in jedem Fadi und durch fleischige, meist geschlossen bleibende Früchte ausgezeichnet. Zu ihr gehört die vonVorderindien bis Java in 3 Arten verbreitete Gattung M6sua L. Sträucher oder Bäume mit lanzettlichen,lederartigen Laubblättern und ziemlich grossen, einzeln und blattachselständigen Blüten mit 4 Kelchblättern.M. fdrrea L. (= M. speciösa Choisy) ist der bekannte, in den wärmeren und feuchteren Teilen Vorder« undHinterindiens lebende, weissblühende „Nagas» oder Eisenholzbaum" (Indian Rose Chesnut), der durch eisen«hartes, von gewöhnlichen Aexten nicht angreifbares Holz (Ceylon» oder Ostindisches Eisenholz bezw. Nagas«holz) ausgezeichnet ist und in ganz Ostasien, namentlich in Tempelgärten, vielfach gepflanzt wird. Der mittel»grosse Baum besitzt einen geraden, aufrechten Stamm, dünne Zweige und lineallanzettliche, starre, oberseitsdunkelgrüne, unterseits wachsüberzogene Laubblätter. Die veilchenartig duftenden Blüten werden als FlöresNagkäscar in der Parfümerie verwendet und enthalten nach Wehm er ätherisches Oel und zwei toxischeBitterstoffe. Wurzel und Rinde wirken schweisstreibend. Die Samen enthalten ein bitteres fettes Oel — dieKeimblätter bis 73°/o — sowie zwei wenig bekannte Bitterstoffe, von denen einer harzartig ist und als Herz«gift wirkt. Sie sind essbar, führen aber leicht ab. Sie werden auch zu Einreibungen oder zu Brennzweckenbenutzt. Unter dem Namen „Surli«" oder „Nangelnüsse" gelangen sie zur Ausfuhr. Auch die Blüte derM. salicina liefert durch ihre angenehm duftenden Staubbeutel eine kosmetische Handelsware.— MammenAmericäna L. ist ein in Westindien endemischer, im tropischen Amerika vielfach gepflanzter Baummit ausgebreiteter, dichter Krone, ganzrandigen, lederigen Laubblättern, blattachselständigen Blüten und bis20 cm im Durchschnitt messenden rötlich-gelben Früchten (Mammi.Apfel, Aprikosen von St. Domingo), dieunter der sehr bitteren Aussenschale ein goldgelbes Fleisch von aprikosenartigem Geschmack besitzen undroh oder gekocht gegessen oder gleich dem Safte der Zweige zu Mammi.Wein (Toddy) verarbeitet werden.Aus den Blüten wird ein Liqueur (Eau de Cr6ole) bereitet. Das Holz ist unterWasser sehr haltbar und liefertzudem ein Harz. — Von der nahe verwandten Gattung Ochrocdrpus Thouars sind die gelben Früchtedes O. Africänus (Don) Oliv, von Sierra Leone und die des O. Madagascari^nsis DC. essbar,von ersterer Art wird auch das Holz vielseitig benützt. Die Laubblätter des vorderindischen O. longiföIius(Wight) Benth. et Hook, dienen zum Färben von Seide. — Die wichtige Gattung Calophyllum L. tritt mitmehr als 50 Arten in den altweltlichen Tropen und mit 4 Vertretern im tropischen Amerika auf. Sie bestehtaus Bäumen mit glänzenden, lederigen Laubblättern und in Rispen oder Trauben angeordneten Blüten, dieeinen 1 »fächerigen Fruchtknoten mit nur 1 Samenanlage besitzen. Das küstenbewohnende C. inophyllum L.(Alexandrinischer Lorbeerbaum, franz.: Tamanou) mit rötlichem, hartem Holze und grossen, wohlriechendenBlüten hat pflaumengrosse Früchte, die als Driftnüsse weithin verfrachtet werden und dem Baume eine wichtigeRolle als Besiedelungspionier zukommen lassen. Die im Handel unter dem Namen Ponang», Pinnay«, Calaba«oder Dombanüsse bekannten Samen enthalten 41,2% Rohfett, 5"/o Protein, 7,8% stickstoffreie Extraktstoffe und3,5°/» Rohfasern. Technisch und medizinisch wichtig ist der Gehalt des Rohfettes an 58% Triolein, 42°/o Tri«Stearin und Tripalmitin, sowie das stark HaO-haltige fette Oel, in welchem sich neben Schleim u. a. 10°/o bis25% toxisches Harz befindet. Das grünlichgelbe Fett („Ndilo-Oel") dient zur Feuerung, zu Heilzwecken gegenRheumatismus und zur Herstellung von Seifen, das Oel gegen Rheumatismus. Mit dem aus Risswunden aus»fliessenden Harz (Ostindisches Tacamahac) von angenehm lavendel» und ambraartigem Dufte, das in Kürbis»schalen in den Handel kommt, werden Schiffe geteert, Werkzeuggriffe befestigt, Fackeln hergestellt odermedizinische Präparate (Balsämum Mariae) bereitet. Das Holz wurde früher versuchsweise als Indisches Ma»hagoni« oder Rosenholz nach Europa gebracht und zu Fournierarbeiten und Täfelungen empfohlen. Auch das Harzanderer Arten, z. B. von C. Tacamah&ca Willd., C. Brasili6nse Camb., C. C alaba Jacq. „Galba" wird hieund da benützt, ebenso wie das Samenöl vielfach zu Feuerungszwecken herangezogen wird. Der letztgenannteBaum wird in Westindien auch viel als Windschutz angepflanzt. Das Holz mehrerer Arten liefert teils Masten(C. spectäbile in Hinterindien), teils anderes Schiffs« oder Möbelholz (z.B. C. Thordlii Pierre und C. SaIgo«n6nse Pierre, beide aus Cochinchina). — Die Unterfamilie der Clusioideae besitzt im wesentlichen dieselbenMerkmale wie die Calophylloideae, ist aber durch den Besitz eines Samenmantels ausgezeichnet, der teils vomFuniculus, teils von der Micropyle ausgeht und in letzterem Falle von Planchon und Triana als »Arillodium*bezeichnet worden ist. Die beiden zu ihr gehörenden Tribus der Clusiöae und Garcin^ae unterscheidensich voneinander dadurch, dass bei der ersteren die Staubbeutel nie zu Bündeln vereint, sondern frei odervollständig verwachsen sind und die Frucht scheidewandspaltig aufspringt, während bei der zweiten die Staub-blätter meist zu Bündeln verwachsen sind und die Frucht eine Beere ist. Von den nur in Amerika heimischenClusieae besitzt nur die etwa 100 Arten starke Gattung Clüsia L. grössere Bedeutung. Sie besteht zu-meist aus epiphytisch lebenden Sträuchern vom Typus der „Baumwürger", selten aus Bäumen und ist anihren lederartigen, gegenständigen, bisweilen kleinen Laubblättern und den einzelstehenden oder rispig an«geordneten Blüten kenntlich. Die Arten enthalten in ihren Harzgängen viel bitteres Gummiharz, das in derHeimat teils zu Arzrteizwecken (Abführmittel, Heilsalben, Zusatz zu Bädern), teils zu kosmetischen Zweckenoder auch zur Bereitung von Pech und Teer für den Schiffsbau verwendet wird. Die zu diesen Zwecken am
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