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5,1 (1925) Dicotyledones : (III. Teil)
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sehr kurz; Narben 5, bisweilen völlig miteinander verwachsen. Diskus fehlend. Fruchtknoten5»fächerig, mit je 3 bis vielen, meist 1 »reihig zentralwinkelständigen, hängenden, anatropenSamenanlagen. Frucht eine saftige, lineale, ei« oder keulenförmige, in 5 Klappen fachspaltigaufspringende Kapsel oder nur bei der Gattung Hydröcera eine geschlossen bleibende,4» bis 5»samige Beere. Samen ohne Nährgewebe, mit kurzem Würzelchen und geradem Keimling.

Die Familie umfasst nur die beiden Gattungen Impätiens L. mit etwa 400 Arten und die nur durch eineArt, H. t r i 11 ö r a (L.) W. et Arn. (= Impatiens triflora L.), vertretene Gattung Hydröcera Bl. (= Tytonia A. Don).Letztere ist eine in Südasien vorkommende Sumpfpflanze mit oft mehreren Meter langen, flutenden, röhrigenStengeln, grossen Blüten und kirschgrossen, roten, beerenartigen, oben und unten abgestutzten, 3=kantigen Früchtenund 4» bis 5-kantigen, schwammigen, dickschaligen Samen. Die in sich ausserordentlich scharf umgrenzte und durchganz besonders ausgeprägten Blütenanpassungen ausgezeichnete Familie lässt sich nur mit Schwierigkeit be.friedigend im System unterbringen. Die Einreihung unter die Sapindales erfolgt nur auf Grund der Lage derSamenanlagen zu ihrer Anheftungsachse. Die bisweilen angenommene Zuweisung zu den Geramales ist eben«falls nur schwach begründet und lässt die Familie als ein altweltliches Gegenstück zu den Tropaeolaceenerscheinen. Die sero-diagnostischen Untersuchungen derKönigsberger Schule" stellen die Familie an einenzwischen den Buxaceen und Celastraceen entspringenden Seitenast (Bd. IV 3, Fig. 1608). Das Vorkommen aufalten Kontinenten und lang abgeschlossenen Landmassen, wie z. B. Madagaskar, spricht für ein hohes Alter.Fossile Reste sind jedoch wegen der geringen Widerstandskraft der Organebisher nicht gefunden worden.

CCCCLXIII. Impätiens') L. ( Balsämina Gaertn, Trimorphopetalum Bäk.).Springkraut, Balsamine. Franz.: Impatiente; engl.: Balsam, Impatience; ital.:

lmpatience.

Kräuter, seltener Halbsträucher, mit Wechsel», gegen» oder quirlständigen, sehr seltenganz grundständigen, meist gesägten Laubblättern. Nebenblätter fehlend. Stengel meist saftig,an den Gelenken oft verdickt und an Stelle der Nebenblätter mit drüsenförmigen, extrafloralenNektarien versehen (Fig. 1876 h). Blüten in meist achselständigen, traubig gebüschelten Blüten»ständen oder seltener einzeln, meist gross, gelb, rot, violett oder weiss, gewöhnlich bunt gefärbt.Kelchblätter 5, die beiden vorderen jedoch meist i vollständig verkümmert, die beiden seitlichenmeist klein und grün, das hintere gross, wie die Kronblätter gefärbt, gegen den Grund zu ineinen Sporn auslaufend. Kronblätter 5, das vordere gross und die übrigen bedeckend, seltenhelmförmig, die seitlichen und hinteren paarweise miteinander verwachsen. Staubblätter 5,zygomorph ausgebildet; Staubfäden kurz, breit, innen mit die Narben umgebenden Ligular=Fort=Sätzen, untereinander und mit den Staubbeuteln zu einer die Spitze des Fruchtknotens be»deckenden Mütze verwachsen. Diskus fehlend. Fruchtknoten oberständig, aus 5 Fruchtblätternverwachsen, 5=fächerig, mit meist zahlreichen, am Innenwinkel 1 »reihig übereinander hängenden,anatropen Samenanlagen; Griffel kurz; Narben 5, nicht oder erst nach der Blüte sich aus»breitend. Frucht eine linealische, ei» oder keulenförmige, saftige, fachspaltige, elastisch auf»springende Kapsel (Fig. 1876e). Samen glatt, feinwarzig oder höckerig, kahl oder behaart,länglich oder rundlich, öfters zusammengedrückt, ohne Nährgewebe, mit geraden Keimblättern,plankonvexem Keimling und kurzem Würzelchen.

Die Gattung umfasst etwa 400 Arten, die zumeist in den altweltlichen Tropen heimisch sind. DieMehrzahl von ihnen sind meso. bis hygrophile Gewächse mit zarten Schattenblättern und grossen buntfarbigenBlüten, die dem Leben im Dämmerlicht des feuchten, windstillen Urwaldes angepasst sind oder in feuchten,montanen bis alpinen Gebüschgürteln auftreten. Th. C. E. Fries (Svensk Botan. Tidsk. 1923) hat neuerdingsnachgewiesen, dass in den ostafrikanischen Hochgebirgen die einzelnen Berge (Kenia, Mt. Aberdare, Elgon)ihre eigenen Neoendemismen ebenso unter den Impatiens«Arten haben, wie das auch für die baumartigen Riesen,Senecionen und Riesen=Lobelien der Fall ist. 8 Impatiensarten treten in die nördlich gemässigte Zone ein.davon 2 (I. biflöra Walt, und I. aürea Muhl) in Nordamerika, 4 in Japan und Korea j I. parviflöra

') Name bei Dodonaeus; lat. impätiens = ungeduldig, empfindlich, weil die reife Fruchtkapsel beider leichtesten Berührung platzt und die Samen fortschleudert.