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2 (1931) Ein Lese- und Nachschlage-Buch
Entstehung
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Apuleius — Arkän.

Apuleius.

Die unter seinem Namen gehende botanische Schrift ist nach Singer eineÜbersetzung aus dem Griechischen, und das wohl älteste Manuskript von etwa650 n. Chr. enthält 2 Abbildungen, die mit solchen im griechischen ,, PapyrusJohnsohn " von ungefähr 400 n. Chr. übereinstimmen 1 .

Aqua acuta.

Betreffs der Deutung des „scharfen Wassers" auf Mineralsäuren ist große Vor-sicht geboten, denn noch bei Albertus Magnus (1193—1280) sind die „acutahumida" (die scharfen Wässer) Harn und Essig 2 ; aber auch noch im 14. Jahrh.,z. B. im ,, Liber claritatis ", bedeutet „aqua fortis" (scharfes Wasser) nichtetwa eine mineralische Säure, sondern Quecksilber, das jedoch außerdem noch„aqua vitae" (Lebenswasser) genannt wird 3 .

Arabische Zauber-Literatur.

Nach Dorn seife geht sie von der jüdischen Kabbala aus, besonders vom„Sefer Jezira ", einer Art von Kosmogenie (abgeschlossen im 9. Jahrh.?), undvon deren zahlreichen Kommentaren, u. a. dem , , Sepher Zohar ' ' ; für die Zahlen-spekulationen ist daher in erster Linie das hebräische Alphabet maßgebend underst in zweiter das griechische 4 .

Aristoteles.

Von hervorragender Wichtigkeit für seine allgemeine Beurteilung ist Jaegers„Aristoteles, Grundlegung einer Geschichte seiner Entwicklung" 5 .

Eine neue Ausgabe der in chemischer Hinsicht so wichtigen „Meteorologie"veranstaltete Fobes 6 , eine englische Übersetzung Webster 7 ; die HypotheseHammer-Jensens bezüglich des 4. Buches ist nach Thorndike nicht ausreichendbegründet 8 . — Daß die „Problemata" zumeist erst aus den Werken des Theo-phrastos und Straton von deren Schülern ausgezogen wurden, stellte Roseschon 1863 fest 9 und bestätigte auch die Unechtheit der angeblichen Schriftenüber Mineralien, Metalle, Alchemie usf. 10 ; wie Thorndike erwähnt, begannendiese Unterschiebungen, auch abgesehen von den durch die Araber vermittelten,schon sehr bald nach dem besseren Bekanntwerden der echten aristotelischenWerke, also seit etwa 1150 11 .

Arkän = (Pfeiler).

Arabische Manuskripte, die um 1200 niedergeschrieben sein dürften, führendie Bezeichnung der 7 Planeten als der 7 Grundpfeiler (arkän) als etwas Wohl-bekanntes an 12 . — Arkän ist der Plural von rukn, hat also nichts mit dem la-teinischen „arcanum" zu tun ( Ruska).

1 „Isis" X, 520, S21 (1928). — 2 „De animalibus", a. a. O. II, 1125.

3 Darmstaedtek , „Ai'ch." IX, 207, 206 (1928). — 4 „Das Alphabet in Mystik und

Magie" (Leipzig 1922) 139ff., 143. — 6 Berlin 1923. — 6 Cambridge (Mass.) 1919. Vgl.

„M. G. M." XX, 156 (1921). — 7 New York 1923. — 8 II, 249ff.

9 „Aristoteles Pseudepigraphus" (Berlin 1863)215. — 10 Ebenda 254. — 11 II, 249 ff., 313.

12 Ruska , „Tab. Smar." 110; 111, 124.