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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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548
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oder bis 5 m hoher Baum mit ± purpurfarbenen Aesten. Laubblätter eilanzettlidi, 1 bis 2 mm lang, ±stengelumfassend, seegrün. Blütenstände an den vorjährigen Zweigen entspringend. Blütenstand 2,6 cm lang.Blüten 4»zählig. Kronblätter sehr klein, ausgebreitet, bleibend, blassrot, getrocknet weisslich. Griffel 3,sehr kurz. Kapsel purpurviolett. V. Westmediterrane Art. In den Gärten oft als T. Africanaoder T. Gallica bezeichnet. In Griechenland wird diese Art gern als Heckenpflanze, an Feldwegen, umWeinberge usw. gezogen. T. tetr&ndra Pall. Fig. 2022e und f und Fig. 2023u bis w. Der vorigenArt ähnlich, aber Aeste mehr schwarzrindig. Laubblätter lebhaft grün, mit durchscheinendem Rande. Blüten,stand 4 bis 5 cm lang, i unregelmässig büschelig.seitenständig. Blüten grösser, mit abfallender Krone und3 bis 4 deutlichen Griffeln; Diskus und Staubbeutel i rot. IV bis VI. Im nördlichen Teile des östlichenMediterran-Gebietes von Cypern und Griechenland ostwärts heimisch. Seit 1821 in Kultur. T. ChindnsisLour. und T. Odessdna Stev. dürften kaum in Kultur sein. Als Trägerin von Misteln ist nach v. Tubeufnoch keine Tamaricacee festgestellt worden.

CCCCLXX1V. Myricaria 1 ) Desv. (= Tamariscus Scop.). R i s p e 1 s t r a u c h,T amariske. Franz.: Myricaire; engl.: Tamarisk; ital.: Tamarigio. Fig. 2022g und h,

2023 a bis f, 2024.

Niedrige Sträucher mit aufrechten Aesten. Laubblätter meist ungestielt, wechselständig,klein, schmal, flach. Blüten in endständigen, einfachen oder rispig verzweigten Trauben.Kelch» und Kronblätter meist 5, seltener 4. Staubblätter 10, die 5 äusseren länger, die5 inneren kürzer, mit einwärts gewendeten Staubbeuteln und bis über die Mitte verwachsenenStaubfäden (Fig. 2016 d). Fruchtknoten schmal=pyramidenförmig, 1 »fächerig, mit zahlreichenanatropen Samenanlagen an den 3 grundwandständigen Plazenten. Griffel fehlend; Narben 3,sitzend. Frucht eine 3=klappige, fachspaltige Kapsel. Samen mit einem gestielten Haarschopf(Fig. 2016k) an der Chalaza (Taf. 1S4, Fig. 3 d).

Die Gattung umfasst etwa 10 Arten, die in der nördlichen gemässigten Zone der Alten Welt namentlichin der montanen bis subalpinen Stufe heimisch sind. Die überwiegende Mehrheit findet sich in beschränktenzentralasiatischen Gebieten. M. prosträta Benth. et Hook, ist auf die Gebirge des Himalaya beschränkt.Das grösste Areal kommt der M. alopecuröides Schrenk zu, einer nahen Verwandten unserer M.Germanica (L.) Desv., das sich von China über den Himalaya und das westliche Sibirien bis zum Kaukasuserstreckt. Von diesem Gebirgsstodc ausgehend dringt M. Germanica als sinziger Gattungs» Vertreter nachEuropa vor. In Gärten wird bisweilen M. Dahürica Ehrenb., ein in Dahurien, Transbaikalien und im Altailebender Strauch, gepflanzt, der sich durch eilängliche, stumpfe, ringsum mit einem gleichbreiten Hautsaumausgestattete Tragblätter, besonders an den Seitentrieben auftretende Blütenstände und bisweilen nur zu '/»verwachsene Staubblätter unterscheidet. VII bis IX (vgl. auch unter M. Germanica).

1917. Myricaria Germanica (L.) Desv. (= Tamarix Germanica L., = Tamariscus GermanicusScop.). Deutscher Rispelstrauch, Deutsche Tamariske, Porsthirz, Birtzenbertz. Franz.:Bruyere, myricaire, tamarin; engl.: Tamarisk; ital.: Myricaria. Taf. 184, Fig. 3; Fig. 2022 g

und h, 2023 a bis t und 2024.

Volkstümliche Verdrehungen aus Tamarix sind Damischkerl (Oberösterreich), Mariske(l)(Schweiz). Die Blätter gleichen einigermassen denen des Sevenbaumes, daher (wilder) Sefi (Graubünden).

0,6 bis 2 (2,5) m hoher Strauch mit aufrechten, rutigartigen Aesten. Einjährige Zweigerundlich, gelbgrün bis glänzend rotbraun. Knospen sehr klein. Laubblätter sehr klein, mitbreitem Grunde sitzend, an den jüngeren Zweigen angedrückt und dicht dachig stehend, anälteren ± abstehend, lineahlänglich oder lineaWanzettlich, stumpf, 2 bis 5 mm lang, etwasfleischig, kahl, drüsig punktiert, graugrün (Fig. 2022 h). Blütenstände besonders an den5 bis 6 mm dicken Hauptästen, weniger an den Seitentrieben, endständig, gedrungene, einfacheoder rispig verzweigte Trauben auf 8 bis 10 cm langen Stielen bildend. Tragblätter aus breitem,

*) Vom griech. uvoixri [myrike] abgeleitet, unter welcher Bezeichnung Theophrast und Dios»kurides die Tamarix Africana verstanden. Plinius nennt unsere Pflanze tamarix.