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2 (1931) Ein Lese- und Nachschlage-Buch
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Abu'l Qäeim.

Da die Form A brasax in den Zauberpapyri, sowie auf Gemmen, Amuletten usf.häufiger auftritt als Abraxas, erscheint auch die Ableitung E islers mindestensfragwürdig 1 .

Abu'l Qäsim.

Dieser dem I räq entstammende Gelehrte ( A l-' I raqi ) lebte um 1250, widmetesich, ebenso wie das von D sch A bir und A l- R äzi berichtet wird (s. diese), der eigenenAnstellung und deutlichen Beschreibung chemischer Beobachtungen, und ver-faßte mehrere, zum Teil noch handschriftlich erhaltene Werke 2 . Das Ausführ-lichste ist das (vielleicht in Spanien geschriebene)Buch der Kenntnisse von der[alchemistischen] Goldgewinnung" 3 ; es hält diese für durchaus möglich, beweistseine Anschauung durch Aufzählen der altüberlieferten theoretischen Gründe 4 undpraktischen Ergebnisse, und legt sie u. a. in Gesprächen nach Art der T urbaphilo ,so ptiorijm '' dar (s. diese), geführt von wirklichen und erdichteten (?), männ-lichen und weiblichen Meistern der Kunst und Herrschern. DieKönige" sindC aesar 5 ,H eraklios, T heodoros 6 , M arcunis ( M arques; M archos ?) 7 und K ha-lid I bn Y azid ( J ezid ). Zu den Autoren gehören, gemäß hellenistischer, früh-christlicher und arabischer Überlieferung: P ythagoras, G regorios und nochein zweiterweiser Pythagoreer" 8 , H ermes, A gathodaimon, O stanes, D emo-kritos, Z osimos, M ariadie K optin", E uthasia, A mnutiiasia ; S ergiusderM önch", T heophilus (?), M atthaeus(?), M a rian us ( M orienes) 9 ; K halid I bnY azid 10 , D sch A bir der SüFi, I bn ' A un = I bn A l- M undhir, A l- A ndalijsi (Ver-fasser desSchudhur al -dhahab"), A l- H asda (Verfasser an dasHexen-Ein-maleins" erinnernder Sprüche) 11 , D hu'l N un 12 , und A res (= H ermes B udhasirI bn A ris, A l- B üdash I r?) 13 .

Grundlegend bleibt die Lehre, daß alle Metalle im Wesen identisch sind undihre nur geringen Unterschiede, z. B. jene derWärme und Kälte", sich ergänzenoder beheben lassen, hauptsächlich durch denStein der Philosophen", d. i. dasElixir, das die Metalle nährt, wachsen und reifen läßt, und so innerlich umwan-delt 14 . Für dieses, aber auch für viele andere Stoffe, Mineralien und Chemikalien,u. a. auch für Schwefel, kommenDecknamen" vor 16 , deren für die 7 MetalleHunderte bestehen sollen 16 ; verschiedene Namen, auch solche von Apparaten,entstammen dem Persischen (Pehlewi), z. B. al-waraq (Silber), rüsakhtaj (ge-branntes Kupfer = Kupferoxyd); arabisch ist hammäm Maria (Marienbad, BainMarie, Wasserbad) 17 .

Verschiedene Allegorien gehen auf die Traditionen aus älterer Zeit zurück 18 :Himmel und Erde bedeuten das Flüchtige und das Feste; das Lebende der Stoffe

1 Jacoby,H. D. A." I, 99. 2 Holmyard ,Isis" VIII, 403 (1926); 417; 414, 415.

3 Ed. Holmyard , Paris 1923; mit englischer Übersetzung.

4 Zu diesen zählen auch logische Gleichnisse: a. a. O. 55.

5 Ebenda 35,51. 6 Ebenda 42,48. 7 Ebenda 50, 53. 8 Ebenda 39. 9 Ebenda

33, 52.

10 Sprich: Yezid. Die Proben aus seinenLehrgedichten" sind gefälscht ( Ruska ,M.

G. M." XXIII, 137; 1924). 11 Holmyard 43. 12 Ebenda 46. 13 Ebenda 50, 55.

14 Vgl. Ruska ,Islam" XV, 105(925). 16 Holmyard ,Isis", a. a. O. 421ff., 405.

16 Ebenda 417 ff.

17 Ebenda 421 ff., 424. Über Ursprung und Namen des Marien-(Wasser-)Bades vgl.

L ippmann ,Abhandlungen und Vorträge" (Leipzig 1913) II, 185.

18 Holmyard (Paris 1923) 56.