c) Bastarde zwischen den Cauliformes und Hypocarpeae (alle selten):
36. V. collina Besser X V. rupestris Schmidt, angeblich in Tirol.
37. V. hirta L. X V. rupestris Schmidt (= V. Wilczekiäna Beauverd), angeblich mehrfachim Wallis.
38. V. alba Besser X V. silvestris Lam. (= V. Dufförtii Fouillade, = V. insidiösa Rouy etFouc.) und V. alba Besser X V. Riviniana Rdib. (= V. dig6nea Rouy et Fouc.), bisher nur aus Frank,reidi bekannt.
39. V. ambigua Waldst. et Kit. subsp. Thomasiana (Perr. et Song.) X V. Riviniana Rchb.(= V. Bernoulliäna W. Becker). Seealpen.
40. V. odorata L. x V. silvestris Lam. (= V. Oli'mpia Beggiato). Sdiemnitz in Ungarn.
Die an die Violaceen anschliessende Familie der Flacourtiäceae enthält ausschliesslich Holz.
gewächse (selten auch Schlinggewächse) mit ± deutlich zweizeiligen, fast stets abwechselnden, meist dicken,immergrünen, lederigen, seltener sommergrünen, fiedernervigen, einfachen, ganzrandigen oder gesägten Laub»blättern und in der Regel frühzeitig abfallenden Nebenblättern. Bei der Gattung Bart^ria Hook, in Westafrikasind eigenartig aufgetriebene, hohle oder durchlöcherte, gallenartige Zweigabschnitte ausgebildet, die vonAmeisen bewohnt werden. Die strahligen, meist zwifterigen Blüten, deren Stiele nahe der Basis vielfach miteinem Gelenk versehen sind, stehen gewöhnlich in Büscheln oder Trugdolden ; blattbürtige Blüten (Epiphyllie)besitzen die Gattungen Phyllobötryum und Phylloclinium. Die Blütenachse bildet öfter einen krug», ring«oder kragenförmigen Diskus. Die 2 bis 5 Kelchblätter sind gewöhnlich frei, seltener unter sich oder mit demFruchtknoten verwachsen. Die freien Kronblätter wechseln in der Zahl von je 10 bis 0, gehen auch in spiraligerAnordnung ohne Sonderung in die Kelchblätter über; zuweilen wachsen sie bei der Fruchtreife flügelartig ausoder tragen am Grunde schuppenförmige Anhängsel. Die Staubblätter sind meist in grösserer (zuweilendoppelter) Zahl als die Kronblätter vorhanden, während die Fruchtblätter (in der Regel 3 bis 5, selten bis 10)zu einem einfächerigen, meist ober», seltener halb« oder ganz unterständigen Fruchtknoten mit zahlreichenumgewendeten Samenanlagen an wandständigen Plazenten verwachsen sind. Die Frucht ist eine Beere oderKapsel, seltener auch eine trockene Schliess. oder Steinfrucht. Die gewöhnlich hartschaligen, zuweilen behaarten,selten geflügelten Samen sind zuweilen von einem Arillus umgeben und enthalten reichliches Nährgewebe.Die Familie ist mit ihren rund 500 Arten, die sich auf 77 Gattungen verteilen, im wesentlichen auf die Tropender Alten und Neuen Welt, unter Bevorzugung Afrikas beschränkt; immerhin ist sie auch noch in Südafrika(Kiggeläria, Trimeria), in Argentinien (Azära), Chile (Berberidöpsis, Azära), in China und Japan (Id^sia, Polio«thyrsis, Carri6rea) und in Neusüdwales (Streptothämnus) vertreten. Die artenreichsten Gattungen der gesamtenTropen sind Caseäria (120 Arten) und Homälium (80 Arten); Madagaskar vor allem besitzt eine ganzeAnzahl von endemischen Gattungen (Prockiöpsis, Tisönia, Bembi'cia, Ropalocärpus). Die meisten Arten sindBewohner der Ebene und der unteren Bergstufe; nur wenige erscheinen in den Anden, in Abessinien undauf Ceylon als Bergpflanzen. Die geographische Verbreitung der einzelnen Gattungen, ebenso die geringeArtenzahl in den meisten derselben, spricht für ein hohes Alter der Familie und für die erlöschende Lebenskraftderselben. Der Nutzen der Familie ist ein geringer. Einige Arten liefern essbare Früchte bezw. Samen (diemeisten Flacotirtia»Arien, dann verschiedene Oncöba», Doryalis« und C ar p o trö ch e «Arten),während aus den Samen weiterer Arten (Pängium edüle Reinw. [„Pitjung«" oder „Samaunoel"], Carpo«troche Brasili6nsis Endl., Hydnocärpus Kürzii Warburg, Trichad^nia Ceylänica Thw. usw.)bis 65% Oel und Fett, das als Brenn, und Speiseöl Verwendung findet, gewonnen wird. Mehrere Artenhaben lokal medizinische Bedeutung gegen Hautkrankheiten, Lepra, Krätze, Rheumatismus, Fieber, Dysenterie,so besonders die „Chaulmoogra-Samen" von Gynocärdia odoräta R. Br. in Indien (diese enthalten dasBlausäure abspaltende Glykosid Gynocardin [CisHioOaN] sowie ein Enzym Gynocardase) und die Krebao«samen („Ta=fung.tze", „Lukrubau") von Hydnocdrpus anthe 1 raintica Pierre in China. Wegen ihresBlausäuregehaltes werden die Früchte von verschiedenen Hydnocarpus«Arten, ebenso die Rinde von Pangiumedule u. a. als Fischgift benützt. Verschiedene Arten besitzen verwertbares Holzj jenes von polynesischenMyröxylon«Arten dient zum Parfümieren von Kokosöl. Als Ziersträucher werden in Mitteleuropa gelegentlichangetroffen: Berberidöpsis corallina Hook, f., ein leicht kletternder Strauch mit etwas dornzähnigenLaubblättern, mit endständigen, überhängenden, roten Blütentrauben und korallenroten Beeren aus den Wäldernvon Südchile. — Azära microphylla Hook, f., ein zierlicher Strauch mit einem blattartig vergrössertenNebenblatt und kleinen, wohlriechenden, blattachselständigen, 1« bis wenigblütigen Blütenbüscheln undrunden, orangefarbenen Beeren aus Chile. Aehnlich sind Azära Gillidsii Hook, et Arn. (Nebenblätterhinfällig und Beeren schwarz), A. integrifölia Ruiz et Pav. und A. dentäta Ruiz et Pav. aus denCordilleren. — Id^sia polycärpa Maxim. Sommergrüner Baum aus China und Japan mit dünnen, breit»ovalen, am Grunde 5» bis l»nervigen, in den Winkeln behaarten, sonst kahlen, gestielten Laubblättern, endständigenzymösen Trauben, diözischen, kronblattlosen Blüten und vielsamigen, rotgelben Beeren. — Poliothyrsis