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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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5.blätterigen (die Zahl der Fruchtblätter ist ziemlich wenig konstant), l.fächerigen Fruchtknoten auf einer stiel,artigen Verlängerung der Blütenachse (Androgynophor) emporgehoben (Fig. 2094). Der Fruchtknoten um.schliesst 3 (seltener 4 bis 5) wandständige Plazenten mit zahlreichen umgewendeten, zweihülligen Samenanlagenund trägt gewöhnlidi 3 in eine köpf, oder schildförmige Narbe übergehende Griffeläste. Die Frucht ist einemeist fachspaltig oder unregelmässig aufspringende Kapsel oder Beere, die gewöhnlich zahlreiche, von einemfleischigen Arillus sackartig umhüllte, nährgewebehaltige Samen aufweist. Die von den Turneraceae durch diestärker ausgebildeteCorolla" und die dachigen Kronblätter verschiedene Familie ist mit ihren 12 (oder IS)

Gattungen fast ganz auf die Tropen beschränkt unter Bevorzugung (und zwar bedingt durch die dort stark vertreteneGattung Passiflora incl. Tacsönia) der Neuen Welt. Nur wenige Arten gehen nördlich bis in die gemässigte Zone, soPassiflöra lutea L. bis nach Pennsylvanien oder südlich bis nach Südafrika (Ad^nia [Modecca], Trypho.st£mma) und bis Neuseeland (dort die monotypische Gattung Tetrapatheea). Während die meisten ArtenKletter. oder Schlinggewächse darstellen, weichen von diesem Typus die südwestafrikanischen, sparrig.strauchigen

Adenia globösa Engl, und besonders A. (Echino.thamnus) Pechuelii (Engl.) mit ihren dicken, kuge«ligen, zu mächtigen Polstern vereinigten, bis 100 kgschweren Stämmen wesentlich ab. VerschiedenePassiflora.Arten haben geniessbare, z. T. wohl,schmedeende, pflaumenähnliche, an Stielen herab,hängende Früchte und werden zu diesem Zwecken den Tropen (besonders in Westindien und Süd.amerika) an Spalieren gezogen. Früher kamen sieauch (1816 durch E. Bo eh m eingeführt) nach England,

Frankreich und Portugal; auch werden sie zu diesemZwecke in England (ehedem vor allem durch dieGräfinV a n d e s in Buyeswater) und in Belgien (durchSenator Bioley auf Hombret bei Verviers) inTreibhäusern gezogen (und zwar besonders P.quadranguläris L.), wegen der Aehnlichkeit mitkleinen GranatäpfelnGrenadilla", auchPaocha",in BrasilienMaracuja* genannt. Die schleimig,breiige Pulpa enthält neben Zuckerarten Aepfel» undCitronensäure, etwas Eiweiss und Stärke. In Betrachtkommen besonders die Früchte von Passifloracaerulea L., P. edülis Sims (Calabasch", pommede liane; in Mossamedes in Portugiesisch.Afrika [hierangeblich von St. Helena eingeführt]roxa" geheissen),P. lauriföliaL. (in MexikoGranada china" ge.nannt), P. aläta Ait. mit geflügelten Stengeln, P.quadranguläris L. (Barbadine, Grenadille vineuse,

Melonen, oder Königs.Granadill, in Costarica Granadareal), P. membranäcea (Rosen.Granadille, inCostarica Granadilla bellisima), mit sehr grossenFrüchten und unscheinharen Blüten, P. macrocärpa Lind. (Mara cuja) mit 18 cm langen und 4 kg schwerenFrüchten gibt in Brasilien eine beliebte Limonade, P. incarndta L. und P. maliförmis L. Die Wurzelnund die Blüten, seltener auch die Samen verschiedener Arten sind giftig und enthalten eine Blausäure abspaltendeSubstanz (wohl ein Glykosid), weiter Salicylsäure, fettes Oel, Harze, Harzsäuren usw. Vom Dekokt der Wurzelwird angegeben, dass es Hunde in 40 Minuten töte, dass Hühner epileptisch werden und dass Eidechsenin Starrkrampf verfallen. Eine Art mit rosinenartiger Frucht gilt in Amerika als Antidot und als Diuretikum.

Die In den Tropen als Unkraut weit verbreitete P. fofetida wird in den Kokospflanzungen zuweilen zurUnterdrückung des lästigen Alang-Alang.Grases kultiviert. Sehr beliebt sind verschiedene Arten als Zimmer»und Topfpflanzen, die in Südeuropa im Freien aushalten. Bereits im 17. Jahrhundert waren in Italien und inSchlesien 3 Arten (P. caerulea, P. incarnata und P. lutea) bekannt; später kamen weitere, südamerikanische,namentlich auch Bastardformen hinzu. Die bekannteste und neben P. incarnata auch härteste (im Süden hältsie im Freien aus; bei Torbole am Gardasee wurde sie verwildert beobachtet) ist die aus Brasilien und Perustammende P. caerulea L. (Fig. 2094 und 2095), die eigentlichePassionsblume* (franz.! Grenadille bleuefleur de la passion; engl.i Blue passion vine), die Nikiaus Robert 1701 als Clemdtis quinquefölia Americänabezeichnete. Sie ist ein Kletterstrauch mit kahlen, breitherzförmigen, einfachen bis 5. oder 7.1appigen, gestielten

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