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Adfar — Aether.
Adfar.
S. „ Khälid Ibn Jazid".
S. ,,Morienes (Marianus)".
Aegypten.
Die Einführung des verbesserten Kalenders erfolgte nach Borchardts Be-rechnung im Jahre 4236 v. Chr. 1 , also schon in ältester Zeit. Als wahrscheinlichste(namentlich für die Geschichte der Metalle wichtige) Chronologie ist, auf Grundder beiden zuverlässigsten Datierungen a und b, anzunehmen 2 :
Dynastie: a: b:
1. Frühzeit 1. 2. 3400—2980 4186—3642
2. Altes Reich 3.-6. 2980—2475 3642—2720
3. Mittleres Reich 11.—12. 2160—1786 2040—1788
4. Neues Reich 18.—20. 1580—1090
5. Saiten 26. 603—525
Die Frühzeit, auch als die der Horus -Verehrer bezeichnet, beginnt mit KönigMenes ; im alten Reich regierten u.a. Zoser, Cheops, Cheeren, Mykerinos,Sahure, Phiops I., im mittleren Reich Amenemiiat I.—IV., Sesostris I.—III.,und es folgten dann (um 1786) die fremdländischen sog. Hyksoskönige. Währenddes neuen Reiches herrschten u. a. Amenophis I. (1580—1557) sowie II.—IV.,Txjtmosis I.—IV. sowie die Königin Hatschepsut (1506—1447), Ramses I.(1315—1314), Sethos I. (1314—1292), Ramses II. (1292—1225), und in das13. Jahrh. fällt die betreffs der Funde so bedeutsame Amarnazeit. Der Dynastieder Saiten machte die persische Eroberung (525) ein Ende.
Der ägyptische Seeverkehr im Roten Meer ist für 2740 bezeugt, für 2900 wahr-scheinlich 3 .
Betreffs Geschichte und Kultur vgl. noch: Bilabel u. Grohmann , „GeschichteVorderasiens und Ägyptens" (Heidelberg 1927); Erman , „Literatur der Ägypter"(Leipzig 1923); Pieper , „Die ägyptische Literatur" (Potsdam 1927); Schubart,„Ägypten von Alexander dem Großen bis auf Mohammed" (Berlin 1923); Wre-szinsky, „Die Medizin des alten Ägyptens" (Leipzig 1919ff.); ders., „Atlas zuraltägyptischen Kulturgeschichte" (Leipzig 1922ff.), s. Tafel 49 (Metallarbeiter),Tafel 46 (Goldschmiede, Schmuck, Geräte). Über die jüngsten Ausgrabungen be-richten eingehend die betreffenden Spezialwerke, z. B. Carter u. Mace 4 .
Aetlier.
Aid-rjQ (Aither), verwandt mit dem persischen (indogermanischen?) Athar(= Eeuer, insbesondere Himmelsfeuer, als reinstes und höchstes) 5 , das wohl demiranischen Garödamäna gleichzusetzen ist ( = anfangsloses, unendliches Licht, Em-pyreum) 6 , war ursprünglich der Name eines Gottes, im Sinne des Leuchtenden,Glänzenden, Glühenden, Brennenden 7 . Übereinstimmend mit Diels erklärt auch
1 Ed. Meyeb , „Die ältere Chronologie Babyloniens, Assyriens und Ägyptens" (Stutt-
gart 1925) 45. — 2 Ebman u. Ranke , „Ägypten" (Tübingen 1923) 658.
3 O'Leary , „Islam" XVII, 296 (1927).
4 „Tut-ench-Amun" (Leipzig 1924/27).
5 Lippmann , „Zeittafeln zur Geschichte der organischen Chemie" (Berlin 1921) 1.
6 Eisleb , „Weltenmantel" 91. — 7 Ebenda 360.