch um 2000:Die ihr Gesicht im Wasser beschaute, hat jetzt einen Spiegel." 5 Gläserne Spiegelmit metallischer Folie (auch Blei oder Zinn) sind daselbst in ptolemäischer Zeitbekannt, desgleichen seit Beginn der Kaiserzeit in Rom (wie die Funde be-stätigen) 6 und werden als Handelsartikel auch in dem gegen Ende des 1. Jahrh.n. Chr. abgefaßten Periplus " des Roten Meeres erwähnt 7 .

Ssäbier.

Da Ostarabien und Jemen im 6. Jahrh. unter persischer Herrschaft standen,kann es nicht wundernehmen, daß die Magier (Magüs) und ihre heiligen Feuerdort schon damals bekannt waren, und daß daher auch Mubammed von ihnenweiß, sowie von denSsäbiern (Säpijün); er hält diese für eine Art monotheistischertäuferischer Sekte nach Art der Mandäer, bei denenseba" taufen bedeutet 8 .Nach der Eroberung Persiens erkauften die Ssäbier unter Hinweis auf eineangeblich für sie sprechende Stelle des Korans von den Arabern Duldung, unddies wiederholte sich noch mehrmals, so noch 920 ; um 800 hatten sie eine letzteBlüte zu verzeichnen, nach Mitte des 10. Jahrh. aber nahmen sie rasch an Zahl

1 Reitzenstein , ebenda; Pohlenz, PW. XI, 1986, 1996, 2008. 2 Übers. Winkel

(Berlin 1923) I, 79; II, 13. 3 PW. IIIA, 1019;Die Gnosis" (Leipzig 1924).

4 Meyerhof ,Der Bazar der Drogen und Wohlgerüche in Kairo" (Weimar 1918), 6.

5 Scharf ,Reichsanzeiger" 27. Sept. 1921.

6 Netolicka, PW. XI, 44; Kisa ,Das Gla,s im Altertume" (Leipzig 1908); Trow-

bridge ,Ancient Glass" (Illinois 1930). 7 Übers. Sohrof, 220.

8 Horovitz ,Koranisehe Untersuchungen" (Berlin 1926), 62, 121, 137.