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2 (1931) Ein Lese- und Nachschlage-Buch
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Tode zum Osiris und sei nur eine Erscheinungsform des verstorbenen Osiris 1 .Der entsprechende Name Oserapis findet sich schon gegen Ende des 4. Jahrh.v. Chr. in einem griechisch geschriebenen Papyrus, und kommt auch, zusammen-gesetzt mit dem ägyptischen Zeichen | | für Haus oder Tempel, alsEmj joserapi"=im Tempel des Oserapis " vor 2 . Zu Anfang widerstrebten die Priesterschaftendieser neuen Lehre und suchten die Verschmelzung der ägyptischen und grie-chischen Elemente und Kulte zu verhindern, aber das geschickte und be-harrliche Vorgehen des Königs und seiner Nachfolger behielt die Oberhand:die Gläubigen aus beiden Nationen vereinigten sich; zur ägyptischen Schrei-bung Osiris-Apis , die noch durch eine Münze von etwa 200 v. Chr. bezeugt ist,gesellte sich die griechische Sarapis , und entsprechend dem rasch sinkendenEinflüsse und der schließlichen Vernichtung der offiziellen ägyptischen Religionstieg der neue Gott zur obherrschenden, ja zuletzt zur pantheistischen Allgott-heit auf 3 .

Einen Zusammenhang des Namens Sarapis mit einemHügel Sinopis" alsägyptischer Kultstätte sowie mit der angeblichen ausländischen HeimatstadtSinopis oder Sinope hält Roeder für unerwiesen und fraglich 4 ; dagegen er-klärt Weihreich 5 , dem auch Wilamowitz zustimmt 6 , den Bericht über die Ein-holung des Kultbildes aus Sinope für unbestreitbar. Es war dies die von Bryaxisgeschaffene Statue des Pluton ", und dieser Gott der Unterwelt erschien sehrgeeignet zur Gleichsetzung mit dem Totengotte Osiris ; auch soll er vom syrischenAdonis und dem phrygischen Attis allerlei Beziehungen zum Schwinden undNeuerstehen der Vegetation angenommen haben, die dem Osiris gleichfalls bei-gelegt wurden 7 .

Aus der Auffassung des Sarapis als universeller, kosmischer Gottheit erklärtsich die Anfertigung eines seiner berühmten späteren Kultbilder aus allen siebenPlanetenmetallen nebst edlen Steinen usf.

Sardin.

Dieser alte Name der Stadt Sardes bedeutetJahr", und die Wichtigkeit, dieihm die Magie zuschreibt, beruht darauf, daß sein Zahlenwert 365 beträgt 8 .

Saturn.

Als Gott der Kälte, der kränklichen Blässe u. dgl., daher als schädlich, ja ver-derblich gilt Saturn , auf alte Überlieferungen hin, schon frühzeitig und sehrallgemein 9 . Auch seine Angleichung an Kronos (s . diesen) war schon im 3. Jahrh.v. Chr. vollzogen, obwohl sie mit einer weitgehenden Umwandlung seines ur-sprünglichen Charakters verbunden war 10 . Vgl. auchSonne-Saturn".

Schiffahrt im östlichen Mittelmeer.

Seit etwa 3000 v. Chr. waren es die Schiffe Ägyptens, die den Verkehr nachKreta und Phönizien sowie den zwischen diesen beiden Ländern vermittelten;

1 Roeder, PW. IA, 2394ff.; Ro. VI, 137, 139. Laqueur, PW. XIV, 1063.

2 Wessels ,Die ältesten griechischen und lateinischen Papyri" (Wien 1914).

3 Roeder , a. a. O * PW. I A., 2394ff. 6 a. a. O.;A-Rel." XX, 200, (1922).

6Hellenistische Dichtung in der Zeit des Kallimachos" (Berlin 1924). Vgl.A-Rel."

XXIII, 79, (1925). 7 Mittelhaus, PW. X, 1880. 8 Reitzenstein ,Iran. Erlösungs-

myst.", 182. 9 Pohlestz, PW. XI, 1988, 1999, 2011. 10 Seeliger, Ro . VI, 413.