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2 (1931) Ein Lese- und Nachschlage-Buch
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Rosenkreuzer Salmiak.

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Rosenkreuzer.

Nach Kienast 1 ist Andreae , Mitglied eines Tübinger engeren Kreises, nur derVerfasser derChymischen Hochzeit des Christian Rosenkreuz" von 1605 (nachanderen von 1603) ; die SchriftenFama" undConfession" rühren nicht von ihmher, und alle späteren rosenkreuzerischen Lehren des 17. und 18. Jahrh. habennichts mit seinen ursprünglichen gemein.

Rosenwasser.

Die wohl erst zur islamischen Zeit in Persien entstandene [oder von Syrien hereingebürgerte?] Herstellung des Rosenwassers im großen war daselbst um 900 einkönigliches Vorrecht, und dieses Wasser bildete, wie auch andere wohlriechendeEssenzen, einen wichtigen Ausfuhrartikel, den man ebensowohl in Nordwestafrika(Maghrib) antraf wie in China 2 . Für Indien bestätigt die Einfuhr das arabische,um 900950 verfaßte Buch der Wunder Indiens" 3 .

s.

Salmanas.

Die an Salmän Al-FäbisI (den Perser) als einen der ersten Anhänger desPropheten anknüpfenden Legenden sind in älterer Zeit noch unbekannt unddaher durchaus fragwürdig 4 .

Salmiak.

Da man in Ägypten seit jeher mit getrocknetem Mist zu heizen pflegte, undda, wo dies im großen geschieht, z. B. in den öffentlichen Bädern, bei der Ver-brennung Salmiak entsteht und sich als (unreines) Sublimat in den Feuerzügenabsetzt, so klingt die Angabe des Al-Dschähiz (gest. 869), die Araber hättendiese Substanz bei den Griechen (Alexandrias?) kennengelernt, an sich nichtunwahrscheinlich; nach Ruska 5 ist sie aber, wie so manche dieses unkritischenVielschreibers, nicht haltbar, da sich eine Bekanntschaft der griechischen Arzteund Alchemisten mit dem Salmiak nicht nachweisen läßt, dieser vielmehr zuerstin Persien auftaucht und dort z. B. gegen 850 von dem Arzte Sahl Ibn Rabbanals Heilmittel benutzt wird 8 . Nach Persien kam er aber nicht aus China, wienoch Stapleton annahm 7 , sondern die Chinesen erhielten ihn gerade umgekehrtaus Persien, und zwar laut den Reichsannalen zuerst um 600, zur Zeit der Sui-Dynastie, die bis 618 regierte 8 ; die Pharmakopoe der Tang -Dynastie (618906)führt ihn als ein Heilmittel an, das man nach Su-Kung aus der (oder über die)Tatarei bezieht; in den Jahren 932958 wird er (neben Borax) als Tribut derUiguren und aus Khotan kommend erwähnt, und erst seither soll ihn auch Chinaselbst auf den Markt gebracht haben, aber weniger rein, klar und glänzend.

Die Behauptung, Salmiak sei (neben Schwefel) ein Produkt persischer Vulkanegewesen, ist nicht ganz von der Hand zu weisen, denn am Demawend und an den

1J. V. Andreae" (Leipzig 1926).

2 Mez , a. a. O. 117, 438; vgl. Al-IstachrI ,Buch der Länder" (ed. Mordtmann), 73.

3 Ed. van der Lith u. Devic (Leiden 1883ff.), 158.

* Horovitz ,Islam" XII, 178 (1922). 5Z. ang." 1922, 719.

8 Ebenda 1928, 1321 ?M. As. S." (Calcutta 1905) I, 25.

8 Läufer ,Sino-Iranica" (Chicago 1919), 503. Vgl. Ruska,Z. ang." 1928, 321.