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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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Fig. 1. Hypericum humifusum (pag. 514). Habi-tus.

1 a. Fruchtknoten.

Ib. Kelchblatt.

1 c. Samen.

2. Hypericum Coris (pag. 513). Habitus.

2 a. Laubblatt, quergeschnitten.

2b. Laubblatt.

2 c. Kelchblatt.

d. Samen.

3. Hypericum montanum (pag. 514). Blüten-

spross.

r 3 a. Kelchblatt.

183.

Fig. 3b. Blüte nach der Anthese.

3 c. Frucht

4. Hypericum perforatum (pag. 526). Blüten-spross.

4 a. Staubblätter und Fruchtknoten. 4b. Frucht.

4 c. Samen.

5. Hypericum maculatum (pag. 517). Ha-bitus.

5 a. Stengelquerschnitt.

5 b. Frucht.

5 c. Querschnitt durch den Fruchtknoten.

meisten benutzten Arten sind C. rösea L. und C. minor L. in Westindien. Von der ebenfalls in West«indien einheimischen C. fläva stammt das als Wundmittel geschätzte .Schweinsgummi", dessen Name angeb«lieh daher stammt, dass sich verwundete Schweine an den Stämmen reiben, bis der Saft zu fliessen beginnt.

Die artenreiche Tribus der Garcineae umfasst zunächst die drei kleinen, wirtschaftlich belanglosen, aufNeu-Kaledonien und Neu«Guinea heimischen Gattungen Clusiänthemum Viell., Trip^talum Schum. und Pen«taphalängium Warb., ferner die nur durch wenige Arten bekannte Gattung Allanbläckia Oliv, mitgrossen, didcschaligen, geschlossenen Früchten, in denen zahlreiche kastaniengrosse, abgerundet>4.kantige, voneinem rosafarbenen, fleischigen Arillus umgebene, sehr fette Samen eingeschlossen sind. Die Samen derA. floribünda Oliv, besitzen ungeschält 46°/o, geschält bis 73,2°/o fettes Oel, das unter dem Namen Bouandjo«butter gehandelt wird und viel Stearin, gegen 12,65% Olein und noch wenig bekannte Glyceride, fernerTannin, Glykose, Saccharose, Harz, Phlobaphene u. a. m. enthält.A. Stuhlmanni Engler (OstafrikanischerTalgbaum, in Ostafrika Mkanyi oder Msambo geheissen) verfügt ungeschält über 55,5°/o, geschält über 67,8%talgartiges Fett (Mkanifett), das von den Eingeborenen Ostafrikas gegessen oder zu Heizzwecken benutzt wird,aber auch durch seinen hohen Stearinsäuregehalt (52,75°/o) recht wohl zur Herstellung von Seifen und Kerzenbenutzt werden könnte. Weiter gehören hierher: die pflanzengeographisch beachtenswerte Gattung Rhe£dia(s. pag. 499) mit etwa 30 Arten, deren wohlschmeckende Beerenfrüchte, namentlich die von R. floribünda(Miq.) Planch. et Tr. in Guayana, R. lateriflöra L. in Westindien und R. edülis in Mittelamerika, gegessenwerden. In Peru gewinnt man aus dem ausfliessenden Balsamharz mehrerer Arten ein ärztlich angewandtesHeilmittel. Sehr vielseitigen Nutzen gewährt die altweltliche, etwa 150 Arten umfassende, aus Bäumen oderSträuchern mit meist lederartigen, lanzettlichen oder länglichen Laubblattern und mittelgrossen Blüten mit 4 bis 5Kelchblättern gebildete Gattung Garcinia 1 ) L. Am wertvollsten ist sie durch die Gewinnung des aus spiraliggezogenen, sehr flachen und wenig breiten Rinden»Einschnitten mehrerer Arten (namentlich G.Hanbüryi Hook. f.in Hinterindien, in geringerem Masse auch von G. pietöria (Roxb.) Pierre auf Ceylon, G. Mor611a Desr.[= Hebradendron Cambogioides Grah., = Combogio gutta L.], ,,Tong rong" oder Gokatoogas in Vorder» und Hinter«indien, sowie einigen anderen südasiatischen Vertretern) während der Trockenzeit ausfliessenden Gummiharzes

Gummigutt, das entsprechend der Herkunft von verschiedenen Arten gelb bis schön dunkelrot gefärbt ist.Bei G. Hanburyi fängt man die beste Sorte in Bambusröhren auf, trocknet sie am Feuer, befreit sie ausihrer Form und bringt sie als Stangen von bis 0,5 m Länge in den Handel. Schlechtere Sorten entstammendem an den Bäumen selbst erstarrten Harze oder Auskochungen von Abfällen, Fruchtschalen und Laubblättern.Das Gummiharz ist in Form von sehr feinen Körnchen in der schleimreichen, stark quellenden, resinogenenSchicht der langen und grossen schizogenen Sekretbehälter enthalten, welche besonders in der sekundärenRinde, aber auch im Mark, in den Laubblättern und Früchten vorkommen. Erst im Alter von 7 bis 10 Jahrenkönnen die Bäume angezapft werden und zwar jeder Baum 2« bis 3«mal. Chemisch besteht das Gummiguttim wesentlichen aus etwa 77% Harz und 15 bis 23% Gummi. Ersteres besitzt Säurecharakter und enthältnach älteren Untersuchungen namentlich Cambogia« und Garcinolsäure, letzteres ist vom Arabischen Gummiverschieden und liefert bei seiner Zersetzung Phloroglucin, Butter«, Valeriana«, Essig« und Isuvitinsäure, nebstzahlreichen anderen Nebenbestandteilen. Seines gelben Farbstoffes wegen wird das Gummigutt namentlich inder Aquarellmalerei den Chinesen schon im 13. Jahrhundert geläufig viel benutzt, ferner auch zum

') Nach dem Engländer Lawrence Gar ein, der im 18. Jahrhundert Indien bereiste.