Hettiter — Himmelfahrt.
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H eath 1 das Ende des 2. oder das 3. Jahrh. n. Chr. für richtiger halten, jedenfallsaber die Zeit nach P tolemaios (um 150 n. Chr.). H oppe zufolge sind die mathe-matischen Werke überhaupt nicht von H e ron verfaßt, sondern schlechte Kom-pilationen aus dem 7. oder 8. Jabrh. 2 , während die übrigen auf dem Boden desA kchimedes stehen und zum Teil vor 133 v. Chr. entstanden, zum Teil aber nach-her, in welchem letzteren Falle sie dann die babylonische Kreiseinteilung in 360°benutzen, die H ippaechos nach Griechenland brachte; nur von diesen echtenSchriften machte V itbuvius zu Beginn der Kaiserzeit Gebrauch 3 . Diese Aus-führungen H oppes hält aber wiederum W ieleitneb für ungenügend bewiesen undfür fraglich 4 ; daher bleibt vorerst D iels im Rechte, wenn er die sämtlichenzwischen 100 v. Chr. und 300 n. Chr. schwankenden Ansätze für gleich unsicheransieht 5 .
Hettiter.
Der von H bozny 6 behauptete indogermanische Charakter der Sprache stehtnach W esendonk noch nicht unbedingt fest 7 ; betreffs der sonstigen, sehr aus-gedehnten Literatur sei besonders verwiesen auf die Werke von F obbeb 8 undG abstang 9 . Auf Beziehungen zur Metallurgie macht O sten aufmerksam 10 .
Himmel.
Die Anschauung, der Himmel sei als eine aus Metall bestehende Kuppel oder alsein metallenes Gewölbe anzusehen, ist eine bei vielen Völkern sehr alte und gehtvermutlich auf die Beobachtung der Meteorfälle zurück. Vielleicht sind in diesemSinne auch das homerische Beiwort yßXxovg (chalküs = der erzerne) sowie dasspätere aidrjQSOS (sidöreos = der eiserne) aufzufassen 11 .
Himmelfahrt.
Der Gedanke der Entrückung von Heroen und sonstigen hervorragenden Gei-stern in den Himmel, sowie der ihres mehr oder minder wunderbaren Aufstiegesin die höheren Sphären, sind schon dem klassischen Altertume durchaus geläufigund lassen sich bis auf die frühen ionischen Philosophen (z. B. P abmenides , um475) zurückverfolgen 12 .
Die Gnostiker lehren, daß die Seele ihr ursprüngliches „himmlisches Kleid derHerrlichkeit" beim Herabkommen auf die Erde mit der „fleischlichen, stofflichenLeibeshülle" vertauscht, die belastet ist „mit allen Planetenmetallen und ihrerSchwere", und daß sie diese sündlichen Gewänder (meist 7 an der Zahl) bei ihremWiederaufstieg zum Himmel abwerfen muß, und zwar gelegentlich des Durch-wanderns der 7 Sphären; vielleicht spielt hierauf schon P laton an, wenn er in der„Republik" die „phönizische Lüge" vom Anteile der Metalle am Aufbaue desmenschlichen Körpers zurückweist 13 .
1 „History of Greek Mathematics" (Oxford 1921) II, 298.
2 Einen späten Ursprung der „Geometrie" nimmt auch Wieleitneb an: „M. G. M."
XXV, 156 (1926). — 3 „Geschichte der Physik" (Braunschweig 1926) 16,244.— * „M.G.M."
XXV, 159 (1926). — 5 „Antike Technik" (Leipzig 1920) 27.
6 „Über die Völker und Sprachen des alten Chatti-Landes" (Leipzig 1920). — 7 „A.Rel.''
XXVII, 62 (1929). — s „Die Nachbarländer des Hatti-Reiches" (Berlin 1929). — s> „The
Hittite Empire" (London 1929). — 10 „Isis" XIV, 521 (1930). — 11 Seeliger , Ro. VI,
438, 454. — 12 Capelle , „A. Rel." XXV, 250 (1928); daselbst eine Anzahl von Beispielen.
13 Eisleb , „Himmelsmantel" 295, 299.
v. Lippmann, Alchemie. Band II. 8