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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
Entstehung
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gewöhnlich nicht ausgebildet. Alle Staubblätter sind ± zu einem röhrenförmigen Bündel verwachsen; die desäussern (episepalen") Kreises fehlen oder sind staminodial (zuweilen auch petaloid) ausgebildet, die des innerenKreises besitzen stets dithezische, extrorse Antheren. Zuweilen ist der Fruchtknoten nebst den Staubblättern überden Blütenboden durch einen stielartigen Fortsatz (Androgynophor) emporgehoben. Die trockene, hie und daholzige Frucht ist beeren» oder kapselartig oder zerfällt in Teilfrüchte (Kokken). Die Familie ist mit etwa 53 Gattungenmit 660 Arten ausschliesslich auf die wärmeren Gebiete und zwar meist einer Hemisphäre beschränkt;immerhin sind einzelne artenreiche Gattungen wie Stercülia, Buettn^ria, Helicteres, Hermänniaund Walt^ria beiden Erdhälften gemeinsam. Von grosser wirtschaftlicher Bedeutung ist der echte Kakaobaum(Theobröma 1 ) Cacäo') L.), ein im wilden Zustande 4 bis 6, selten bis 13 m hoher Baum, mit unregel-

Fig. 1990. Theobroma Cacao L. a Blühender Zweig, b Blüte, c Diese im Längsschnitt, d Staubblatt, e Staubblattröhre.

g Quer- und Längsschnitt durch den Fruchtknoten, h Geöffnete Frucht, i Querschnitt durch die junge Frucht, k Samen. I bis nSamen durchschnitten mit den gefalteten Keimblättern, o Epidermis der Keimblätter mit denMitscherlich"schen Körperchen (Fig. /

und g nach Berg und Schmidt, o nach Prantl-Pax).

mässigem, etwas knorrigem Stamm, breiter Krone, dunkelgrünen, in der Jugend rötlichen, ziemlich grossen,lederigen, länglich=eiförmigen Laubblättern und kleinen, rötlichen, zu Büscheln auf dem Stamme und an dendickeren Zweigen auf sog.Blütenkissen" sitzenden (Cauliflorie oder Stammbürtigkeit) Blüten. Kelchblätter 5,schmal. Kronblätter kappenförmig, gestielt, mit fahnenartiger Spreite. Staubblattröhre kurz, mit 5 fruchtbarenStaubblättern und 5 pfriemenförmigen Staminodien. Frucht eine Beere, gross, 15 bis 25 cm lang und 10 cmdick, länglich oder verkehrt.eilanglich, dickschalig, gelb oder rötlich, gefurcht, zuweilen höckerig, gurken.ähnlich. Samen 20 bis 50 (70), in Reihen angeordnet, in ein süss.säuerliches, rosafarbenes Fruchtmuseingebettet, ± flachgedrückt, nährgewebelos, mandelförmig, rötlichbraun (Kakaobohnen"), unter einerdünnen, brüchigen, gelb, oder rotbraunen Samenhaut zwei dicke, fleischige, dunkelbraune bis dunkel«violette, stark ineinandergefaltete, leicht in eckige Stücke zerfallende Keimblätter (nibs") aufweisend. DerRest des Nährgewebes (Perisperm) überzieht die Falten in Form eines dünnen Häutchens (Fig. 1990 o) und zeigt

') Von &eos [theös] = Gott und finiofia [bröma] = Speise; alsoGötterspeise*.

®) Der Baum hiess bei den Mexikanern Cacaua Quahuitl.