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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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1920. Helianthemum Apenninum (L.) Mill. (= H. polifölium Mill., = H. pulverulentumLam. et DC., = H. velütinum Jord.)l Apenninen»Sonnenröschen. Fig. 2030 und 2031.

Lockerrasiger, am Grunde meist reichlich verzweigter Halbstrauch mit einfachen,aufrechten oder aufsteigenden, 10 bis 30 cm langen Aesten und anliegend filziger Behaarung.Laubblätter gegenständig, gestielt, lineal, lineaManzettlich, ^

lanzettlich oder ei=lanzettlich, 8 bis 32 mm lang und 1 bis .

6 mm breit, am Rande i zurückgerollt, mit unterseits

meist stark vortretenden Mittelnerven, unterseits von ^ w

dichten sternförmigen Büschelhaaren weissfilzig, seltener jjd «J

nur graufilzig, oberseits von lockerer Behaarung grau» j

filzig, seltener weissfilzig oder auch verkahlend und r\fj \

grün. Nebenblätter lineaWanzettlich, spitz, ungefähr .W Jj \ /]

1 14 so lang wie die Laubblätter oder kürzer. Blüten in \AII

einfachen, endständigen, lockeren, von kleinen Vorblättern Vll .1 \|| W

durchsetzten, 3» bis 10»blütigen Wickeln (Fig. 2030a und f ^\ ]

2031 b). Blütenstiele ungefähr 10 mm lang, solang wie die \!|V 1/ y

Kelche oder länger, nach dem Verblühen zurückgekrümmt. vit J *j j / %,

Knospen länglich=eiförmig, stumpf. Innere Kelchblätter % \L/ / \f/

eiförmig, stumpf, selten spitzlich, 5 bis 10 mm lang, \j a J

dicht kurzfilzig, ohne längere Haare; die äusseren lineal» \J \ -=^/J w

lanzettlich, stumpf, etwa V» so lang wie die inneren. \\,. \ J.Ä 7 \ |\ f

Kronblätter rundlich=verkehrt=eiförmig, 8 bis 15 mm \\\ \M, | M J \L

lang, weiss, am Grunde zitronengelb. Staubblätter zahl» ^ [\ J Ix \)/

reich. Fruchtknoten eiförmig=kugelig, von dichtstehenden \ ^ J y

Büschelhaaren zottig=filzig. Griffel ziemlich lang, am f w

Grunde knieförmig gebogen, aufsteigend, im unteren \ \w

Teile fädlich, gegen die Spitze verdickt; Narbe die Staub» ^ W J f

fäden etwas überragend. Kapsel 3=kantig=eikugelig,behaart (Fig. 2030 c und d). V bis VII, vereinzelt bis

Zerstreut an trockenen, sonnigen, steinigen g ^LjJr

Hängen, auf Felsbändern, in Steppenwiesen und lichten ß_ 0

Gehölzen. Von der Ebene bis zur Bergstufe: im Tessin Fig .2030. Helianthemum Apenninum( l.)mm.

/. o« 1 ' 1 - 1 \ xt .. 11. 1 1 a Habitus, b Sternförmiges Büschelhaar, c Frucht.

DIS 880 m (in oudspanicn bis lüüü m). JNorallCll der d Frucht geöffnet, e Samen von oben. / Desgl. von

Alpen wohl nur auf Kalk, südlich derselben auch auf der Seite ' * und h ^schnitte durch den Samen.

kalkarmen Unterlagen.

In Deutschland sehr selten: in Rheinhessen oberhalb Bingen bei Sprendlingen, am OckenheimerHörnchen und auf dem Gaualgesheimer Berg bei Bingen, im nördlichen Bayern auf Muschelkalk im mittlerenMaingebiet (vielfach zusammen mit H. canum) um Karlstadt (vom Stettnerlodiberg, Nikolausberg, Saupurzelberg,Rehnützberg, Rosenrain, Kalbenstein und Grainberg durch den Stettener Gemeindewald und über den Ilbberg,die Tanne und den Eichelberg auf das rechte Wernufer überspringend bis Eussenheim und den Südhang derHomburg bei Gössenheim), bei Würzburg (Veitshöchheim, früher auch bei Zell 1 )), im Tal der Fränkischen Saale vonMachtiishausen bis Euerdorf, Hammelburg, Elfershausen, Feuertal, Langendorf, Unter»Ertal, am Staffelberg beiBamberg wahrscheinlich verschwunden. In Oesterreich nur im südwestlichen Tirol, hier aber an zahl»

') Die beschränkte Siedelung bei Zell im Maintale selbst (beim Zeller Bahnhof) scheint nach Gr. Kraus1910 erloschen zu sein. Die Pflanze wurde dort zu Beginn des 19. Jahrhunderts von J. Fr. Lehmann auf.gefunden und als Seltenheit für Deutschland in den Primae lineae florae Herbipolensis, Wirceburgi 1809folgendermassen veröffentlicht! .Helianthemum appeninum Smithii, in pascua sterili ad viam, quae ducit adVeitshöchheim, frequens quidem, sed rarissimus Germaniae incola."