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Salzburg) ist subsp. Desetangsii, die des Ostens (bisher nur als eng begrenzter Neo«Endemismus von Steiermarkbekannt) subsp. Desetangsiiforme. Für die montane Stufe erscheint eine horizontale Gliederung insofern nichtstreng durchführbar, als die subsp. obtusiusculum sowohl im Osten (Krain) als auch im Westen (allgemein)auftritt, während der Osten bisher nur in Steiermark durch die subsp. Styriacum ausgezeichnet ist.
Die subsp. eu-maculatum tritt im Herzynischen Florenbezirk nach Drude namentlich in den etwaüber 400 m gelegenen, durch Avena pratensis und A. pubescens, Alopecurus pratensis, Luzula multiflora,Agrostis canina, Meum athamanticum, Trollius Europaeus, Arnica montana, Centaurea pseudophrygia, Crepissuccisifolia und Phyteuma orbiculare ausgezeichneten Berg wiesen auf. In den norddeutschen Erica Tetralix»Heiden mit vorherrschendem Juncus squarrosus erscheint sie öfters in grösserer Menge an grasigen Stellenmit Scirpus caespitosus, Eriophorum vaginatum, Carex pilulifera, Salix.Arten, Polygala depressa, GentianaPneumonanthe, Pedicularis silvatica usw. (Graebner). Im Alpengebiet findet sie sich in der Regel in Trisetumflavescens» und in mittelfeuchten Agrostis tenuis.Fettwiesen. Im Sdianfigg gehört sie bisweilen zu denBegleitern des Delphini6tums elati, einer Hochstaudenflur, die auf gefestigten Grobgeröllhalden als Pionier»Verein dem Alpeneriengebüsch vorausgeht und in der sich Aconitum Vulparia, Adenostyles glabra,Carduus Personata, Cerinthe glabra, Chaerophyllum hirsutum, Laserpitium latifolium, Valeriana montana,
Petasites niveus, Gentianaasclepiadea als die bezeich»nendsten Vertreter vor»finden (Beger). In Pinusmontana.Gebüschen am Wie»ner Schneeberg zeigen sich inder Gesellschaft dieser Unter-art Betonica Alopecurus,Carduus defloratus, Astran»tia major, Helianthemumvulgare, Achillea Millefolium,Senecio Fuchsii und Pimpi»nella major (Hegi). Oeko»logisch fast kongruent wächstsie auch unter Legföhren am Torrenerjoch bei Berchtesgaden. — Die subsp. Desetangsii gehört zu den ±bezeichnenden Gliedern der Molinietum=Serie, erscheint auf feuchten Böden, auf denen sich Molinia caeruleabereits in grösseren Mengen eingestellt hat oder an Grabenrändern und hält sich im Molinietum, bis diesesdurch das Aufkommen von Rhamnus Frangula, Salix cinerea und S. aurita, Betula verrucosa u. a. Bäumeund Slräucher in einen Auenwald übergeführt wird. Bei Glattfelden unweit Zürich wurde die Unterart in derEndphase des Molinietums mit folgenden wichtigeren Arten beobachtet: Iris Sibirica, Allium angulosum, Selinumcarvifolium, Pulicaria dysenterica, Thalictrum flavum und var. exaltatum, Sanguisorba officinalis, Serratulatinctoria, Parnassia palustris, Menta aquatica, Gentiana Pneumonanthe, Succisa pratensis, Epipactis palustris,Galium verum, Cirsium oleraceum, Spiraea Ulmaria, Gymnadenia odoratissima, massenhaft Molinia caeruleaund weniger Deschampsia caespitosa (Beger).
1905. Hypericum acütum Moench 1 ) (= H. teträpterum Fries, = H. quadrängulum Crantznon L.). Flügel = Johanniskraut. Fig. 2006 und 1996f.
Ausdauernde, (15) 20 bis 70 cm hohe, kahle Pflanze mit kurzlebiger, spindelförmiger,ästiger Hauptwurzel und ästigem, wagrechtem, viele dünne, lange unterirdische Ausläufertreibendem Wurzelstock. Stengel aufrecht, ästig, durch 2 Hauptleisten und 2 wenig schwächereNebenleisten 4=kantig oder geflügelt (Fig. 2006 b), hohl, an den Kanten mit schwarzen Drüsen(Fig. 2C06 b). Laubblätter eiförmig bis breit=elliptisch, mit breitem Grunde halbstengelumfassend,sitzend, stumpf oder seltener spitz, ganzrandig, sehr fein und dicht durchscheinend punktiert,mit spärlichen, schwarzen, sitzenden Drüsen (Fig. 2006 c). Blüten in dichten, zusammengesetztenTrugdolden. Kelchzipfel schmaManzettlich, zugespitzt, etwa 4 bis 5 mm lang, ganzrandig, mithellen, punkt= und strichförmigen und spärlichen schwarzen, punktförmigen Drüsen (Fig. 2006 d).Kronblätter 7 bis 8 mm lang, elliptisch, am Rande auf einer Seite meist etwas gekerbt, aufder Fläche mit hellen, gegen die Spitze zu mit dunklen Drüsen (Fig. 2006 f). Staubblätter') Hoffmann bezeichnet die Art 1622 als Hypericum ascyrum variegatum sive aureum.
westalpin
ostalpin
subalpin.alpin(im Norden nicht vertikalgegliedert)
eu»ma;culatum
montan(in den Alpen i. w. S.)
obtusius»
Styriacum
=culum
Ebene und collin
(in den Alpen i. w. S.)
Desetangsii
Desetangsiiforme
Fig. 2005. Horizontale und vertikale Gliederung der Unterarten von Hypericum maculatum
Crantz in Mitteleuropa.