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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Elatine Aisinastrum zeigt ähnlich wie viele andere Wasserpflanzen eine sehr schwache Ausbildungdes Stranggewebes und ein wenig differenziertes Mark. Ferner ist bemerkenswert, dass der weitaus grössteTeil des Stengelquerschnittes von Luftkammern eingenommen wird, die die Internodien der Länge nach durch«ziehen und nur durch einschichtige, radial angeordnete Gewebeplatten voneinander getrennt sind. ImGegensatz zu den folgendenhomoblastischen" Arten ist E. Aisinastrum (und ähnlich auch die west»französische E. Brochöni Clavaud)heteroblastisch", d. h. die Wasserblätter sind von den Luftblättern sehr starkverschieden. Die Ueberwinterung erfolgt bei gleichmässigem Wasserstand durch Sprosse, an zeitweiseaustrocknenden Standorten ausschliesslich durch Samen. Auf eine Verschleppung durch Vögel deutet dasVorkommen auf Gänseweiden. Bei Ketsch, wo die Art an einem solchen Orte früher jahrelang zu findenwar, ist sie in neuerer Zeit infolge Anlage eines Sportplatzes gänzlich verschwunden (Fr. Zimmermann).Im Jahre 1924 trat sie in einem 20 Morgen grossen, durchschnittlich 40 cm tiefen Fischteich bei Sproitz in derOberlausitz nach wiederholter Kali» und Phosphordüngung in solchen Massen auf, dass das ganze Wassererfüllt wurde und selbst ein zweimaliges Abmähen nichts half, vielmehr die Vermehrung noch begünstigte.Als wirksames Gegenmittel ist in solchen Fällen Kalk zu empfehlen. Vom sumpfigen Schwemmlande desRheins und der Kinzig zwischen Kork und Willstett gegenüber Strassburg gibt E. W a 1 d n e r als BegleiterHeliosciadium repens, Myosurus minimus, die 3 anderen mitteleuropäischen Elatine«Arten, Moenchia erecta,Lythrum hyssopifolia, Limosella aquatica usw. an.

Die kleinen, grünlichbraunen, zylindrischen Samen weisen nach O. Ohlendorf (Beiträge zurAnatomie und Biologie der Früchte und Samen einheimischer Wasser» und Sumpfpflanzen. Diss. Erlangen, 1907)9 seichte Längsfurchen auf, die quergestreift sind und die Samenoberfläche gitterartig gezeichnet erscheinenlassen. Sie gehen aus Samenanlagen hervor, die ein äusseres, 4» bis 5=schichtiges Integument und ein inneres,fast durchweg nur 2«schichtiges Integument besitzen. Die Samenschale entsteht aus ersterem. Die Epidermis,zellen sind plattenförmig, sehr dünnwandig und in Reihen parallel zur Längsachse des Samens angeordnet.An sie schliessen sich äusserst grosslumige Zellen an, die quer zur Samenlängsachse stehen, und zwar umgeben9 der Samenlängsachse parallel laufende Zellreihen den ganzen Samen, aus welchem Grunde dieser auf demQuerschnitt 9»eckig erscheint. Die Seitenwände dieser Zellen sind nahe der Innenwand durch je eine leisten«artige, schwach verholzte und deutlich geschichtete Verdickung verstärkt. Die Leisten sdiliessen in jeder Zellezu einem quergestellten Rechteck, alle Rechtecke zu einem Gitterwerke zusammen. Auf diese Zellschicht folgteine einen braunen Farbstoff führende Lage flacher, stark verdickter, skierotisierter und mit welligen Seiten»wänden versehener Zellen mit reichlicher Tüpfelung. Die Epidermis und die subepidermale Schicht sind inreifen Samen bis auf die Verdickungsleisten der subepidermalen Schicht zusammengesunken. Ebenso fehltdann das Nährgewebe bis auf einen geringen Rest, der das aus stark kollabierten Zellen zusammengesetzteHäutchen zwischen Embryo undTesta bildet. Die Keimung erfolgt nach W. Kinzel nur im Lichte, aber ziemlichrasch und sehr vollständig. Die Keimblätter sind schmaMineal und pfriemlich zugespitzt.

1914. Elatine triändra Schkuhr (= E. Hydröpiper L. var. triandra Palmstruch, = Alsinästrumtriandrum Rupr.). Dreimänniger Tännel, Kreuz=Tännel. Franz. : Elatine ä trois etamines.

Fig. 2017 a bis h.

Einjähriges Kraut. Stengel zart, reich verzweigt, kriechend und an den Knotenwurzelnd oder aufsteigend, 2,5 bis 15 cm lang (Fig. 2017 a bis c). Laubblätter länglich=eiförmigbis lineal, bis 14 mm lang und nur 1 bis 2 mm breit; die unteren in einen die Spreite anLänge nie erreichenden Stiel zusammengezogen, am Rande undeutlich gekerbt, an der Spitzeetwas ausgebuchtet (Fig. 2017d, e). Nebenblätter frei am Stengel sitzend, meist 3«eckig, farblos,1 »schichtig, mit unregelmässig gezähneltem Rande. Blüten sitzend, einzeln in den Blattachseln,sehr klein (Fig. 2017 g). Kelch 3=blätterig (Fig. 2017 f). Kronblätter 3, weiss oder blassrosa.Staubblätter 3 (der innere Kreis fehlt). Fruchtknoten 3=fächerig. Frucht eine dünnwandigeKapsel, mit schwach gekrümmten Samen (Fig. 2017 h). VI bis IX.

An schlammigen Teichrändern, in seichten Tümpeln und anderen untiefen, stehendenGewässern, an oft überschwemmten Plätzen, in Sümpfen, auf kalkfreiem Lehm« und Sandboden.

In Deutschland in Bayern bei Wellenburg unweit Augsburg, Deggendorf, früher bei Saliern undDonaustauf bei Regensburg, bei Keilbücherl bei Waldmünchen, am Dutzendteich bei Nürnberg, Cadolzburg,Bodenwöhr; in Württemberg nur am Muckentaler Strassenweiher bei Ellwangen; in Baden am Kaiserstuhl,bei Kehl, Karlsruhe, Mannheim, Friedrichsfeld; im Elsass bei Strassburg zwischen Kork und Willstett; in derRheinprovinz im Pulvermaar bei Gillenfeld, im Merheimer Bruch bei Mühlheim a. R. (früher in Menge, jetzt