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Tafel 177.
Fig. 1. Mercurialis perennis (pag. 129). Habitusder männlichen Pflanze.
„ 1 a. Aufgesprungene Frucht.
„ 1 b. Samen.
„ 2. Mercurialis annua (pag. 126). Habitusder weiblichen Pflanze.
„ 2 a. Männliche Blüte.
„ 2 b. Frucht.
„ 2 c, d. Längs- bezw Querschnitt durch dieFrucht.
„ 2e Samen.
„ 3. Euphorbia Cyparissias (pag. 167). Fruch-tender Spross.
Fig. 3 a. Erdstock.
„ 3 b. Cyathium.v 3 c. Infizierter Spross.
„ 4. Euphorbia exigua (pag 187). Habitus.„ 4 a. Cyathium.
„ 4 b. Querschnitt durch die Frucht.„ 4 c. Samen.
„ 5. Euphorbia Helioscopia (pag. 163).
Habitus.
„ 5 a. Cyathium.
„ 5 b. Staubblätter.
„ 5 c. Samen.
dauert haben dürfte. In der bis zu 3000 m emporragenden Rothorngruppe der Plessuralpen (Mittel-Graubünden)finden sich neben ihr als weitere derartige Ueberreste Primula glutinosa, Hermaria alpina und Draba Hoppeana(J. B r a u n ■ Blanquet, Die Vegetationsverhältnisse der Schneestufe in den Rhätisch=Lepontimschen Alpen, 1913),in i naher Nachbarschaft.
Bastarde sind einwandfrei noch wenig beobachtet worden oder werden z. T. bestritten. P. comosaX P. amara subsp. amar eila (= P. Vilhölmi Podpfira), gesellig zwisdien den Eltern auf dem WiesenmoorHrabanov bei Lysa an der Elbe in Böhmen und vielleichtbei Naunheim t — P. comosa XP. calcarea, auf Kalk»boden zwisdien Lellig, Mompadi und Mertert (Luxemburg).
— Verbindende Glieder zwisdien P. vulgaris und P. comosawerden von manchen Autoren teils als Zwischenformen,von manchen als Kreuzungsprodukte erklärt, von anderenganz in Abrede gestellt. — P. amara subsp. a m a r e 11 avar. vulgatissima X P. vulgaris (= P. amarellumvar. vulgatissimum X vulgare Podpöra = P. SkrivänekiiPodp.), auf torfigen Wiesen an der Heiligen Quelle beiKloboucky nahe Bucovice in Mähren. — P. amara subsp.amarella var. Austriaca X P. vulgaris, sowie P. al«pestris X P. vulgaris (= P. hybrida Brügger, non DC.)sind ganz zweifelhaft.
Als besondere Unterreihe folgt die Familie derDichapetaldceae, die zu den Euphorbiaceae, speziellzu den Phyllanthoideae, Beziehungen aufweist. Die etwa130 Arten, die sich auf nur 5 Gattungen (Stephanopödium,
Tapüra und Didiapetalum) verteilen, sind in der Haupl.sache kletternde Waldpflanzen der Tropen beider Erd.
hälften; nur wenige Arten findet man in Afrika auch in der Buschsteppe und sogar an Felsen. Es sind Holz«gewädise mit abwechselnden, ganzrandigen Laubblättern, mit kleinen, schmalen, hinfälligen Nebenblättern undkleinen, zwitterigen oder eingeschlechtigen, strahligen oder zygomorphen, zu achselständigen, reich verzweigtenBüscheln oder Scheindolden vereinigten Blüten. Die 5 oft zu einer Röhre verwachsenen Kronblätter sind nichtselten ausgerandet oder gar zweispaltig! auch sind sie zuweilen mit den 5 Staubblättern verwachsen (von denletzteren können 2 bis 4 staminodial ausgebildet sein). Der aus 2 bis 3 Karpellen gebildete Fruditknoten wird zueiner fleischigen oder lederigen Steinfrucht. Die dünnschaligen Samen zeigen zuweilen eine Caruncula, doch fehltihnen das Nährgewebe. Verschiedene in Afrika wachsende Didiapetalum»Arten sind giftig und dem Weideviehschädlich; sie enthalten (auch die Früchte und Samen) wahrscheinlich ein blausäurehaltiges Glykosid.
69. Fam. Euphorbiaceae 1 ) ( Tithymaläceae). Wolfsmilchgewächse.
(Bearbeitet unter Mitwirkung von Dr. Walter Zimmermann in Freiburg i. Br. von Dr. G. H e g i und
Dr. H. B e g e r).
Ein» und mehrjährige Kräuter, Sträucher oder Holzpflanzen von sehr verschiedener, zu»weilen sogar von kakteenähnlicher Tracht oder mit Phyllokladien (Phylläntus»Arten; Fig. 1742), sehr
') Nach Plinius (Nat. hist. XXV, 77) wurde die Pflanze euphorbea (= Euphörbia officindrum L.) vondem König Juba (von Numidien) nach dessen Leibarzt Euphorbus benannt, der die Pflanze entdeckt haben soll.
Fig. 1735. Polygala alpina (DC.) Steudel. Habitus.