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2 (1931) Ein Lese- und Nachschlage-Buch
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Geber zugeschrieben) 1 , sowie in den sog. „82 Experimenten des Rasis"[d.i. Al-Räzi ] 2 ; diese teilen zugleich die älteren, wirklichen und angeblichenVersuche mit, allerlei Stoffe (und auch die Finger!) in Alkohol oder Terpentinölzu tauchen und dann anzuzünden, ohne daß Zerstörung und Verletzung erfolgensoll, Versuche, von denen (ebenfalls im 13. Jahrh.) auch der Meister N icolausvon Polen berichtet 3 .

Frühzeitig erwähnen „acqua vitae" auch mittelenglische pharmakologischeVorschriften 4 .

Al-Räzi, s. llazi.

Ameisen, goldgrabende.

Auf diese zuerst bei Herodot auftretenden Ameisen spielt wohl auch der inSure 27 des Korans erwähnte Zug an, den der schätzereiche König Salomonin das Tal der Ameisen unternahm 5 .

Das um 900—950 verfaßte arabische „ Bricii der Wunder Indiens " erzählt,daß sich dergleichen Ameisen, groß wie Katzen, im Goldlande der Zindsch inOstafrika vorfänden, und ebenso auch im goldreichen Sumatra 6 .

Amulett.

Um sich vor den neidischen und gefährlichen bösen Geistern zu schützen,trägt der Magier, daher auch der Alchemist, unter Umständen ein „Um- oderAnhängsel" (nach Art eines Heiligenbildes, geweihten Rosenkranzes, oder dgl.);sein Name, Amulett, soll vom arabischen hamulat(an) oder (un) = „das Ge-tragene" herkommen, doch ist dies sehr fraglich, da sich amuletum auch schonim älteren Lateinischen nachweisen läßt 7 .

Anaxilaos.

Dieser zu Larissa im „Zauberlande" Thessalien geborene, der spät-neuplato-nischen Schule angehörige Magier und Mystiker kam um 40 v. Chr. nach Rom,wurde 28 v. Chr. durch Kaiser Augustus seiner okkulten Bestrebungen halberausgewiesen und scheint den Rest seines Lebens in Ägypten verbracht zu haben.Als Neuherausgeber der „Färbebücher" des Bolos von Mende (s . diesen), dienoch ganz offen auf die Nachahmung von Edelmetallen, Edelsteinen und kostbarenFarbstoffen hinausliefen, sowie anderer geheimwissenschaftlicher Schriften, er-langte er maßgebenden Einfluß auf die frühen Gnostiker, Simon Magus und ähn-liche Persönlichkeiten, die Verfasser der ägyptischen Zauberbücher, den Kirchen-schriftsteller Hippolytos (gest. 230?), Africanijs (s . diesen), die Redaktoren des>> Papyrus Leidensis und Holmiensis " — der letztere beruft sich ausdrück-lich auf ihn — und die alchemistischen Schriftsteller. Auf Grund von Zitatenbei Plinius , in den genannten Papyri, bei Africanus , und bei dem als Salmanas

1 Darmstaedter, „Arch." VI, 319 (1925); IX, 464ff. (1928). — 2 Thorndike II, 784;

Manuskript um 1300. — 3 Ebenda II, 796. — 4 Schöffler, a. a. O. 14.

5 Goossehs, „Islam" XIII, 213 (1923).

6 „Livre des merveilles de l 'Inde", ed. Van der Lith und Devic (Leiden 1883ff.) 65,

235. — ? Siebs, „H. D. A." III, 593. — Eine Angabe über die Zeit, zu der das lateinische

Wort zuerst auftritt, fehlt daselbst. Vgl. dazu Riess, PW. I, 1984.