Nestis — Nitron.
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durch Harun al-Raschid sofort ergab, „als man voll Erstaunens große Maschinenbrennende Naphtha werfen sah" 1 .
Betreffs der Benutzung von Naphtha zum Heizen der von Septimitts Severusin Konstantinopel erbauten Prunkbäder um 200, sowie ihres Gebrauches zukriegerischen, medizinischen und Beleuchtungszwecken während des 7.—11. Jahrh.namentlich in Ägypten vgl. die Angaben von Lippmann 2 .
Nestis.
Diese Gottheit, deren Empedokles gedenkt, und die späterhin als solche desWassers angesehen wurde, war nach Eisler ursprünglich zweifellos eine sizilischeFischgöttin 3 .
Nestorianer.
Nach Baumstark spielten die Nestorianer Syriens eine bedeutsame Rolle alsVermittler des profanen Wissens der Antike an die islamischen Kulturkreise undbeeinflußten auch unverkennbar schon die religiöse Gedankenwelt Muhammedsselbst 4 . Wesentliche Wirkung übten sie jedoch nur in philosophischer und medi-zinischer Richtung aus 6 .
Neuplatoniker.
Die Individualität der einzelnen Mitglieder dieser Schule tritt fast nirgendwocharakteristisch hervor; sie alle zitieren, besprechen und behandeln fast durch-weg nur das Nämliche 6 . Die Fälschungsliteratur der älteren und neuen Pytha-goreer findet in ihnen eifrige Fortsetzer; an „Spiel der Phantasie" suchen siePlaton , als dessen getreue Jünger sie gelten wollen, noch zu überbieten, und dieGeheimtuerei und allegorisierende Mystik wird bei ihnen zum Selbstzweck 7 .
Nigidius Figulus.
Die Fragmente dieses Autors (gest. 45 v. Chr.), der für die Übernahme orienta-lischen Aberglaubens aller Art seitens der Römer von besonderer Bedeutung war,stellte Swoboda in der Schrift ,,P. Nigidii Figuli Operum Reliquiae" zusammen 8 .
Nil.
Useners Deutung vulog (neilos) = schwarzer Strom trifft das Richtige.Neleus = der Schwarze ist schon bei der gesamten griechischen Urbevölkerung,auch jener Kleinasiens, ein alter Gott der Unterwelt 9 .
Nitron.
Die Annahme Eislers , der ägyptische Name neter hänge mit neter = Gottzusammen, bezeichne also eine Substanz göttlichen Ursprunges, etwa angeblichaus dem Himmel herabgefallene Körner 10 , läßt sich, wie A. Wiedemanns Dar-legungen zeigen, nicht aufrechterhalten; das vermutlich libysche Wort klingt nur
1 „Livre des routes", übers, de Goeje (Leiden 1884) 73.
2 „Abh. u. Vortr." II, 226; „Beitr." 136; „Arch." VIII, 40 (1927). — 3 „Weltenmantel"
691. — 4 „Geschichte der syrischen Literatur" (Bonn 1922); „Islam" XVI, 247 (1927).
5 Ruska , „Tab. Smar." 45, 170. — 0 Kern , „Orphicorum Fragmcnta" (Berlin 1922),
141 ff. — 7 Howald, „srrdhojt -Festschrift" 66. — 8 Wien 1889.
e Ziehen , „A. Rel." XXIV, 58 (1926). — 10 „Z. Assyriologie" XXXVII, 117 (1926).