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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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3. subsp. ovätum (Viv.) Schinz et Thellung (= H. obscürum Pers., = H. hirsütum Merat, = H.vulgäre ß cöncolor Rchb., = H. vulgare ß hirsutum Koch, = H. Chamaeristus subsp. hirsutum Vollmann).Fig. 2034 und Fig. 2040 h.

Niederliegender oder aufsteigender bis fast aufrechter, 10 bis 40 cm hoher Halbstrauch. Laubblättergestielt, lineal.lanzettlich bis breit.eiförmig, 8 bis 30 mm lang und 1,5 bis 8 mm breit, nicht filzig, oberseits mitzerstreuten, vorwärts gerichteten, unterseits mit zerstreuten, sternförmig ausgebreiteten Haarer, selten nur amRande und Mittelnerven behaart oder ganz kahl, hell» oder blaugrün. Knospen länglich»eiförmig, spitz. Blütenetwa so gross wie bei subsp. grandiflorum. Innere Kelchblätter 5 bis 8 mm lang, locker filzig oder dicht flaumig, mitoder ohne längere Haare oder zwischen den Nerven spärlich behaart bis kahl und nur auf den Nerven ± dichtbüschelhaarig. Kronblätter 8 bis 12 mm lang, goldgelb, selten orangegelb oder weisslichgelb. V bis IX.

In trockenen Wiesen, auf sonnigen Hängen, in lichten Gebüschen, Heiden und lichten Wäldern.

In Deutschland verbreitet und meist häufig, aber infolge der früher ungenügenden Unterscheidungvon der subsp. nummularium nur lückenhaft bekannt. In Oesterreich die verbreitetste Cistacee, diekeinem Lande fehlt und in den meisten Gebieten häufig ist. Nur in Oberösterreich seltener als die subp.nummularium und dem Verbreitungsgebiet der letzteren meist ausweichend. In der Schweiz verbreitet.

Allgemeine Verbreitung!Ganz Mitteleuropa, nordwärts bisSchweden. In Südeuropa seltener, inden südlichen Teilen der Iberischenund der Balkan«Halbinsel ganz fehlend;Kleinasien, Armenien.

Die Unterart ist hinsichtlichihres Wuchses und der Grösse allerTeile, der Blattgestalt, Behaarung usw.eine sehr vielgestaltige Pflanze. Diemitteleuropäischen Formen werden alsf. obscürum (Pers.)zusammengefasst,die durch die filzige, flaumige oder kurzbüschelhaarige Bekleidung der innerenKelchblätter zwischen den Nerven 1 )ausgezeichnet sind. Ihr gegenübersteht als ± geograpische und süd.liehe Rasse f. litoräle (Willk.).Kelchblätter zwischen den Nerven kahloder fast kahl. So nur in Südtirol amDoss del Diabolo, Castelbell bei Meranund in der Fersinaschlucht oberhalbP onte Alto bei Triest. Nach der Laubblattform lassen sich unterscheiden : subf. angustifölium (Willk.). Laub«blätter lineal.lanzettlich, i 2mm breit. subf. laneeolätum (Willk.). Laubblätter elliptisch bis lineal.lanzettlich;obere 15 bis 45 mm lang und 4 bis 9 mm breit. subf. nummularium (Lam. et DC.). Untere Laubblätter fast kreis,rund, obere elliptisch.lanzettlich, 15 bis 35 mm lang und 7 bis 15 mm breit, untere kleiner. So im Jura. EineForm mit orangeroten Blüten im Willroder Forst bei Erfurt. Die Unterart ist zweifellos mit subsp. nummu»larium nächst verwandt und phylogenetisch auf letztere zurückzuführen. Ob indes noch gegenwärtig nicht«hybride Mittelformen vorkommen, bleibt zu untersuchen. Dagegen wurde bei Unken in Salzburg mit ziemlicherSicherheit ein Bastard der beiden Unterarten festgestellt, bei dem die Blattunterseite mit ziemlich dichten, abernicht zu einem geschlossenen Filz zusammenschliessenden groben, sternförmigen Büschelhaaren bekleidet ist:Helianthemum Kernßri Gottlieb et Janchen.

4. subsp. grandiflörum (Lam. et DC.) Sch inz et Thellung. (= H. vulgäre Gaertner ß grandiflorumRoth, = H. Chamaecistus Miller ß grandiflorum Fiek). Fig. 2035, Fig. 2036 a bis c und 2037.

Steht der subsp. ovatum sehr nahe und unterscheidet sich von ihr hauptsächlich durch die auffallendgrossen Blüten. Wuchs meist aufsteigend bis aufrecht, 10 bis 30 cm hoch. Laubblätter gross und breit, 15 bis32 mm lang und 6 bis 14 mm breit, 2« bis 4-mal so lang als breit, am Rande flach oder nur wenig zurück«gerollt, beiderseits oder mindestens oberseits zerstreut behaart. Blüten meist nicht sehr zahlreich. InnereKelchblätter 7 bis 10 mm lang, zwischen den Nerven kahl (Fig. 2036 b), seltener locker kurz«flaumig, auf denNerven mit langen Büschelhaaren bekleidet. Kronblätter 10 bis 18 mm lang, goldgelb oder orangerot. VII, VIII

*) Die hie und da in Tirol festgestellte, bisweilen auch in Gärten gezogene var. surrejänum (L.)Miller mit verkümmerten, lanzettlichen Kronblättern ist eine Monstrosität.

Fig. 2034. Helianthemum nummularium (L.) Miller subsp. ovatum (Viv.)Schinz et Thellung. Phot. V. Ziind, München.